2. Fessel mich

Mir viel gleich die Farbe aus dem Gesicht, zumindest fühlte es sich so an. Vorsichtig und leicht zitternd, da mein Magen seit Minuten schrie und ich es einfach nicht mitbekommen hatte, sah ich mich um.
Sie hatte recht!
Diese Typen musterten mich wie ein Stück Fleisch! Ich schluckte schwer.
„Was zur Hölle?“, flüsterte ich.
„Ich weiß nicht, seit du den Raum betreten hast, schauen sie immer wieder rüber“, antwortete Kathy gelassen als wäre es nichts. Mein Bauchgefühl zeriss mich fast. Schrie und trat um sich, so schlimm war es noch nie.
Wollte es mich zum Laufen bewegen? Wahrscheinlich. Mir wurde schlecht. Gleich darauf versuchte mein Verstand einzulenken und bildete absurde Ausreden. Wie, »Du hast einen Fleck auf der Bluse oder einen Pickel im Gesicht«. Doch ich wusste es besser, ich hatte mich vor noch keiner Stunde im Spiegel gesehen.
Ich blickte mich um, ohne Charme sahen sie mir direkt in die Augen. Keiner wendete seinen Blick ab, auch wenn sie sich trafen. Ich Versuchte ruhe zu bewahren und nicht wie ein Reh im Scheinwerferlicht auszusehen. Also atmete ich tief durch, als mein Blick auf die Männer traf, die auf dem Gerüst standen, war es mit meiner Fassung vorbei.
Ihre Blicke waren noch schlimmer. Sie zogen mich nicht nur aus. Nein, sie fraßen mich mit Haut und Haaren! Es war kaum zu ertragen.
Ich räusperte mich, um nicht gleich aus den Schuhen zu kippen und die Beine in die Arme zu nehmen. Denn ich hatte die Befürchtung, ich musste mich gleich danach übergeben, so unangenehm war mir der Moment.
Einer von ihnen stach mir besonders ins Auge. Er lehnte am Geländer. Seine grünen unergründlichen Augen hatten mich fest im Visier. Mit dem Augenblick, mit dem sich unsere Blicke trafen, war ich gefesselt, gefangen in einem Dunst, der sich immer dichter um mich zog. Weshalb mir der Scheiß ausbrach. Sein Mundwinkel war leicht gehoben, als wüsste er was er auslöste. Diese Lippen ... Hatte ich je etwas so Sündhaftes gesehen? Mir lief das Wasser im Mund zusammen.
Wie sie wohl schmecken würden? Augenblicklich war ich bei mir. Der Dunst war vergangen und erst jetzt merkte ich, wie mein Bauch nicht nur schrie und trat, nein er blutete und echte Schmerzen ließen mich krampfen. Ein säuriger Geschmack befand sich in meinen Mund, gleich würde ich mich übergeben. Ich musste fort, sofort!
Der Mann machte etwas mit mir, was mir pure Angst einjagte. Ich wusste nicht wieso, nur, dass ich schnell weg musste. Ich ging gerade einen Schritt zurück, als man meinen Namen schrie.
„Need!“, grölten zwei bekannte Stimmen. „Neeeeeeedaaaa!“ Nun blickte wirklich der ganze Raum zu mir inklusive der Weiber. Einige verstohlene Blicke signalisierten mir, dass sie ganz genau wussten, wie ich momentan auf die Männer wirkte. Als wäre das meine Schuld!
„Ich will sterben“, stellte ich fest. Kathy grinste, schien längst in dem Dunst gefangen zu sein, der die ganze Fabrik durchzog.
„Need! Komm bei Fuß!“ Donna viel fast über das Gelender des Garagendachs. „Hier will dich jemand kennenlernen und er ist süß!“ Das wars, das war der Startschuss. Was auch vorher mich behindert hatte zu verschwinden, es war weg. Ich machte schwungvoll eine Kehrtwende und war raus.
