17. Strandausflug

Am Sonntag stand dann endlich der Ausflug ans Meer an. Zum ersten Mal würde Valentin es zu Gesicht bekommen und er war bereits sehr gespannt darauf. Er saß mit seiner gepackten Tasche auf dem Sofa und wartete, bis Alex fertig war und es losgehen konnte. Es war für ihn auch das erste Mal, dass sie weiter wegfuhren und er aus Orlando hinauskam. Bis zum Meer würden sie über eine Stunde brauchen.

Schon bald ließen sie das Stadtgebiet hinter sich und befanden sich auf dem schnurgeraden Highway in Richtung Melbourne.
Links und rechts der Fahrbahn erstreckte sich lange Zeit nur Landschaft. Anfangs noch viele Bäume auf beiden Seiten, wurde es mit der Zeit immer karger. Es herrschte wenig Verkehr und so kamen sie auch ohne Probleme voran.
Bald schon tauchten auf beiden Seiten große Wasserflächen auf und Valentin fragte: „Ist das schon das Meer?“
Alex schüttelte den Kopf: „Nein das ist noch nicht das offene Meer. Nur der Indian River.“
Die Autobahnbrücke war ziemlich lang und nach einem relativ kurzen Abschnitt über Land, passierten sie nochmal eine sehr lange Brücke über Wasser.
Die Fläche schien endlos zu sein und seine Vorfreude stieg: „Wann sind wir da?“
Alex sah auf ihr Navi: „Noch ungefähr eine Viertelstunde.“

Schließlich säumten wieder Gebäude die Straße und endlich konnte Valentin das Meer als blaues Band am Horizont sehen.
Die weitere Strecke führte an der Küste entlang und so erhaschte er immer wieder einen Blick auf das Wasser. Hier gab es unzählige Hotels am Straßenrand, die allerdings den Blick auf den Strand verdeckten.
Valentin war schweigsam geworden und mit dem Betrachten der Gegend beschäftigt. Alex teilte ihm nur mit, dass sie jetzt dann am Beach Club ankommen würden und fuhr einige Minuten später auf einen Parkplatz vor einem flachen Gebäude an dem „Radisson Beach Club“ stand.
An den Autos auf dem Parkplatz konnte man schon erkennen, dass hier die Betuchteren abstiegen. Valentin hatte zwar nicht viel Ahnung von Autos, aber inzwischen kannte er die teureren Marken.
Alex hielt gleich beim Eingang an, stieg aus und überreichte den Autoschlüssel einem Bediensteten, der den Wagen einparken würde.
Nachdem dieser die Badetaschen aus dem Kofferraum geholt und sie Valentin in die Hände gedrückt hatte, fuhr er mit Alex Auto weg.
Der Liebesdiener sah zur palmengesäumten Eingangstür, wo Alex in ihrem luftigen Sommerkleidchen bereits hinein ging, solange er noch an der weißen Fassade emporgeblickt hatte.
Mit den Taschen in je einer Hand folgte er ihr schließlich. Mal schauen, was ihn hier erwartete.
Alex konnte eines dieser großen Strandbetten im vorderen Teil des Strandes ergattern, die für Valentin wie Himmelbetten aussahen mit diesem Gazebo darüber. Für ihn war das ideal, so lag er im Schatten.
Er stellte die Taschen am Kopfende ab, breitete die ausgeliehenen Badetücher auf der weichen Liegefläche aus und wartete, bis Alex es sich bequem gemacht hatte, bevor er sich neben ihr ausstreckte.

