11. Die Blutorgie

Heute war Vollmond und bei den Unsterblichen in einigen amerikanischen Metropolen, war es in dieser Nacht Brauch eine Blutorgie zu feiern. In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, kamen diese Schlachtfeste auf. Dazu verteilten die Unsterblichen in Clubs, Flyer an junge Leute, um sie zu diesen sonst geheimen Partys zu locken. Die Full-Moon-Partys fanden meistens in verlassenen Fabriken in Industrievierteln statt, damit andere Sterbliche nichts von diesem Treiben mitbekamen.

Magnus strebte durch die Lüfte zum Hotel „Ceasars", um Ivana abzuholen. Für sie wäre es der erste Besuch auf einer Full-Moon-Party in den Staaten und Magnus wollte ihr dieses Spektakel nicht vorenthalten. Er trug heute nur eine schwarze Lederhose und Jacke auf seiner blanken Haut. Seine Haare hatte er straff zum Pferdeschwanz zurückgebunden. Mal sehen, wie Ivana aufkreuzte. Er hatte ihr gesagt, sie solle was Heißes, Abwaschbares anziehen.

Magnus  beschloss lieber vor dem Hoteleingang zu warten, denn in seinem Aufzug weckte er vermutlich Misstrauen beim Hotelpersonal. Er schickte Ivana seine Gedanken: ‚Bist du soweit?‘

Als sie kurz darauf aus dem Hotel trat, musterte Magnus sie anerkennend von Kopf bis Fuß. Sie trug ein orangenes Latexkleid, das sowohl rücken- als auch bauchfrei war und hatte ihre Haare hochgesteckt. „Wow. Dafür brauchst du ja einen Waffenschein. Da muss ich aber auf dich aufpassen.", fügte er lachend hinzu. „Also, machen wir uns auf den Weg. Es ist schon halb elf. Um Mitternacht geht die Party so richtig los."

 

Es war bereits recht voll, als sie in der Kellerdisco, deren Wände praktischerweise weiß gefliest waren und die nur einen Treppenabgang hatte, eintrafen. Am Fuße der Treppe befand sich der Eingang, dessen Gittertüren noch offen standen. Dort hatte sich ein unsterblicher Türsteher postiert, der eine kaum merkliche Verbeugung andeutete, als er den Stadtherrscher erkannte.

Drinnen ging es bis jetzt zu, wie in einer normalen Disco. Unsterbliche und Sterbliche tanzten oder standen herum. Es war ziemlich voll und Magnus drängte sich mit seiner Begleitung durch die dichte Menge. Immer wieder streiften ihn erhitzte, weiche, menschliche Körper und unzählige Herzschläge pochten in seinen Ohren. Mit einem kurzen Blick auf die Uhr: „Noch eine Stunde." Und er betrachtete die aufgekratzte Ivana belustigt: „Du kannst es kaum erwarten, stimmt‘s?! Ich eigentlich auch nicht." Lässig lehnte er sich an einen Pfosten neben der Tanzfläche und sah sich interessiert um: „Willst du nachher alleine dein Ding durchziehen, oder gemeinsam?" Seine Augen überflogen kurz das „Angebot" bevor er Ivana an sich zog.

„Gemeinsam" entschied Ivana. Sie konnte es wirklich kaum erwarten. Während sie ihn küsste, schob sie ihre Arme unter seine Jacke und strich über seinen Körper. Dabei glitt ihr Blick immer wieder ungeduldig zu der Uhr über dem Eingang. „Wie oft hast du so was schon mitgemacht?", fragte sie. Ein wohliges Kribbeln durchzog Magnus Körper, wenn er ihre Finger auf seiner Haut spürte: „Schon oft. Ich ging bereits in San Francisco zu diesen Partys. Ich glaube dort hat die Mode auch angefangen. Wen möchtest du?" Dann sah er sich wieder ein wenig um: „Was hältst du von der Clique da drüben?" Er wies mit dem Kopf in Richtung dreier Jungs, die noch zwei Mädels im Schlepptau hatten. Sie waren gerade dabei sich zu betrinken und an den Mädchen rumzufingern. Ihre ausgelassene Stimmung würde bald schlagartig nachlassen. Ivana stimmte Magnus Wahl zu und sie bewegten sich unauffällig in die Nähe der  fünf.

Die Meisten hatten sich schon, wie Ivana und Magnus, im Vorfeld ihr Opfer ausgesucht und behielten es solange im Auge, bis zu diesem einen Zeitpunkt.