Die Tür viel hinter mir ins Schloss. Ich wusste nicht, warum ich so heftig reagierte. Schnellen Schrittes entfernte ich mich von dem Gebäude.Mit jedem Schritt, beruhigte sich komischerweise mein tobender Magen und mein rasender Puls. Klares Zeichen, doch sollte ich Kathy einfach zurücklassen? Konnte ich die Mädels in dieser absurden Situation alleine lassen? Der Gedanke dort noch einmal hineinzugehen, verursachte mir Schwindel. Ich fühlte mich wie ein Stück Fleisch unter Wölfen. Die Gefahr das einer von ihnen mir erneut diesen Dunst auferlegen könnte, machte mir eine panische Angst.
So schnell, wie ich abgehauen war, so schnell kam ich auch wieder runter. Langsam ging ich um das Gebäude herum, die Luft tat gut. Es war erfrischend, es trat sogar etwas wie ruhe ein.
Ich kam am Waldrand an. Der bekannte Anblick würde mir sicher helfen wieder auf den Boden zu kommen. Ich rieb mir das Gesicht, versuchte meine schnelle Atmung zu kontrollieren und mich zu fassen.
Übertrieb ich? Niemand war mir zu nah gekommen. Sie hatten mich lediglich angestarrte, was vielleicht gruselig war, jedoch kein Grund um in Panik zu verfallen.
„Notleidend“, ertönte eine dunkle Stimme hinter mir. Mein ganzer Körper spannte sich an, als hätte man mich erwischt, nur wobei? Ein grausam langsamer Schauer arbeitete sich meinen Rücken hinab. Wie konnte eine einzige Stimme so einen Effekt auf mich haben? Vorsichtig wendete ich mich zu ihr um. Es war ausgerechnet der Mann, der mich eben bereits aus der Fassung gesprengt hatte. Er verschränkte locker die Arme vor der Brust. Mit seinem undeutbaren Blick sah er mich genau an. Was hatte er gesagt? Notleidend?
„Ich -?“ Weiter wusste ich nicht, es begann bereits wieder. Sein Aussehen überforderte mich anscheinend, mein Geist schien alles langsam auszublenden außer ihn. Der Dunst, er war so leicht wie, angsteinflößend.
Was wollte er von mir? Und wie zur Hölle machte er das? Waren es Drogen? Dort drin waren bereits genug Freiwillige, die sich ihm um den Hals schmeißen würden! Wieso verfolgte er mich!?
„Needy. Meinst du, dieser Spitzname passt zu dir?“ Ich war verwirrt. Was war das für eine Frage!? Keine einzige Regung war in seinem Gesicht zu vernehmen. Er meinte das vollkommen ernst. Wobei ich kein Wort verstand und nicht wusste, ob ich einfach gerade die Zurückgebliebene von uns beiden war. Es viel mir zunehmend schwerer, dem Kerl überhaupt zuzuhören und ihm nicht gleich um den Hals zu fallen.
Ich fühlte mich wie ein Reh vor einem Raubtier. Er legte den Kopf leicht schief, wartete er? Wahrscheinlich. Ich bewunderte seine hohen Wangenknochen, der Mann hätte auf einem Cover landen sollen oder im fernsehen und nicht in solch einer Fabrik. Andererseits konnte es der Dunst sein, der ihn in den Himmel hob, was auch immer es für eine Droge war. Sie machte unglaublich heiß!
„Ein reiner Zufall - denke ich.“ Ich hatte nie Bedeutung dieses Spitznamens gedacht nun schon, denn sie passte wie die Faust aufs Auge. Die ich mir gerade ersehnte um wieder klar denken zu können.
„Wirklich?“ Ich atmete tief ein. Ich fühlte mich so falsch am Platz! Meine Stimme klang schwach und ... ängstlich? Es schien ihn zu belustigen, denn nun war sein Mundwinkel leicht nach oben gezogen. Wie konnte es ihn Belustigte, dass ich Angst vor ihm hatte!? Ich sah mich um, niemand war zu sehen. Ich schluckte schwer. Das schien zur Gewohnheit zu werden.
