16. Showdown

Magnus band gerade seine Haare zusammen, als Ivana in der Tür erschien: "Ich bin soweit. Du auch, wie ich sehe."
Die Beiden wollten heute gemeinsam jagen, denn Magnus musste dringend seinen Blutverlust von gestern ausgleichen, als Arjan ihm den halben Hals aufgerissen hatte.
Dann trat er vor das Haus von Lili und blickte die Straße hinunter: "Gehen wir mal ein Stück zu Fuß. Hier könnten wir jemanden auf der Straße angreifen, weil so wenig los ist."
„Gute Idee. Das ist wieder mal was anderes, als jemanden aus einer Disco abzuschleppen" entgegnete Ivana.

Nach einer Weile blieb Magnus auf einmal stehen und sah in den Vorgarten eines Hauses: "Hörst du das? Da treiben es welche miteinander." Ein hinterhältiges Grinsen breitete sich auf seinem blassen Gesicht aus: "Sollen wir stören?", und sah seine Gefährtin mit funkelnden Augen an.
„Oh ja, stören wir!", stimmte sie sofort begeistert zu und funkelte ihn ebenfalls, begierig auf diesen Spaß, an.
Magnus sprang mit einem Satz über den Gartenzaun und ging näher an das Haus heran. Die lüsternen Laute kamen von einem der Fenster im ersten Stock. Sicher aus dem Schlafzimmer.
Er schwebte empor, fixierte das Fenster mit seinem Blick und es öffnete sich mit einem leisen Klacken einen Spalt weit.
Dann drückte er die offenstehende Scheibe nach innen, huschte hinein und blieb zuerst stehen, um den Beiden bei ihrem Liebesspiel zuzusehen.
Die Frau, die kurz darauf wieder ihre vor Ekstase geschlossenen Augen öffnete, kreischte hysterisch, als sie eine dunkle Gestalt vor dem Fenster entdeckte. Ihr Partner zuckte erschrocken zusammen, wandte den Kopf und griff sofort nach der Schublade, wo seine Pistole lag.
Magnus schlug ihn blitzschnell zurück und griff sich dann die Frau. Die Blondine hielt ihn noch für einen gewöhnlichen Einbrecher, doch Magnus offenbarte ihr sogleich seine wahre Natur, um ihre Panik noch zu steigern. Dann würde ihr Puls noch schneller werden.
Er packte sie an den Armen, kam ihrem Gesicht noch näher und lächelte sie mit seinem Raubtiergebiss an.
Anstatt mehr zu schreien, wurde sie daraufhin kreidebleich und wimmerte vor Angst. Ihr Körper zitterte und Magnus lauschte ihrem aufgeregten Herzschlag. Seine Sinne blendeten die Umgebung allmählich völlig aus und nahmen nur noch ihren Puls, ihren Geruch und ihre Wärme wahr. Dabei wurde seine Gier stärker.

Ivana war ihrem Gefährten unmittelbar gefolgt und griff sich jetzt den Mann, der eben im Begriff war, sich auf Magnus zu stürzen, um seine Frau zu retten. Sie zog ihn mit einem Ruck zu sich her und hielt ihm die Hand vor den Mund, damit er nicht anfing um Hilfe zu schreien. Sein Glied stand immer noch, das machte die Russin sofort an. Sie schob ihren schwarzen Rock hoch, drückte ihn rückwärts aufs Bett und ließ sich genießerisch auf seinen Schwanz gleiten.
Der Mann wehrte sich, aber als Ivana sich immer wieder auf ihn schob, wurde er zunehmend erregter und seine Gegenwehr schwächer. Dann beugte sie sich nach vorn und während sie ihren Unterleib weiter hob und senkte, begann sie sein Blut zu trinken.
Magnus zog die sich steifmachende Sterbliche, an sich und schlug ihr kräftig die Zähne in den Leib. Sie wand sich heftig in seiner Umklammerung, während das Blut aus ihrer Schlagader in seinen Rachen spritzte. Doch die Gegenwehr wurde schnell schwächer. Der Unsterbliche war heute gierig und saugte alles schnell in sich hinein.