Der Anblick des Meeres war für ihn beeindruckend. Die Wellen rauschten, es roch salzig und der helle Sand blendete ihn regelrecht. Er kramte gleich die Sonnenbrille aus seiner Tasche und beobachtete dann Frauen, Liebesdiener und kleine Mädchen im Sand und im Wasser.
Einige Diener beschäftigten sich mit je einem Mädchen, sandelten mit ihm oder plantschten im flachen Wasser, während so manche Dame sich lieber, solange sonnte.
„Kann ich vor zum Wasser?“, fragte Valentin.
Alex fischte ihre Sonnencreme heraus: „Ja klar. Ich möchte auch mit. Nur noch eincremen.“
Dabei hielt sie ihm die Flasche entgegen.
Pflichtbewusst cremte er ihren Rücken ein und machte dann mit seiner Vorderseite weiter. Alex war sich nicht zu schade, bei ihm ebenfalls Creme auf dem Rücken zu verteilen: „Na, ein wenig Farbe hast du ja inzwischen bekommen. Aber braun wird deine Haut wohl nie werden.“
Valentin seufzte: „Ja, das befürchte ich auch. Hauptsache ich werde nicht krebsrot.“
Das brachte beide kurz zum Lachen und Alex gab ihm einen aufmunternden Klaps: „Also, komm. Testen wir das Wasser.“
Sie erfasste seine Hand, zog ihn mit sich und hielt sie weiterhin fest, während sie vor zum Wasser gingen. Valentin gefiel das Händchenhalten, und hier schien es auch niemanden zu stören. Er sah einige Paare, die dasselbe taten und Hand in Hand am Strand entlang spazierten. Weit konnte man allerdings nicht gehen, denn dieser Abschnitt war mit einem hohen Maschendrahtzaun vom Rest des Strandes getrennt. Der Zaun reichte sogar weit ins Wasser hinein und die Strandaufsicht fuhr draußen in orangenen Booten auf und ab. Das verdeutliche ihm wieder einmal, dass er eben nicht richtig frei war. Nur hier in diesem abgeschotteten Bereich, aber für ihn war es trotzdem ein einmaliges Erlebnis. Schon allein, dass er jetzt am Meer war und langsam ins Wasser hinein watete.
Die Wellen umspülten seine Beine und er fühlte den leichten Sog daran, wenn sie sich wieder zurückzogen. Das Wasser war von der Temperatur angenehm, erst als er bis zum Bauch drin war, empfand er es als kalt und zog ihn jedes Mal ein, wenn eine Welle dagegen schwappte.
Alex war nicht weit von ihm entfernt und plantschte bereits herum: „Hach, herrlich, nicht?!“
„Ja, absolut!“, antwortete er und ließ sich schnell bis zu den Schultern ins Wasser sinken. Kurz war es kalt, aber dann gewöhnte er sich daran und schwamm zu ihr. Ein paar Spritzer Salzwasser gerieten so in seinen Mund und Valentin verzog sofort angewidert das Gesicht: „Bäh, ist das salzig! Pfui!“
Seine Herrin lachte nur: „Ja, das hat das Meer so an sich. Ich weiß, es schmeckt scheußlich.“

