Über den Erfolg

 

 

Über unseren Wünschen thront ein glänzend gold’nes Monster in purpurnem Gewand,

Hämisch grinsend,

Messerlange, spitze, totbringende Reißzähne hinter sanften Wangen gar verborgen,

Legt‘s dir tiefgrün glüh’nde Hände um versteinerte Gedankenströme

Und beginnt in einer sanften Melodie zu flüstern,

Die selbst größte Felsen mit Geduld zerbersten lässt.

 

Es wird dich nicht nur töten, es tut auch noch die ganze Zeit weh während du stirbst.

 

In seinen Händen hängen lang erschlafft abertausende von Fänden,

Haben doch auch dir schon deine Eltern sein‘ lieblichen Gesang zum Abend stets erbracht.

Ein Tropfens seines gold-grau-schwarzen Speichels reicht um ganze Welten zu vergiften,

Bis gold’ne Hüllen Käfige um schwarz-grau-grüne Eingeweide bilden.

Da spiel’n die Marionetten sich schon selbst.

 

Wir klettern ewig lange Hausfasseden

Hoffend so in eine wunderschöne Nachbarschaft zu kommen.

Höher! Schneller! Weiter! Egal was, Hauptsache es ist besser.

Wie sind wir allesamt, gemeinsam, in einem menschenleeren Nichts gelandet?

 

Lächelnde Münder ermorden andere Wesen Augen,

Papiere beißen um sich, Druckertinte ganz verschmiert.

In zähnen Fäden tropft Hoffnung tief in bodenlose Schwärze.

Alles überdeckt von einem wunderschönen Hauch von Gold.

 

Und wir laufen stetig weiter.

Tiefe Löcher eingebrannt, verrußt.

 

Reine Träume, die wir niemals hatten.

 

Und über unseren leeren Herzen thront ein glänzend gold’nes Monster, hämisch grinsend, in purpurnem Gewand.

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