 

 

Schließlich war es soweit.

Um Punkt Mitternacht erloschen alle Lichter, die Musik verstummte und der Türsteher schloss die Gittertüren am Eingang. Nun gab es kein Entkommen mehr.

Einen Moment lang herrschte Totenstille.

Dann erhob sich ein verwundertes Gemurmel der Menschen und für die Unsterblichen begann jetzt endlich das Gemetzel auf das sie die ganze Zeit hin gefiebert hatten.

Im Nu war die Luft erfüllt von den entsetzten Schreien der Sterblichen, als sich die Ersten über ihre Opfer hermachten. Dazwischen ertönte das Knurren und Fauchen der Vampire. Rasch breitete sich ein intensiver Blutgeruch in diesem Keller aus  und er verwandelte sich im Nu in den reinsten Hexenkessel. Die Menschen befanden sich in vollkommener Dunkelheit, um sie herum nur Chaos, Schreie, Knurren, Tumult und unzählige glimmende Augenpaare. Da brach bei ihnen die nackte Panik aus.

Die Unsterblichen genossen diese explosive Mischung, die gleichzeitig die Blutgier und den Jagdtrieb erweckte, und ließen sich vollkommen davon  mitreißen. Sie folgten nur noch ihren Instinkten.

 

Magnus Sichtweise hatte sich in der Finsternis sofort auf Infrarot umgestellt und er beobachtete zuerst die beiden Mädels, deren Körper nun rötlich schimmerten. Die Beiden starrten panisch in die Dunkelheit und konnten nichts mehr erkennen, während sich Ivana einen der drei Jungs krallte. In Magnus Ohren hallten die hysterischen Schreie der übrigen Menschen und dann packte er die erste der beiden an der Schulter, riss ihren Kopf zur Seite und biss von hinten in ihre Halsseite. Sie verkrampfte sich total, kreischte aus Leibeskräften und zappelte, wie ein Fisch im Netz. Magnus trank von ihr bis sie starb.

Dann ließ er sie fallen und visierte die andere an. Die war schon in der aufgescheuchten Menge verschwunden, aber er würde sie finden. Weit war sie vermutlich nicht gekommen. Als er sie zwischen den anderen rotflimmernden Leibern endlich entdeckte, zog sie schon ein anderer sehr junger Unsterblicher an sich. Im nächsten Augenblick stand Magnus neben dem Kerl, riss sie aus seinen Armen und knurrte ihn bedrohlich an. Der Junge überließ dem viel Älteren lieber das Mädchen und verzog sich schnell.

Das Opfer trat nach Magnus, kratzte und biss ihn, aber, das ließ ihn völlig kalt. Er lachte nur aufgrund ihrer wirkungslosen Versuche, zerriss dann ihr Top, den BH und schlug seine Hauer in eine Brust. Sie wand sich vor Schmerz in seinen Armen und begann bald ihn anzuflehen und zu heulen. Doch das hörte er kaum, denn er konzentrierte sich nur auf ihre inneren Geräusche und seine erregenden Empfindungen. Auf ihr aufgeregtes Herz, ihren Atem und ihr berauschendes Blut. Sein Leib war an ihren gepresst und Magnus fühlte ein erregendes Kribbeln am ganzen Körper und wie sich ein Ziehen in seinen Lenden ausbreitete. Nur noch einige Züge, dann erstarb das Pulsieren in ihrem Körper. Mit geschlossenen Augen lehnte er sich an die Wand, um den kurzen Rausch zu genießen und ließ den leblosen Körper einfach fallen.

Die Stimmung war immer noch total aufgeheizt. Viele Unsterbliche befanden sich ebenfalls völlig im Blutrausch, wie Magnus.

Doch in diesem berauschtem Zustand, erreichte ihn plötzlich Ivanas Hilferuf. Schlagartig war er wieder voll bei Sinnen. Er fühlte ihre vollkommende Verzweiflung und suchte sie hektisch in der Menge.

Kurze Zeit später entdeckte er sie endlich, völlig kraftlos am Boden, zwischen unzähligen Leichen. Er kniete nieder und hob sie in seine Arme: „Liebling, was ist?" Da sah er die klaffende Wunde an ihrem Hals und er fragte mit grollender Stimme: „Wer war das?"

