18. Kapitel

Bis zum Mittag des nächsten Tages ereignete sich nicht mehr viel. Lediglich der Arzt oder sein Assistent schauten hin und wieder vorbei, um die Messwerte zu überprüfen.

Kurz nach der Mittagspause erschien die Redakteurin an der Rezeption des Krankenhauses. Joseph Greidt holte sie von dort ab und ging mit ihr in sein Büro. Die Redakteurin der Wissenschaftszeitschrift hatte viele Fragen über den Zustand Victors und dessen Ursachen. Der Arzt versuchte, ihr auf alle Fragen eine Antwort zu geben. Aber bei einigen Fragen, zum Beispiel der nach dem Grund der Starre, wusste er einfach keine Antwort. Er erläuterte ihr seine bisherigen – zugegebenermaßen spärlichen – Erkenntnisse. So war er fest davon überzeugt, dass die Ursache des Zustandes in etwas sehr grundlegendem liegen musste. Auch ohne dass die Redakteurin ihn danach fragte, gab er ihr die am Tag zuvor bereitgelegten Unterlagen. Und auch seine Gesprächspartnerin war sehr über die Situation des Victor Sanders verwundert. Sie war zwar kein Experte auf diesem Gebiet, aber dennoch begriff sie, wie ungewöhnlich und unerklärlich dieses Phänomen war. Zum Ende des Gespräches hin erklärte sie Herrn Greidt, dass der Artikel noch an diesem Tag korrigiert und die Zeitschrift am nächsten Tag erscheinen würde. Deshalb könne er schon bald mit den ersten Rückmeldungen rechnen. Am Ende des Interviews verabschiedete sie sich von dem Arzt, reichte ihm die Hand und ging hinaus.

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