Als er fertig war und die leere Hülle auf den Boden fallen ließ, sah er Ivana zu, wie sie den Mann ritt und gleichzeitig trank. Die Bewegungen ihres halbentblößten Hinterteils machte ihn unheimlich an, vor allem jetzt. Er war noch ganz berauscht vom frischen Blut und streifte eilig seine Kleider ab, kniete neben ihr auf das Bett und begann ihren Rücken zu streicheln. Immer enger schmiegte er sich an seine Geliebte, küsste ihre nackte Schulter und mit einem zustimmenden Knurren kommentierte sie seine Liebkosungen, während sie die letzten Schlucke Blut aus dem Hals des Mannes saugte.
Magnus stieß nun die Leiche beiläufig aus dem Bett und umschlang seine Gefährtin. Gierig küsste und leckte er über ihren Körper, schob ihr Top hoch, lutschte an ihren Brustwarzen und trank einige Züge aus ihrem Busen. Dann umklammerte er Ivanas Handgelenke, drängte sich ungestüm zwischen ihre Schenkel und stieß sich in ihre Scheide. Voller Begierde senkte er seine Hauer in ihren Hals, wusste ja, dass ihr diese harte Nummer gefiel und heute war er in Stimmung dazu.
Kurz darauf löste er seine Zähne wieder aus ihrer Kehle und küsste mit seinem blutverschmierten Mund ihre Lippen. Dabei ließ er in seinen kraftvollen Bewegungen nicht nach. 
Doch plötzlich empfing er eine mentale Nachricht: 'Arjan ist im Hotel Oakwood.'
Magnus hielt inne. Von wem hatte er gerade den stummen Ruf empfangen?
Es hatte sich, wie sein Beobachter angehört: 'Mr. Brown?'
Kurz darauf kam eine Antwort: 'Ja, ich bin froh, dass Sie mich hören können.'
Der Unsterbliche war wirklich überrascht, dass ein Mensch über eine weite Entfernung mit ihm kommunizieren konnte und erwiderte: 'Danke für die Info.'
Ivana sah ihn fragend an, weil er auf einmal in seinen Stößen innehielt: "Was ist?" Er wälzte sich von ihr herunter und klaubte seine verstreute Kleidung vom Boden zusammen: "Arjan! Ich weiß jetzt, wo er sich versteckt. Süße, kümmer du dich um das hier." Dabei wies er auf die Leichen. "Und geh dann zu Lili zurück. Ich kaufe mir den Kerl jetzt."
Sie starrte ihn verwirrt an und er fuhr fort: "Der perfekte Zeitpunkt! Er ist nur einige Straßen von hier entfernt, ahnungslos und ich habe frisch getrunken."
Ivana nickte nur und er schoss aus dem Fenster in die Luft.

Ab jetzt unterdrückte er seine Aura und umkreiste kurz darauf das besagte Hotel. Magnus Augen wanderten konzentriert über die Fensterfronten und dachte bei sich: 'Du unterdrückst deine auch. Sonst hätte ich dich vorhin schon bemerkt. Na, warte Arjan. Mit mir legt man sich nicht ungestraft an.'
Dann entdeckten seinen scharfen Augen einen Mann vor dem Fernseher in einer Suite sitzen, der Arjan ähnlich sah.
Magnus schwebte näher heran und erkannte, dass er es tatsächlich war.
Der andere konnte ihn nicht sehen, da er mit dem Rücken zu den Fenstern auf dem Sofa saß.
Sofort kochte Magnus Zorn hoch, als er seinen Widersacher erblickte und er sprang mit voller Wucht durch das Fensterglas.
Mit einem lauten Klirren, zerbarst die Scheibe und für Arjan stand Magnus plötzlich im Raum.
„Wie kommst du hierher?!" rief er erstaunt. Er hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass ihn hier jemand finden würde. Rasch sah er sich im Zimmer um und schätzte die Lage ab, wie er entkommen konnte. Vor der zerbrochenen Scheibe stand Magnus, also unternahm er kurzerhand einen Fluchtversuch durch eine Scheibe daneben, da die Fensterfront über die komplette Breite des Zimmers ging.
Magnus setzte ihm sofort nach und achtete darauf, ihn nicht aus den Augen zu verlieren. Da entdeckte er unter ihnen Ivana auf der Straße entlanghuschen, aber Arjan ebenfalls.
Der stürzte sich im Sturzflug hinab, packte die Russin, die einen erschrockenen Schrei ausstieß: „Hier geblieben, meine russische Freundin! Du kommst wie gerufen!" Arjan wusste, dass er Magnus nicht einfach entkommen konnte. Vielleicht hatte er mit ihr als Geißel eine Chance.
„Du elender Mistkerl, lass mich los!", schimpfte Ivana, wehrte sich verzweifelt, aber es gelang ihr nicht, sich zu befreien.
Der Niederländer packte sie jetzt an den Haaren und stellte sie vor sich, bereit ihr jederzeit die Kehle zu zerfetzen.
Sie änderte ihre Taktik und zwängte ihre warme Hand in seine Hose. Mordlüstern funkelte sie ihn an, während sie seine Männlichkeit massierte.
„Lass das!" fuhr er sie an.
„Dann hindere mich daran!" zischte sie, wohl wissend, dass er dafür seine Umklammerung lockern musste, wodurch es ihr vielleicht gelang, sich loszureißen. Sie merkte, wie erregt er dadurch wurde.
„Das gefällt dir wohl!" sagte sie spöttisch.
„Du elende Schlampe!" Damit grub er ihr blitzschnell die Zähne in den Hals, zerfetzte ihr die Kehle und schleuderte sie von sich.
Magnus hatte ihn schon fast erreicht und Arjan versuchte noch einmal zu entkommen, indem er Ivana mit zerfetzter Kehle zurückließ.
Magnus Augen wechselten hektisch von ihr zu Arjan hin und her. Er war kurz unschlüssig, was er tun sollte, aber seine Gefährtin würde mit seinem Blut wieder auf die Beine kommen. Also flog er Arjan hinterher.