Mein Trieb war es zu fliehen, doch irgendwas sagte mir, das es dann nur schlimmer werden würde. Denn nicht nur mein Bauch brannte, auch meine Lenden loderten bereits gefährlich heiß. Eine Tatsache die so gar nicht zu mir passte. Ich brauchte Bindung zu meinem gegenüber, Gefühle und Emotion. Dinge, die ich mit diesem Mann in dem Moment nur negativ verband oder erst gar nicht hatte.
„Es wäre besser, wenn du hineingehst.“ Ein klarer Befehl, wenn auch nett ausgedrückt. Ohne zu zögern, ging ich an ihm vorbei. Ich musste unbedingt zu Kathy, ich wollte nach Haus! Es war einfach genug Adrenalin für diesen Abend. Ich ging rein und traute meinen Augen kaum. Wie lange war ich weg gewesen? Mehr als die Hälfte der Belegschaft wurde intim miteinander! Donner war dabei herzhaft einen Typen zu vernachten, an Abby wurde bereits geknabbert. Ein paar Mädels fehlten. Ich wollte nicht wissen, wo sie waren. Schlagartig wurde mir einiges klar und der Dunst erneut an die Grenze meines Bewusstseins gedrängt.
Ich sah Kathy, ein Typ war dabei sie zu bearbeiten, sie zierte sich noch. Ohne Charme ging ich hin, packte sie an der Hand und zerrte sie vom Typen fort. Das gefiel ihm gar nicht, ich bekam von ihm einen tödlichen Blick, er von mir den Mittelfinger. Ich zog sie in Richtung Tür, als sie plötzlich stoppte.
„Kathy das ist ne Fick-Party, merkst du das denn nicht?“ Sie grinste. War sie High? Naturlich war sie das. Auch sie hatte es gepackt.
„Kathy!“
„Er ist nett Need, wirklich.“ Was zur Hölle war hier los?
„Das bist nicht du, irgendwas ist hier falsch.“
„Nein. Wir haben uns nur unterhalten.“ Sie blickte verzaubert zurück und spielte dabei mit ihrem Haar.
„Hörst du überhaupt zu? Das Einzige was sie wollen -“ Jemand kam auf uns zu. Das Gesicht war mir mehr als bekannt. Mein Herz raste. Gänsehaut bildete sich. Der Mann schien ein ein wahres Chaos mit meinem Körper anstellen zu können.
„Kathy geh zurück, er wartet“, befahl er. Der Ton war so hart, dass man sich hätte an seiner Stimme verletzen können
„Oki“, zwitscherte sie und ging. Ungläubig blickte ich ihr nach. Wo war ich gelandet! Oki? War ihr Hirn verschmort? Sie war oft sehr mädchenhaft aber nicht kindlich!
„Needy.“ Ich blickte ihn an. Das war nicht sein ernst! Für Fremde war ich gefälligst Nida, von mir aus auch Need, aber Needy!
„Mein Name ist Nida“, verärgert nahm ich nun ihn ins Visier. Das schien ihn zu amüsieren.
„Wieso entspannst du dich nicht.“ Dafür war es zuspät, durch meine Wut war der Dunst verraucht.
„Entspannen? Denkst du, ich bin annährend so verrückt wie sie?“ Ich deutete auf die Belegschaft. „Ich bin sicherlich kein Stück -“ plötzlich wurde mir die Luft aus den Lungen gedrückt. Ich sah Sternchen und nur mein Bauchgefühl war in der Lage einen schrillen Schrei von sich zu geben, denn mir wurde die Luft dafür genommen. Mit voller Wucht, hatte er mich gegen die Metalltür geschupst und presste mich nun an das kalte Metall. Ich schnappte nach Luft, die mir zuvor ausgegangen war. Geschockt blickte ich auf, es war noch nie ein Mann mir gegenüber handgreiflich geworden.
Meine Hände lagen automatisch an seiner Brust, pressten ihn fort, doch er ließ mich nicht.
