25.1.17

Fantasy: Fremder, Pflicht, Wunde, Stimmung

Wir Elfen wohnen in hölzernen Wohnungen in den Bäumen. Die Aufgabe von uns Elfenfrauen ist vor allem das Kochen und das Heilen und Pflegen von Verletzten.
Ich war gerade auf dem Weg zu unserer Wasserquelle. Dazu musste ich von den Wohnungen hinab auf den Waldboden kommen. Auf dem Weg hinab sah ich in die Baumwipfel. Durch die Blätter fiel das Licht der Sonne und verbreitete eine angenehme Stimmung. Als ich schließlich unten angekommen war, sah ich in einiger Entfernung eine dunkel gekleidete Person an einem Baumstamm sitzen. Sie hatte ihren Oberkörper nach vorne gebeugt. Ich ging etwas näher heran und konnte daraufhin das Wesen als Menschen-Mann erkennen. Ich war noch einige Meter von ihm entfernt, blieb stehen und fragte ihn: "Wer seid Ihr? Und was sucht ihr hier?"
Der Mann hob seinen Kopf und sah mich an. "Ihr seid eine Elfen-Frau. Könnt Ihr mir helfen? Ich bin von Goblins überfallen wurden. Zwar konnte ich sie alle töten, aber nicht ohne selbst etwas abbekommen zu haben." Nun hob er seinen linken Arm, der auf dem Bauch gelegen hatte. Zum Vorschein kam eine tiefe Wunde. Das Blut war schon dunkel, deshalb musste der Überfall schon einige Zeit her sein. Wahrscheinlich hatte er sich dann noch hier her schleppen können. Ich ging einen Schritt auf ihn zu und sagte: "Ich erachte es als meine Pflicht, Euch zu helfen." Dann lief ich die letzten Schritte auf ihn zu. Ich kniete mich neben ihn und fing an, seine Wunde zu begutachten.
Plötzlich kam Leben in den Fremden. Blitzschnell zog er das Messer aus seinem Gürtel und drückte es mir an die Kehle. "Rühr' dich nicht, Elfenweib", zischte er.

Kommentare

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    Oh! Diese Kürzestgeschichte nimmt eine überraschende Wendung! Gut gemacht!

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Feenstaub

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