Die beiden Männer lieferten sich eine wilde Verfolgungsjagd durch die Lüfte. Das was Arjan Ivana angetan hatte, machte Magnus nur noch zorniger. Er freute sich schon darauf, diesen Verräter endlich zerfleischen zu können.
Arjan gab sich alle Mühe seinen ihn abzuhängen. Immer wieder schlug dieser in der Luft Haken, doch langsam, aber sicher holte Magnus auf.
Schließlich bekam er den Flüchtenden endlich zu packen.
Zwar nur kurz am Arm, aber dadurch riss er ihn mit sich in Richtung Erde.
Magnus krallte sich sofort darin fest und umklammerte dann den Dunkelhaarigen. Der Niederländer fauchte wütend, wehrte sich nach Kräften und versuchte nach Magnus Hals zu schnappen
"Du hinterhältiger Hurensohn!", brüllte der Hellblonde. Dann schlug er seine Zähne so tief es ging in Arjans Hals, riss einen großen Fleischbrocken heraus, dass das Blut Magnus ins Gesicht spritzte.
Er hielt Arjan immer noch fest und der Jüngere wehrte sich weiter verbissen, weil er jetzt fühlte, dass er schnell schwächer wurde. Er trat um sich und versuchte seine Arme wieder frei zubekommen.
Magnus hielt ihn mit aller Kraft fest. Er würde ihn nicht noch einmal entkommen lassen. Sogleich riss er Arjan noch die andere Halsseite auf.
Das viele Blut, das auf ihn spritzte, versetzte ihn in einen regelrechten Blutrausch. Immer wieder versenkte er sein Gebiss in dem Hals des anderen und genoss dessen Gegenwehr.
Bald war außer den Wirbeln alles nur noch eine fleischige Masse und Magnus hörte endlich auf. Ihrer beider Kleidung war von Arjans Blut durchtränkt und Magnus Gesicht war völlig damit bedeckt. Er sah aus wie ein Racheengel mit seinem wehenden hellblonden Haaren.
Magnus überlegte, was er mit ihm tun sollte. Er musste ihn irgendwo anders hinbringen, um ihn verbrennen zu lassen. Er warf sich Arjan über die Schulter und machte sich auf den Rückweg.

Als er zu der Stelle kam an der er Ivana zurück gelassen hatte, fand er nur noch eine Blutlache. Siedend heiß durchfuhr es ihn. Hatten die Jäger sie etwa gefunden? Er schnaubte: "Alles nur wegen dir. Wenn ihr irgendetwas Schlimmes geschehen ist, dann grille ich dich die ganze nächste Nacht. Ich hab ja noch das nette Solarium. Vielleicht komme ich irgendwie dran."
Ein wenig Panik befiel ihn bei dem Gedanken, dass seine Liebste in den Fängen von Sterblichen sein könnte. Hätte er sie nur nicht zurück gelassen. Arjan hätte er ein anderes Mal sicher auch noch erwischt.