„Was du bist, werde ich dir sagen Needy.“ Ich wollte ihm eine verpassen, dazu kam es nicht. In einer atemberaubenden Schnelligkeit packte er meine Hände und nagelte sie hinter meinem Rücken fest. Dazu brauchte er gerade mal eine Hand. Der Mann war verdammt stark, sodass meine Gegenwehr nichts erreichte. Panik wallte in mir auf. Meine Handgelenke brannten. Er Würde doch nicht gegen meinen Willen ...? Ich zitterte am ganzen Körper, selbst wenn ich wollte? Wie sollte ich mich gegen so jemanden währen, der wohl die meiste Zeit im Fitnessstudio verbrachte, so wie er aussah!
Erst jetzt bemerkte ich, wie gewaltig er wirklich war. Er verdeckte mir die Sicht auf alle anderen. Ich fühlte mich klein und bedeutungslos und keiner der Zombiebräute würde mir helfen! Sein Geruch stieg mir in die Nase, ich verfluchte ihn. Er war berauschend, die pure Männlichkeit und ein Schuss von Wald. Meine Wangen brannten und der Dunst kam zurück. Ich verfluchte mich selbst, denn er kam schneller als eben, hüllte mich komplett ein und nahm mir den Willen und die Sinne. Es blieb nicht unbemerkt, sein Grinsen wurde größer. Wie konnte ich diese Situation erregend finden!? Ich wurde unterdrückt und gegen meinen Willen festgehalten. Ich hätte schreien sollen! Stattdessen wusste ich nicht, wo ich zuerst hinsehen sollte. Auf seine Lippen oder in seine Augen? Ich schämte mich für mich selbst. Seine Lippen kamen näher, ein Kribbeln bildete sich in meinem Bauch. Auf ihn konnte ich mich nun nicht mehr verlassen.
Sein Atem legte sich heiß auf meine Haut. Ich glaubte, langsam verrückt zu werden. Wie konnte ich ihn so berauschend finden? Ich kam nicht umher, seine Haut zu bewundern. Leicht gebräunt, er musste viel Zeit draußen verbringen. Eine leichte Narbe zierte seine Wange. Vom Weiten kaum zu erkennen, doch nun klar wie das Farbspiel in seinen Augen.
„Du warst ein böses Mädchen ...“ Ich konnte meinen Blick nicht von seinen Lippen nehmen. Was für ein Klischee? Böses Mädchen!? War ich das? Das wäre neu.
Dieser Mann war gewaltig, seine starken Arme umfassten mich. Ich spürte seine Muskeln, wie sie sich anspannten. Ich wünschte mir, ich hätte wenigstens eine Hand frei, um meine Nägel in seine Schulter zu versenken. Ein Wunsch, den ich noch in Erfüllung gehen lasse würde. Sein Gesicht kam näher, bis seine Lippen nur Millimeter von Meinen entfernt waren, doch er küsste mich nicht. Würde er es tun? Ich sehnte mich nur noch nach seinen Lippen und ertrank im Dunst der Emotionen.

„Dafür wirst du schreien“, versicherte er mir mit einer Stimme die kaum mehr ein Flüstern zu sein schien. Als ich ein Klicken hörte und meine Hand von einem kühlen Gegenstand umschlossen wurde, realisierte ich, das sieser Mann mich in Trance reden konnte. Wahrscheinlich war er nicht der Einzige. Ich hatte Kathy eben selbst in diesem Zustand gesehen, in dem ich mich offenbar nun befand. Sein Augen sagten alles. Dieser Mann würde mich heute haben. Er würde nichts anderes zulassen.
Er löste mich von mir und ging in Richtung Treppe. Ich musste ihm folgen. Mein Blick viel hinab zu meiner Hand. Eine silberne Handschelle umschloss sie, befestigt an einer silbernen Kette, die mein unbekannter Begleiter in der Hand hielt und mich so zwang, ihn zu begleiten. Ich hätte mich mit aller Macht Gegenstämmen können, doch ich folgte ihm. Was war nur mit mir los? Ich würde Sex mit einem Unbekannten haben, wenn ich nicht gleich meinen Kopf zusammenfügte!
