15. Kapitel

Am Abend saß der Arzt Joseph Greidt noch in seinem Büro. Zum einen hatte er noch Büroarbeiten zu erledigen, zum anderen wollte er wie jeden Abend seine Mails abrufen. Unter den Neueingängen fand er die Anfrage der Wissenschaftszeitschrift „Medizin heute“ bezüglich eines Interviews. „Der Fall des Victor Sander“, so schrieb die zuständige Redakteurin, „hat durch seine Ungewöhnlichkeit einige Aufmerksamkeit erregt. Nun würden wir gerne ein Interview mit Ihnen führen, um weitere Informationen über die Hintergründe zu erhalten. Bitte melden Sie sich, wenn Sie damit einverstanden sind. Es wäre schön, wenn wir einen Termin finden könnten, der Ihnen passt.“ Joseph Greidt hatte mit dem Interview kein Problem. Momentan wussten sie zwar selbst nicht genau, was mit dem Patienten los war, aber er erhoffte sich hilfreiche Antworten seiner Kollegen. Deshalb schrieb er der Redakteurin, dass sie am nächsten Tag kommen könnte. Anschließend saß er noch eine Weile da und überlegte, welche Vorbereitungen auf das Gespräch möglich waren. Als Bildmaterial wären Röntgenaufnahmen und ein EKG-Diagramm nicht schlecht. So würden auch seine Kollegen die Lage des Victor Sanders besser einschätzen können. Dann stand er auf und legte die entsprechenden Aufnahmen für den nächsten Tag bereit.

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