Magnus schleppte seinen Widersacher zuerst in Lilis Garten. Stöhnend lag Arjan nun vor ihm. Sprechen konnte er nicht mehr, weil Magnus ihm den Kehlkopf, die Stimmbänder, einfach alles zerrissen hatte. Reglos lag er im Gras.
Da spürte der Herrscher Lili, Stuart und Ivana und blickte nach oben. Da kamen sie schon angeschwebt und Stuart hatte zum Glück Ivana auf dem Arm. Magnus war überaus erleichtert: „Oh, zum Glück habt ihr sie gefunden."
Stuart erwiderte:" Wir haben sie auf der Straße liegen sehen, als wir von der Jagd zurück kehrten."
Magnus nahm Stuart seine Liebste sofort ab und legte sie in der Nähe von Arjan ins Gras: „Jetzt hast du Glück gehabt, Verräter, dass ihr nichts geschehen ist. Dann schlage ich dir gnädigerweise den Kopf ab, bevor die Sonne aufgeht."
Aber nun widmete er seine ganze Aufmerksamkeit seiner bewusstlosen Gefährtin. An manchen Stellen traten, durch den starken Blutverlust, schon die Knochen deutlicher hervor. Ihre Wangen waren eingefallen und an den Schlüsselbeinen konnte man es ebenfalls sehen.
Magnus registrierte erst jetzt den ohnmächtigen Mann, den Lili zu Ivana schleifte: "Hier. Den haben wir gerade noch aufgegabelt."
Er lächelte: "Perfekt. Dann werde ich sie jetzt füttern."
Er biss in den Hals des Opfers, füllte seinen Mund mit Blut, um es dann zwischen Ivanas Lippen fließen zu lassen.
Das Blut lief in Ivanas Kehle und schon bald kam sie wieder zu Bewusstsein. Sie umklammerte den Sterblichen fest und saugte ihn gierig bis auf den letzten Tropfen aus. Für einen Moment schloss sie zufrieden die Augen und die Wunde an ihrer Kehle begann langsam zu heilen. Dann sah sie Magnus an: „Liebling, was ist mit Arjan? Hast du ihn erwischt?"
Er blickte neben sich: "Dort liegt er."
Sie kroch zu dem bleichen Mann mit den zerfleischten Hals hinüber und kniete jetzt neben ihm im Gras. Hasserfüllt sah sie ihn an: „Du Scheißkerl! So viele Unsterbliche haben durch dich furchtbar gelitten und wurden vernichtet. Ich würde dich so wie du bist verbrennen lassen! Wenn du Glück hast, ist mein Gefährte da gnädiger." Sie verspürte überhaupt kein Mitleid mit Arjan. Verächtlich blickte sie auf den mühsam röchelnden Niederländer herab.
Magnus zog seine Gefährtin erleichtert an sich und küsste ihren blutigen Mund: "Ich bin so froh, dass die Jäger dich nicht erwischt haben. Ich stand vorhin tausend Ängste aus, als ich nur noch dein Blut vorfand."

Nachdem sich seine Liebste in den Schlafraum zurückgezogen hatte, holte Magnus ein großes Messer aus der Küche und ging damit zu Arjan: „Sag deiner Existenz Lebe wohl. Du kannst wirklich froh sein, dass ich dir die Qualen des Verbrennens erspare. Ich hab das stundenlang mitmachen müssen."
Arjan blickte auf das Messer, schloss dann einfach die Augen und erwartete den finalen Hieb. Unter Unsterblichen galt es als erbärmlich, um sein Leben zu winseln und Arjan war nur froh, dass er nicht bei Bewusstsein verbrennen musste. Magnus erinnerte das alles stark an Alexeij, wie der Russe verkohlt und röchelnd ebenfalls im Garten gelegen war, aber gegen Arjan hegte er nicht solchen Hass. Er hatte es zwar verdient, vernichtet zu werden, aber Alexeij hätte er am liebsten nächtelang gequält. Bis vor Kurzem hatte er Arjan noch gemocht. Das ließ ihn sicher gnädiger mit ihm umspringen.
Nun umfasste er den Griff des Messers fester, holte aus und entzweite mit einem Schlag den zerfleischten Hals des anderen. Dann warf Magnus den Kopf ein Stück vom Körper weg, da sofort die Adern suchend heraus krochen, riss Arjan noch Hemd und Hose vom Leib und ließ den nackten Körper liegen, damit die Sonne ihr zerstörerisches Werk verrichten konnte. Schließlich gesellte er sich kurz vor Sonnenaufgang zu seiner schlafenden Gefährtin.

Nachdem der Verräter Arjan nun vernichtet war, beschlossen Magnus und Ivana nach San Francisco zu gehen, wo Magnus noch ein Haus besaß und gut mit dem dortigen Stadtherrscher Antonio befreundet war.
Der Unsterbliche überschrieb Lili das zerstörte „Velvet" und die anderen Clubs, was sie sich so sehnlich gewünscht hatte. Sie wollte einen Club davon renovieren und unter anderem Namen wieder eröffnen, aber das Konzept beibehalten. Stuart blieb an ihrer Seite und unterstützte sie.

Magnus und Ivana richteten sich in San Francisco neu ein und führten nun ein ruhiges Dasein. Der Unsterbliche genoss es, keine Verantwortung mehr für eine Stadt zu tragen und einfach wieder in die Nächte hinein leben zu können. Für Ivana war San Francisco ganz neu, doch sie lebte sich schnell ein und unterhielt schon bald wieder einige Affären. In der Hinsicht waren sie und ihr Gefährte genau gleich. Magnus störte es nicht weiter. Nur wenn einer ihm Ivana abspenstig machen würde, sie zur Gefährtin wollen würde. Dann wäre auch der Brite eifersüchtig und besitzergreifend.




      

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