Die Treppe war, bin in Sekunden geschafft. Auf der zweiten Etage zog der Mann mich in eine Tür, die sich in der Mitte befand. Auf dem Gerüst befand sich ein weiterer Mann. Einen Sekundenbruchteil hatte ich Zeit ihn mir anzuschauen. Sein Ausdruck sprach Bände. Dieser Mann war gefährlich, wenn nicht sogar tödlich. Er nahm mein ganzes Blickfeld ein. Dieser blonde Todesengel fixierte mich mit seinen strahlenden blauen Augen. Welche mir versicherten, dass ich erledigt sei.

Ich konnte nicht so schnell reagieren, wie dir Tür ins Schloss viel, die Fesseln verschwanden und ich auf ein Bett landete. Ich richtete mich leicht auf, der Mann stand vor mir. Die Hände zu Fausten geballt. Sein Blick war undurchsichtig. Würde ich es wirklich tun? Konnte ich das? Wollte ich es?
„Needy ...“ Mein Atem ging schneller. „... Zieh es aus.“ Er deutete auf meine Bluse. Meine Augen wurden groß, niemals! Ertönte es in mir, zumindest etwas konnte ich mich gegen den Dust, der mich befiel, währen. Als ich keine Regung zeigte, kam er näher. Sein Bein platzierte sich zwischen meinem und spreizten sie leicht. Der Rock glitt langsam hoch. Mein Herz raste, in meinen Ohren hörte ich es donnern.
„Jetzt.“ Klare Sache.
Ich löste mich von meiner Jeans Jacke. Tat ich das wirklich? Tat ich genau das, was er verlangte! Er beobachtete mich, jede Bewegung von mir wurde verfolgt. Mein Blick war fest auf ihn gerichtet. Es folgte langsam die Bluse. In seinem Blick flackerte etwas dusteres auf, die sich zu der Gewissheit in seinen Augen gesellte, das ich mich ihm hingeben würde. Und das würde ich, da war cih mir nun auch ganz sicher.
Als ich es zur Seite legte, kam er runter und stützte sich mit einer Hand neben meinem Kopf ab, weshalb ich mich nun auch zurücklegen musste. Die andere glitt über meinen Körper. In seinem Gesicht bildete sich ein leichtes Grinsen.
„Du willst es.“ Wollte ich es wirklich? „Und ich werde es dir geben.“ Etwas zog sich in mir zusammen. Ein Brennen setzte zwischen meinen Schenkeln ein. Meine Muskeln spannten sich an. Wie konnte ich so auf einen Fremden reagieren? Es war so platt wie unfassbar. Du willst es? Ich bitte dich? Er findet das bitte anheizend? Doch so sehr ich es auch versuchte, der auflehnende Teil in mir war nicht groß genug um den Dunst und meinen willigen Teil zu bekämpfen.
Er umfasste meine Taille und hob mich hoch, fallen lief er mich mitten im Bett mit ihm über mir. Ich realisierte kaum das Klicken der Handschellen, als seine Hand erneut die Kette packte. Er hob sie über meinen Kopf, er würde doch nicht ... Er befestigte sie am Bett. Darauf folgte meine andere Hand, die er mit einer weiteren Schelle befestigte. Das war nicht sein ernst. Ich wollte protestieren, ich konnte nicht ... Es machte mich an.
Ich wusste nicht mal den Namen des Kerls, dennoch würde ich Sex mit ihm haben. Obwohl ich ihn lieber Ohrfeigen und davon laufen sollte. Ich schluckte schwer, als er sich von mir löste, um sich aufzurichten. Er zog sein schwarzes Shirt aus und schmiss es zur Seite. Ich wollte ihn berühren, was sich durch die Fesseln deutlch erledigte. Mein ganzer Körper kribbelte, ich sog leicht an den Handschellen. Es schürte meine Lust, ihn nicht berühren zu können.