Nachdem er sie erreicht hatte, verschränkte sie ihre Arme um seinen Nacken und küsste ihn. Valentin ließ es geschehen und schloss vor Genuss die Augen. Bereitwillig öffnete er seine Lippen, als ihre Zunge dazwischen drängte und ihren Körper dicht an seinem zu spüren, ließ in ihm die Erregung sofort hochschießen. Er fühlte das Ziehen im Unterleib nur zu deutlich und je intensiver sie sich küssten, desto stärker wurde es, bis er ein Stöhnen nicht mehr unterdrücken konnte.
Alex löste ihren Mund von ihm und grinste frech: „Gefällt dir das?“
Er stammelte nur ein leises Ja und zuckte kurz, als ihre Hand in seine Badeshorts griff und seinen Ständer umfasste. Ein Keuchen entwich ihm, als ihre Finger begannen, seine Eichel zu massieren: „Bitte nicht! Sonst komm ich gleich.“
Sie grinste immer noch und begann ihre weichen Lippen immer wieder auf seine zu drücken: „Hier im Wasser macht das doch nichts. Es kann niemand sehen. Entspann dich, mein Liebling!“
Er wurde zu Wachs in ihren Armen und gab sich immer mehr seinen Empfindungen hin. Sein Rebell pochte bereits sehr deutlich und die Anspannung nahm rasch zu. Sein Wimmern und Seufzen erstickte er an ihrer Halsbeuge und dann durchfuhr ihn die erste Orgasmuswelle. Glücklicherweise befand er sich im Wasser, denn seine Beine knickten ihm beinahe weg, so heftig kam er. Er klammerte sich an Alex Schultern, während sein Körper noch zitterte, und stöhnte in den Kuss, mit dem sie ihm jetzt den Mund verschloss.
Das war wirklich geil gewesen!
Er wollte sich revanchieren und fuhr mit der Hand zwischen ihre Schenkel, aber Alex unterbrach den Kuss und hauchte: „Später! Ich kann warten.“
„Okay ... Danke, das war wirklich sehr schön.“
Sie strich ihm einige Haarsträhnen aus dem Gesicht und blickte ihn liebevoll an: „Gern geschehen.“
Plötzlich registrierte Valentin wieder seine Umgebung und sah sich erschrocken um. Waren andere Leute in der Nähe? Aber erleichtert stellte er fest, dass sie ziemlich abseits im Wasser standen und niemand ihr Tun bemerkt hatte.
Dann schwammen sie noch ein wenig weiter hinaus, balgten herum und verließen schließlich das Wasser.

Nach dem Abtrocknen wollte Alex an die Strandbar. Dort studierten sie erst einmal das Angebot, bevor sich Alex für einen Fruchtcocktail entschied. Valentin war noch unschlüssig. Er wollte nicht schon wieder nur Cola bestellen. Die Fruchtmischungen klangen recht lecker und so wählte er ebenfalls eine davon aus und Alex bestellte für sie beide.
Solange beobachtete der Diener wieder die anderen Clubgäste, wie manche an den kleinen Tischen unter den Strohschirmen saßen, oder was sich so zwischen den Liegestuhlreihen abspielte.
Mit leichtem Wehmut stellte er abermals fest, dass viele Diener muskulöser und viel gebräunter waren als er. So würde er auch gern aussehen wollen, aber das würde er wohl nie. Na ja, er gefiel seiner Herrin offensichtlich, so wie er war und auch einigen anderen.