„Ich habe versehentlich Jessica geküsst“, entgegnete Ivana. „Ich habe erst gar nicht gemerkt, dass sie es ist, weil ich so berauscht war, dass es mir auch gleichgültig war, wen ich da vor mir habe. Da zerreißt mir dieses Miststück einfach die Kehle!“ Magnus erwiderte erstaunt: „Jessica? Sie ist hier?" Seine Augen suchten sofort die Menge ab, aber er entdeckte sie nicht. Dann wandte er sich wieder besorgt seiner Geliebten zu: „Trink von mir. Dann heilt es auch schneller." Er hob sie hoch, um ein wenig aus dem Gedränge herauszukommen.

 

Nachdem die Russin einiges von ihm getrunken hatte, stellte er sie wieder auf die Beine: „Wir können noch nicht raus. Erst wenn alle tot sind. Aber das wird nicht mehr lange dauern. Geht es dir besser?" Er sah sich abermals konzentriert um: „Ich spüre sie. Sie ist in der Nähe, aber wo. Es sind einfach zu viele hier." Er wusste nicht, was er tun würde, wenn er Jessica entdeckte. Aber vermutlich war es besser, wenn die Frauen das unter sich ausmachen würden. „Willst du noch einmal trinken? Ich hol dir jemanden." Ivana nickte. „Ja, das wäre lieb von dir. Ich setze mich solange hier hin." Sie ließ sich an der Wand zu Boden gleiten.

 

Magnus ließ sie kurz allein, um sich ein Opfer zu krallen. Viele waren ja nicht mehr übrig und erst recht keine Unversehrten. Es gab einige Verletzte, die halbtot am Boden lagen, aber das wollte er Ivana nicht zumuten. Sie verdiente schon einen fitten Kerl.

Einige Menschen versuchten immer noch zu flüchten und Magnus griff blitzschnell nach dem Arm von einem, der ihn auf seiner Flucht fast angerempelt hatte. Durch sein Festhalten kugelte er dem Sterblichen den Arm aus und zerrte ihn zu Ivana hin. Der Mann konnte sich durch die Schmerzen zwar nicht richtig wehren, aber er sträubte sich mit Leibeskräften. Der Vampir drückte ihn vor seiner Geliebten einfach auf die Knie: „Hier, nimm ihn!"

Sie umklammerte den Menschen, grub ihre Zähne tief in seinen Hals und trank gierig. Sein warmes Blut glich den Verlust aus, den sie dank Jessica erlitten hatte.

„Es tut mir leid, dass ich dir jetzt so die Party vermiest habe. Ich hätte besser aufpassen sollen, wen ich da vor mir habe." Magnus ging vor ihr in die Hocke und begann das verschmierte Blut um ihren Mund weg zu küssen: „Nein. So was darfst du nicht mal denken. Mir tut es leid, dass du dein erstes Mal hier nicht genießen konntest." Ihre warme Haut war nun wieder zurückgekehrt. Er drückte sie mit sich zu Boden und begann das Blut an ihrem Dekolleté abzulecken.

 

Inzwischen waren alle Menschen dahin geschlachtet und es kehrte Ruhe ein. Wie Magnus und Ivana, begannen auch andere mit ihren erotischen Spielchen. Daneben fingen einige Unsterbliche vom Personal an, die Leichen wegzuräumen. Schnell war der Boden von den Körpern befreit. Nur die Blutlachen blieben zurück, in denen sich nun die Liebenden wälzten. Magnus war sich sicher, dass die jetzt folgende Orgie seine Gespielin wieder aufheitern würde. Dass seine Gefährtin so warm war wie eine Sterbliche und genauso roch, mit dem vielen Blut an ihrem Körper, erregte ihn sehr. Der Zwischenfall mit Jessica war längst vergessen. Nur noch die Lust beherrschte seinen Körper. Der Blutgeschmack ließ ihn schnell die Beherrschung verlieren und er biss zu. Im Gegensatz zu einer Sterblichen, fand Ivana das immer mehr als anregend. Die Russin stieß vor Lust einen Schrei aus. „Ja, das ist gut" stöhnte sie. Sie schlang ihre Beine um ihn und er genoss ihre Umklammerung

Da spürte er fremde Finger an seinem Rücken, Frauenhände, die über seine Rückseite strichen. Er sah nicht nach, wer es war. Das war auch unwichtig. Hauptsache er konnte es genießen. Die Fremde drängte sich lüstern an Magnus' Körper, öffnete seine Hose und griff zielstrebig hinein. Ihm entfuhr dabei ein halb ersticktes Knurren. Weiterhin widmete er sich Ivana, aber die Liebkosungen der anderen lenkten ihn doch ein wenig ab. Auf jeden Fall wurde er dadurch ungestümer und grub seine Zähne noch tiefer in seine Geliebte. Der anderen sandte er: ‚Nimm ihn in den Mund.