Nun lag er frei und mein Blick auf seinem nun nackten Oberkörper. Was mich nur weiter stichelte. Er war gut trainiert, so wie man es sich als Frau wünschte. Die Abenddämmerung brachte ihn vollkommen zur Geltung. Das Lichtspiel umhüllte jede einzelne Erhebung. Mein Blick glitt langsam hinab, ich ließ ihn nicht kalt. In seiner Hose war eine deutliche Beule zu sehen. Ich musste grinsen, er sah gewaltig aus. Wenn der mich nicht zum Schreien brachte, wusste ich auch nicht. Er kam wieder näher und beugte sich über mich.
„Wo bleibt dein Protest, Needy?“ Er machte sich über mich lustig! Wo er blieb!? Wahrscheinlich vor der Tür! Dort wo ich ihn verlohen hatte.
„So willst du mich zum Schreien bringen?“, fragte ich spöttisch. Denn ich konnte es mindestens genau so gut wie er.
Er knurrte. Endlich, legten sich seine Lippen auf meine, wenn auch nur um mich zum Schweigen zu bringen ... Meine Kampfansage schien ihm nicht zu gefallen, er erhöhte das Tempo, genau, wie den Druck den er auf mich ausübte. Mein Rock flog im hohen Bogen, die Hose hinterher. Uns trennte nur noch der Dünne Stoff meines Slips. Doch das Einzige, woran ich denken konnte, war sein Geschmack.
Es war hinreißend. Seine Zunge machte keine halben Sachen, drückte mir sein Willen auf und bestimmte das Tempo. Er schmeckte leicht bitter, rauchig und etwas was mich an den Wald erinnerte. Er verhielt sich Wild und ungezähmt. Eigenschaften, die ich an einem Mann, nie hatte erfahren wollen.
Ich stöhnte auf, mit einem Ruck spürte ich eine kühle Brise. Ein Stoß folgte und ließ mich spüren, dass der Mann wohl nicht mehr lang fackeln wollte. Seine Lippen lösten sich von Meinen, seine Hand grub sich in meine Haare und riss meinen Kopf zurück. Mein Hals war entblößt. Dann tat er es. Mit einem Ruck war er in mir und ich kurzzeitig schmerzerfüllt. Ich war wohl doch nicht so bereit wie ich sollte. Doch er ließ sich keine weitere Zeit. Ein Stoß nach dem anderen ließ den Schmerz verklingen. Sodas ich schnell mit dem Stöhnen begann.
Der Mann wusste offensichtlich, was er tat. Das erste Mal war es sicher nicht, dass er eine Frau so nahm. Mit jedem Stoß wurde es härter, er nahm keine Rücksicht, was mich erkalten lassen sollte, doch stattdessen entfachte es mich nur noch mehr. Ein angenehmer Schmerz durchfuhr mich bei jedem Ruck. Mein Stöhnen verließ unkontrolliert.
Würde ich schreien? Würde ich ihm den Gefallen tun?
Er spreizte meine Beine Weiter und drückte sie leicht hoch, so hatte er mehr Spielraum. Er machte mich wahnsinnig. Ich versuchte mich aus seinem Griff zu lösen, um ihn noch einmal zu schmecken, doch er ließ mich nicht. Etwas sagte mir, das er den Kuss nicht noch einmal wiederholen würde.
Seine Hand sie mich nicht gefangen hielt, wanderte über meinen Körper. Verweilte mal dort, mal woanders. Er nahm mich wild und rücksichtslos, bis er sein Ziel erreichte.
Als der Höhepunkt näher kam, konnte ich kaum noch an mich halten. Ich versuchte es mit aller Macht zu unterdrücken, was ihn nur noch wilder werden ließ. Sein Griff war fest und schmerzte. Ich würde sicherlich blaue Flecke davon tragen. Als es so weit war, schrie ich erstickt auf, was ihn zum Kommen brachte.

Als ich zu mir kam, stand er gerade auf. War ich bewusstlos geworden? Kein Wunder! Dieses Spiel hatten wir schon fünf Mal getrieben. Ich war am Ende, atmete schwer und würde gleich nochmal in die Besinnungslosigkeit fallen. Die Handschellen waren fort, ich rieb mir die Wunden Handgelenke.