Zwischendurch nippte er immer mal wieder an seinem erfrischenden Cocktail und bekam kaum mit, wie Alex mit einer anderen Dame plauderte. Er schnappte nur einige Wortfetzen auf und registrierte, wie die andere ihn begehrlich musterte. Das hatte ihn vorhin auch an der Bedienung genervt, wie sie ihm auf den Schritt geschaut hatte und er genau wusste, was sie gedacht hatte. Am liebsten hätte er gesagt: „Ja, ich bin noch vollständig.“ So wie er im Alltag froh darüber war, als Kastrat angesehen zu werden, nervte es ihn hier.
„Nein, ganz sicher nicht“, hörte er Alex plötzlich laut zu ihrer Gesprächspartnerin sagen und dabei zog seine Herrin ärgerlich die Stirn zusammen.
Die andere zuckte nur die Achseln: „Mit ihm könnte man gut nebenher verdienen.“
„Das habe ich nicht nötig“, erwiderte Alex barsch und zog Valentin von der Bar weg: „Trinken wir am Platz leer.“
Er folgte ihr verdutzt: „Was war denn los?“
Alex winkte ab: „Ach, vergessen wir das einfach.“
Valentin setzte sich ratlos auf das Strandbett, schwieg und nippte an seinem Cocktail.
Da brach Alex nach kurzer Zeit das Schweigen: „Sie bot mir 100 Dollar an. Für eine Stunde mit dir. Aber auf so etwas lasse ich mich nicht ein. Das können von mir aus die anderen mit ihren Dienern tun, aber ich vermiete dich ganz bestimmt nicht.“ Ihre Stimme war gereizter geworden.
Er war erleichtert, dass sie so etwas nie vorhatte, aber was war mit Rick: „Tut es Vivian etwa?“
„Nein. Rick war nur mal bei mir und Christine. Vivian möchte das ebenfalls nicht. Aber es gibt Frauen, die ihre Diener regelmäßig vermieten. Bei sich zu Hause. Oft an Frauen, die sich keinen Eigenen leisten können.“
Das brachte Valentin zur nächsten Frage: „Wie teuer war ich denn?“
Alex sah ihn bedauernd an und legte ihre Hand auf seinen Schenkel: „Ach, Babe. Das ist doch unwichtig. Für mich bist du unbezahlbar.“
Er nickte nur. Zwar hätte er es gern gewusst, aber er konnte sich unter höheren Beträgen eh nichts vorstellen. Er wusste zwar inzwischen, was manche Lebensmittel kosteten, oder sah es in den Prospekten, die im Briefkasten steckten, aber er hatte keine Ahnung, wie viel man z.B, für ein Auto bezahlen musste, oder ein Haus. Rick hatte mal etwas erwähnt, so viel wie ein teures Auto, aber das war sehr vage. Nur, dass es viel Geld sein musste.
Alex lehnte sich genüsslich seufzend zurück: „Hach, so lässt es sich aushalten.“
Valentin genoss die sanfte Meeresbrise: „Ja, es ist toll hier!
Seine Augen verfolgten die Diener, die mit den kleinen Mädchen spielten: „Wirst du auch mal eine Tochter haben?“
„Ja, inzwischen bin ich mir sicher. Du wärst sicher ein lieber Vater.“
Er erwiderte erstaunt: „Ich? Von mir?“
Sie umfasste seine Hand und schmunzelte: „Von wem sonst. Dein Samen wird ja aufbewahrt. Die meisten Mädchen hier, wurden sicher so gezeugt und die Diener sind ihre Väter.“
Nun sah Valentin diese Männer mit ganz anderen Augen. Das waren also ihre leiblichen Töchter. Und Alex konnte sich vorstellen von ihm ein Kind zu bekommen. Das machte ihn überaus glücklich. Ohnehin hatte sie ihm heute schon einiges Nettes gesagt, zum Beispiel, dass er für sie unbezahlbar war.