Magnus zuckte kurz, als er ihren warmen, feuchten Mund daran spürte und als sie leicht hinein biss, konnte er ein heftiges Stöhnen nicht mehr zurückhalten. Ivanas‘ Leib spannte sich immer stärker an und auch bei ihm nahm die Erregung zu, denn die Fremde bewegte seinen Schaft jetzt schneller zwischen ihren Lippen.

Nachdem Ivana befriedigt war, ließ Magnus von ihr ab und konzentrierte sich ganz auf die andere Unsterbliche.

Die Schwarzhaarige umschlang nun seinen Oberkörper und stach ihre Zähne in seine dargebotene Kehle. Das Blut eines so mächtigen Vampirs versetzte sie sofort in Ekstase. Magnus Lust wurde durch diesen Biss noch stärker gesteigert. Er strich mit beiden Händen über ihre Lackkorsage, fühlte ihre Brüste und stellte fest, dass sie unten rum bereits nackt war. Das gefiel ihm noch besser.

Hitzig warf er sich mit ihr herum, schlug seine Hauer in ihre Kehle und versenkte mit einem Ruck sein bestes Stück in ihr. Die Kleine war noch keine hundert, aber es war trotzdem erregend mit ihr. Sie hingegen fand es total geil, es mit dem Herrscher von Vegas zu treiben, las er in ihr.

Darauf war doch fast jede scharf und sie hatte es geschafft. Er war ja auch so attraktiv, sehr alt und so mächtig. Ein Traum von einem Unsterblichen.

 

Nach der Nummer mit der Unbekannten, sah er sich nach seiner Liebsten um. Nun war seine Libido so richtig angeheizt und er hatte jetzt unbändige Lust auf sie.

Seine Augen suchten die sich windenden und ineinander geschlungenen Körper ab. Irgendwann entdeckte er sie mittendrin, voll beschäftigt mit drei Männern und einer Frau. Delikater Anblick. Einer nahm sie von vorn, einer von hinten und der Dritte ihren Mund. Magnus würde es ein Vergnügen sein da mitzumischen.

Er legte sich einfach dazu und streichelte über die ganzen Körper. Die Mischung von harten Muskeln und weichen Brüsten war äußerst reizvoll.

Die Zeit schien für ihn unendlich langsam zu vergehen, bis der Unsterbliche zwischen ihren Schenkeln schließlich zum Ende kam. Nun gab es für Magnus kein Halten mehr. Endlich spürte er die feuchten Tiefen seiner Geliebten und noch die Bewegungen des anderen, der sie gerade von hinten nahm. Die beiden Männer geilten sich gegenseitig durch ihre Stöße auf. Deswegen liebte Magnus diese Orgien.

Die anderen waren mittlerweile verschwunden. Endlich hatte er sie ganz für sich allein. Er streichelte über ihre blutverkrusteten Brüste, während sie sich küssten. Er schmeckte noch das Vampir- und Menschenblut in ihrem Mund. „Komm, gehen wir heim! Dann gönnen wir uns noch ein Bad bei mir im Whirlpool.“ Ivana war damit gleich einverstanden. Es war eine anstrengende Nacht gewesen und ein bisschen im Whirlpool entspannen klang da einfach himmlisch. Sie löste sich von Magnus und versuchte ihr Kleid wieder an Ort und Stelle zu bringen. Er suchte nun auch seine Klamotten zusammen: „Wir haben ein Bad dringend nötig, so wie wir aussehen." Als sie fertig angezogen waren, kehrten sie zum Anwesen zurück.

Magnus ging gleich zielstrebig in das große Bad mit der großen, runden Wanne, um das Wasser einzulassen. „ Und hat es dir heute gefallen? Mir auf jeden Fall. Möchtest du nächsten Monat wieder hin?" Er begann sich das verdreckte Lederzeug vom Körper zu streifen und sah in den Spiegel: „Wir sehen echt heiß aus. So hätten wir in deiner Hotellobby nicht aufkreuzen können." Bei dem Gedanken musste er lachen. Ivana stimmte in sein Lachen mit ein.