„Wenn ich wiederkomme, bist du fort.“ Meine Kinnlade viel hinab. Bitte was!? Damit verschwand er durchs Wohnzimmer, das vom Schlafzimmer mit einer Schiebetür getrennt wurde, in ein anderes Zimmer. Sekunden später hörte ich die Dusche. Ich wusste nicht, wieso ich fassungslos über seine Reaktion war, immerhin sprach alles dafür, und dennoch war ich es. Was hatte ich überhaupt geglaubt? Dass der wahnsinnige Sex, den ich eben zum fünften Mal nacheinander erleben durfte, mehr war als nur, einmalig war?
Ich sprang auf, meine Beine schrien auf. Das hielt mich nicht ab, in Windeseile war ich angezogen. Wut kam in mir hoch.
Arschloch! Schrie alles in Dauerschleife in mir. Ich atmete tief durch und packte die Matratze. Das würde ihm eine Lehre werden. Ich war nicht zu bremsen, geschweige das ich einen klaren Gedanken fassen konnte.
Voller Wut schleppte ich das Teil der Schande gegenüber zum Balkon. Die Tür glitt lautlos auf. Mit Schwung schmiss ich sie hinab, ein dumpfes Geräusch war zu hören. Es krachte, was wohl bedeutete, ich hatte Mülltonnen mit umgerissen, noch besser.
Ich sah zurück, die Tür zum Bad war weiterhin verschlossen. So schnell ich konnte, nahm ich meine Tasche und war raus. Die Tür hinter mir knallte ins Schloss. Wütend über ihn, doch auch besonders über mich, stampfte ich die Treppe hinab, einige Typen beäugten mich belustigt. Sie bekamen von mir meinen schönsten Finger, womit ich zum Tor auch schon hinaus war.
Katys Auto war fort. Wunderbar! Ich stand sowieso so unter Strom, dass ich den Weg mit Leichtigkeit wenigstens zur Hälfte schaffen würde. Ich stürmte durch das Zauntor und ging die Straße entlang. Mit einem Blick nach rechts sah ich, dass man von meiner Position, die Balkone wunderbar sehen konnte. Wieso hatte ich sie eben nicht gesehen? Der Mann stand nass draußen, ein anderer war neben ihm. Als die beiden zu mir rüber schauten, sah der Freund meines Lovers belustigt aus. Ich spießte sie mit einem Mittelfinger ab und wendete mich ab. Einen weiteren Blick würden sie von mir nicht bekommen.
Meinen Ex Lover hatte ich nicht angesehen, ich traute mich nicht. Fast im Laufschritt ließ ich das Gewerbegebiet hinter mir. Zumindest der Dunst war vollkomen verschwunden, das benutzte Gefühl hingegen, wäre nicht so leicht abzuschütteln.
Ich brodelte. Was hatte ich nur getan? Wie kam ich nur auf die Idee, mit ihm zu schlafen!
„Ich werde dich nie wieder ignorieren“, quetschte ich zwischen zusammengepresste Zähne hervor. Gemeind war mein Bauchgefühl. Das nächste Mal würde ich den Teufel tun und hinausgehen. Ich würde mich verschanzen und abwarten!
„Mann!“, schrie ich auf als mir die Tasche aus der Hand viel, ich trat nach ihr. Hatte ich wirklich so sehr die Kontrolle verlohen? Mir war zum Heulen.
Ich schnaubte, nichts der gleichen würde ich tun! Ich war nicht hilflos! ... Oder doch? Bei ihm war ich es gewesen. Hilflos, allein, gefangen. Es hatte mir eine andere Seite gezeigt, an mir. Ich war noch nie so scharf gewesen, wie unter diesem Mann. Dessen Name ich immer noch nicht kannte! Ich trat noch mal zu.
„Verfluchtes Arschloch!“, schimpfte ich zum Himmel. „Nie wieder!“ Damit machte ich mich auf den Weg nach Hause, alleine und verletzt.

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beta
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