Als sie ihre Gläser geleert hatten, brachte Valentin diese zur Bar zurück. Dort fragte ihn die Bedienung, während sie ihm die Gläser abnahm: „Hat’s geschmeckt?“
„Ja, sehr gut.“
„Bist du zum ersten Mal hier?“
Valentin nickte: „Ja. Und zum ersten Mal am Meer.“
Die junge Blondine war überrascht: „Echt? Noch nie? Woher kommst du denn?“
Er lächelte verlegen: „Orlando.“
„Da war ich auch mal.“ Sie stützte sich vor ihm auf dem Tresen ab: „Wie heißt du eigentlich?“
„Valentin.“
Sie erwiderte: „Süß. Passt zu dir! Ich bin Sarah. Magst du noch was trinken?“
Er schüttelte den Kopf: „Nein, danke. Vielleicht später. Ich sollte mal zurück.“
Sarah sah kurz in Alex Richtung: „Darfst du nicht zu lange wegbleiben?“
Darauf wusste er keine spontane Antwort: „Hm, wahrscheinlich. Bis dann!“
„Ja, bis dann“, entgegnete sie noch.

Zurück bei Alex: „Ich seh mich mal ein bisschen hier um. Ist das okay?“
Sie schien zu dösen, was er aber wegen ihrer Sonnenbrille nicht genau erkennen konnte.
Doch es kam eine gemurmelte Antwort: „Ja, mach das. Ich liege gerade so gut.“
Schmunzelnd wandte er sich ab und steuerte den Pool an. Dort setzte er sich an den Beckenrand und ließ seine Beine hinein baumeln.
Einige Mädchen verschiedenen Alters plantschten im Kinderbecken herum und eines davon wurde aufmerksam von einem Diener beaufsichtigt. Die Kleine füllte immer wieder ihre kleine Gießkanne und goss sie dem Vater über die Beine. Nachdem er von Alex jetzt Bescheid wusste, war sie sicher seine Tochter. Valentin suchte nach optischen Gemeinsamkeiten, aber das Mädchen war noch sehr klein. Er konnte Kinder überhaupt nicht einschätzen. Da fehlte ihm absolut die Erfahrung und in Alex Umfeld gab es bisher keine. Er konnte sich auch noch überhaupt nicht vorstellen, selbst Vater zu werden. Das war für ihn noch in ferner Zukunft. Nun kam eine etwas pummelige Frau dazu und setzte sich neben den Diener. Sie war anscheinend die Mutter der Kleinen.
So wie er feststellte, waren hier nur Damen in Begleitung ihrer Gefährten. Außer den Angestellten. Vermutlich durften Single-Frauen hier nicht in diesen Club. Trotzdem registrierte Valentin manche eindeutigen Blicke, die ihn mit leichtem Unbehagen erfüllten. Er wollte nur für Alex attraktiv wirken und nicht die Aufmerksamkeit von anderen Frauen erwecken. Die Bardame Sarah wäre wohl auch nicht abgeneigt gewesen, aber Valentin hatte sie nicht als aufdringlich empfunden.
Im Pool hielten sich gerade einige Leute auf, auch ein Paar, das sich innig küsste. Dabei musste Valentin wieder an vorhin im Meer denken. So hatten er und Alex für andere sicher auch ausgesehen. Sex im Wasser war nichts Neues für ihn. Daheim im Pool hatten sie das schon öfter getan. Aber diesmal so in der Öffentlichkeit und dass Alex nur ihm Befriedigung verschafft hatte, das war nicht alltäglich.
„Keine Lust ins Wasser?“, fragte plötzlich eine männliche Stimme.
Valentin wandte den Kopf und sah einen braungebrannten, dunkelhaarigen Kerl neben sich stehen: „Ähm, gerade nicht. Ich war vorhin im Meer.“
Der andere setzte sich neben ihn: „Und, auch gerade an der langen Leine?“
Valentin verstand nicht sofort, aber dann nickte er: „Ja, meine liegt am Strand.“
Der andere grinste: „Ich weiß. Ihr habt das Nachbarbett.“ Dann stellte er sich vor: „Ich bin übrigens Pedro.“
„Valentin. Kommt ihr öfter hierher?“
Pedro benetzte seine muskulösen Oberschenkel mit Wasser: „Ja, meistens am Wochenende. Mir gefällt es hier. Es ist Abwechslung, wenn man die ganze Woche nur Zuhause ist.“
Der Hellblonde nickte: „Ja, das stimmt. Ich komme sonst nur ab und zu zum Einkaufen mit, oder wenn wir jemanden besuchen. Aber meistens bin ich auch nur daheim. Hier bin ich zum ersten Mal. Wir sind aus Orlando und ich war vorher noch nie am Meer.“
Pedro grinste: „Dann wurde es aber schleunigst Zeit. Wir leben relativ in der Nähe.“
„Das würde ich auch gern, am Meer leben. Es ist toll!“
Leider wurde ihr Gespräch unterbrochen, als auf einmal eine große, langbeinige Frau mit großer Sonnenbrille und einem schwarzen Bikini zum Pool kam: „Pedro, ach hier bist du. Komm, gehen wir was essen.“
Der Angesprochene seufzte leise und stand auf: „Ja, ich komme!“ Zu Valentin meinte er lächelnd: „Man sieht sich.“
Pedro war ganz schön groß, bestimmt 1,90m und seine Herrin nur einen halben Kopf kleiner. Soso, sie lagen also in einem benachbarten Strandbett. Das war Valentin noch gar nicht aufgefallen. Die Betten standen auch vielleicht zwei bis drei Meter auseinander. Pedros Herrin schien wegen seinen nassen Beinen zu meckern, aber sie gingen trotzdem zu den Tischen des Restaurantbereichs.