Magnus legte sich schon mal  in das warme Wasser, obwohl die Wanne nicht mal halbvoll war: „Komm schon, Liebling. Ist wirklich angenehm." Er lehnte sich an den Wannenrand und machte sich daran, das getrocknete Blut vom Leib zu bekommen. Vor allem in den Haaren hielt es sich hartnäckig. Er seifte sie sich mit Shampoo ein und spülte den Schaum durch Untertauchen wieder aus. Schließlich war das Becken voll und Magnus schaltete mit seinem Willen die Düsen an. Er räkelte sich genüsslich in dem sprudelnden Wasser und warf einen Blick zu Ivana hinüber. Sie stieg nun zu ihm in die Wanne und er zog sie zärtlich in seine Arme. „Endlich kommst du!" Er bedeckte ihre Schulter mit Küssen.

Dabei sagte er: „Ich muss dir etwas gestehen, meine Süße. Ich denke, ich habe mich in dich verliebt. Nach so langer Zeit scheine ich die ideale Partnerin für mich gefunden zu haben. Mit dir kann ich alle meine Neigungen ausleben, ohne mich verstellen, oder es verheimlichen zu müssen, wie bei Jessica. Wir hätten uns schon viel früher begegnen sollen." Sie drehte sich ungläubig zu ihm um: „Du hast dich in mich verliebt? Aber was ist mit Jessica? Bis vor kurzem wart ihr noch ein Paar." Er strich über ihre Wange und lächelte: „Ja, schon. Aber ich merkte immer mehr, dass du die Richtige bist. Das ging dann ziemlich schnell. So richtig klar ist mir das nach der Party hier bei mir geworden. Dort wollte ich gar nicht mehr zu Jessica zurück und lieber mit dir zusammen sein. Davor empfand ich ja auch schon mehr für dich." Sie entgegnete: „Ich muss sagen, ich hab auch vor dir nie jemanden getroffen, mit dem ich so gut zusammen gepasst habe, wie wir beide es tun. Ich habe auch Gefühle für dich, aber ob es Liebe ist, kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe, du verstehst das jetzt nicht falsch, aber ich bin mir einfach noch nicht ganz klar darüber. Wir sollten auf jeden Fall nichts überstürzen. Schließlich hast du bis jetzt noch Jessica und ich Víctor."

Ein wenig enttäuschte ihn Ivanas Zurückhaltung ja schon, aber erzwingen konnte er nichts. Nur hoffen und sie verwöhnen.

„Ich werde versuchen dir die Entscheidung leichter zu machen.", erwiderte er mit einem schelmischen Grinsen: „Wie ist Víctor eigentlich so drauf? Ist er mir ähnlich, oder ganz anders? Jessica jedenfalls, ist gegen dich echt brav. Keine unschuldigen Menschen und wenn dann nur nicht leiden lassen. Sie zerfleischt nur Verbrecher." Ivana verzog das Gesicht. „Wirklich? Nur Verbrecher? Nein wie moralisch von ihr", bemerkte sie ein wenig spöttisch. „Aber mir reißt sie einfach so die Kehle raus. Víctor liegt irgendwo zwischen dir und ihr. Wenn er jemanden wirklich zerfleischte, dann war es ihm egal wer derjenige war, aber er tat das nur sehr selten." Magnus küsste noch einige Male ihren Hals: „Es ist schon ziemlich gut verheilt. Na, aber du musst zugeben. Es muss für sie schon ein starkes Stück gewesen sein mit ihrer Wut im Bauch auch noch von ihrer Rivalin geküsst zu werden. Und sie muss wirklich die Beherrschung verloren haben, wenn sie so etwas tut. Das ist sonst überhaupt nicht ihre Art. Beenden wir unser Bad langsam und gehen in die Schlafkammer."

„Dann sollte ich mir vielleicht was drauf einbilden", meinte Ivana lachend.

Nach einem letzten Kuss stieg sie aus dem Wasser. Magnus tat es ihr nach, griff sich ein großes Handtuch und wickelte es sich um die Hüften. Dann nahm er noch eines, legte es seiner Russin um die Schultern und begann sie abzutrocknen. Danach hob er sie auf seine Arme: „Ich trag dich runter. Einverstanden?" Sie legte ihm die Arme um den Hals. „Aber natürlich!"

 

 

 

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