Essen war eine gute Idee. So langsam spürte Valentin ebenfalls Hunger und wunderte sich, dass Alex anscheinend noch nichts wollte. Oder wartete sie auf seine Rückkehr? Also erhob er sich ebenfalls und kehrte zum Platz zurück.
Alex wollte ebenfalls zum Lunch, was Valentins Magen beim Gedanken an leckere Speisen, laut grummeln ließ. Er zog sich noch sein T-Shirt über und sie schlang sich ihren Pareo um die Hüften, bevor sie zum Restaurant gingen.

Während dem Essen fiel Valentins Blick immer wieder zu Pedro und seiner Herrin, welche ziemlich viel redete und er nur ab und zu nickte. Er konnte die Worte allerdings auf die Entfernung nicht verstehen.
Sie war wirklich eine sehr attraktive Frau, was er wegen ihrer großen Sonnenbrille so von ihrem Gesicht erkennen konnte, gewellte dunkelblonde Haare bis über den Rücken und eine tolle Figur. Scheinbar durchtrainiert, genau wie Pedro. Bei ihm war es offensichtlich, dass er Krafttraining machte, vermutlich machen musste.
Für Valentin war das im Zentrum eher Plackerei gewesen und er war froh, dass Alex anscheinend keinen großen Wert darauf legte. Viel brachte es bei ihm sowieso nicht, er war eben relativ schmächtig.
Alex und er unterhielten sich über ihre Eindrücke von diesem Club und ihr gefiel es ebenfalls sehr gut. Sie wollte in nächster Zeit wieder mal hierher, was Valentin ziemlich freute. Er konnte dann am Meer sein und seine Herrin genoss mehr die Ungezwungenheit, die hier herrschte.
Plötzlich hörte er weibliches Gezeter in der Nähe und erkannte nach einem kurzen Seitenblick, dass Pedros Herrin schimpfend auf den Tisch wies, wo sich gerade der Inhalt eines Glases über der Tischplatte verteilte und über den Rand tropfte. Pedro versuchte mit den Servietten das Meiste aufzuhalten und stand eilig auf, um noch mehr zum Aufwischen zu besorgen. Solange blieb die langbeinige Schönheit verärgert am Tisch zurück und maulte etwas von Sauerei und Taugenichts.
Oje, da war Valentin froh, dass ihn das nicht betraf und er nicht deren Diener war. Die fuhr wohl leicht aus der Haut.
Der Latino kehrte kurz darauf mit der Bedienung zurück, die sich um den Rest des Malheurs kümmerte und der Dame auch ein neues Getränk servierte. Allmählich schien sie besänftigt zu sein und grummelte nur noch vor sich hin.
Alex hatte das Ganze ebenfalls beobachtet, tätschelte Valentins Hand und meinte: „So einen Aufstand mache ich nicht, oder?!“
Er schüttelte den Kopf: „Nein, überhaupt nicht. Du bist sehr gutmütig.“
Sie lächelte zufrieden über seine Aussage.

Nach dem Essen badeten sie im Pool, tauschten immer wieder Zärtlichkeiten aus, bis Alex irgendwann ihrem Verlangen nachgeben wollte. Sie drängte ihre Hüfte im Wasser erregt an Valentins Mitte und flüsterte an sein Ohr: „Komm, ich will dich jetzt. Gehen wir in ein Separee.“
Er entgegnete überrascht: „Separee?“
Alex zog ihn schmunzelnd an der Hand hinter sich durchs Becken: „Ja. Abgeschottete Kabinen für das Eine. Was meinst du, wo diese Tauschgeschäfte ablaufen, wie es mir diese Tussi angeboten hatte?“
Sie schmiegte sich wieder eng an ihn und gab ihm einen Kuss: „Du siehst einfach so unschuldig aus, wie du mich gerade ansiehst. Aber gleich will ich den anderen Valentin.“
Er grinste: „Okay. Ich gebe mein Bestes.“

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