3. Annäherung

Alex nutzte kurze Zeit später den Umstand eines bereits schlafenden Liebesdieners aus, um ihn endlich anfassen zu können. Als er noch wach gewesen war, hatte sie sich das nicht getraut, weil sie nicht wollte, dass er sofort auf Abstand ging, wie Sandro es getan hatte. Eigentlich glaubte sie nicht, dass Valentin das tun würde. Ihre flüchtigen Berührungen hatte er bisher akzeptiert und war ansonsten zuvorkommend gewesen.
Vorsichtig strich sie über seinen Arm, über die Schulter und über seinen Rücken. Überall fühlte sich die Haut weich und zart an. Optisch und vom ersten Eindruck her war Alex zufrieden mit ihrer Wahl. Ihr Host war außerordentlich hübsch. Seine anderen Qualitäten jedoch musste sie erst testen. Mit einem verschmitzten Grinsen schob sie ihre Hand unter den Hosenbund seiner Schlafshorts und befühlte den Hintern. Wirklich knackig und fest. Ein richtiger Apfel-Po.

Als Valentin registrierte, dass seine Herrin ihn berührte, stellte er sich weiter schlafend, denn er befürchtete, wenn sie sein Aufwachen bemerkte, würde sie bestimmt mehr wollen. Dazu fühlte er sich nach einem Tag bei ihr noch nicht bereit. Aber ihr sanftes Streicheln gefiel ihm. Vor allem am Rücken jagte es wohlige Schauer durch ihn hindurch. Allerdings war es ihm an seinem Allerwertesten unangenehm. Zum Glück fasste sie ihn dort nur kurz an. Doch ihre Finger verweilten nicht an seiner Rückseite. Sie wanderten von der Leiste über seinen Bauch, in tiefere Regionen. Die Fingerspitzen erreichten seine Scham, befühlten vorsichtig sein schlaffes Glied, das zu seiner Verwunderung sogar reagierte. Er blieb regungslos liegen und wartete ab. Als Nächstes umschlossen ihre Finger seinen halberigierten Schaft und massierten leicht die freiliegende Eichel. O Gott! Das starke Ziehen im Unterleib überraschte Valentin regelrecht und wie sein Kleiner in ihrer Hand immer praller wurde. Zum Glück hatte er ihr den Rücken zugewandt, sonst würde sie sehen, wie er die Lippen zusammenkniff, um nicht zu seufzen.
Ihn verwunderte es wirklich, dass er diesmal so schnell erregt wurde, doch ihre Berührungen waren sanft und zärtlich im Gegensatz zu dem lieblosen Rubbeln seines besten Stücks im Host-Center. Ihre Hand ließ ab und fuhr langsam über seinen Bauch wieder nach oben. Er wusste nicht, ob er es begrüßen oder bedauern sollte, dass sie nicht weitermachte, aber dann hätte er ein Stöhnen kaum unterdrücken können und sie auf jeden Fall bemerkt, dass er nicht mehr schlief. Jedenfalls freute er sich, dass sein Kleiner so gut mitspielte, denn er wollte seine Herrin beim ersten Sex keinesfalls enttäuschen.

Alex war sich nicht sicher, ob Valentin tatsächlich noch schlief, da er nicht mehr tief und gleichmäßig atmete. Daher ließ sie vorsichtshalber von ihm ab, aber grinste zufrieden, weil er, entgegen den Angaben, doch schnell erregt wurde und die Größe auch ordentlich zu sein schien. Sie wollte deswegen nicht lange darauf warten mit ihm zu schlafen. Am Abend war es ihr wirklich schwergefallen, ihn nicht zu befingern. Er war einfach so anziehend und verführerisch. Sie nahm sich vor, morgen schon mutiger zu sein.

Beim Aufwachen am nächsten Morgen musste sich Valentin zuerst orientieren, wo er überhaupt war. Als er die Augen aufschlug, fand er sich in einem abgedunkelten Schlafzimmer, in einem bequemen Bett mit weißer Bettwäsche wieder und niemand hatte ihn geweckt. Ausschlafen war völlig ungewohnt für ihn. Das hatte er seit seiner Kindheit nicht mehr erlebt. Im Heim und im Host-Center musste er immer früh aufstehen.
Er ging erst einmal rüber in das Bad seines Zimmers, um sich fertig zu machen, und schaute danach in die Küche runter, von wo er klappernde Geräusche hörte.
Dort begrüßte ihn Joe bereits gutgelaunt: „Guten Morgen, Valentin. Anscheinend gut geschlafen.“ Grinsend warf der Diener einen Blick auf die Küchenuhr.
„Ja, danke. Ich kann sonst nie ausschlafen!“
Joe zeigte auf das Gedeck, das auf dem Küchentresen stand. „Kaffee, Rührei mit Speck oder sonstige Wünsche?“
Der Host begnügte sich mit Kaffee und Toast.
Solange Valentin frühstückte, setzte sich Joe dazu. „Und wie ist dein erster Eindruck?“
„Sehr gut. Alex scheint nett zu sein.“
Der Bedienstete nickte. „Ja, das ist sie. Und gar nicht streng. Ich muss nachher einkaufen gehen. Du kannst mit, wenn du willst.“
Valentin schluckte einen Bissen Toast hinunter. „Darf ich das überhaupt?“
Joe erwiderte: „Mrs. Taylor hat es erlaubt. Ich hab sie gefragt, bevor sie zur Arbeit fuhr. Normalerweise dürft ihr nur in Begleitung eurer Herrinnen in die Öffentlichkeit. Aber ich denke, bei dir gibt es da keine Probleme.“
„Warum nicht?“
Joe lachte. „Nimm es mir nicht übel, du siehst eher wie ein Hausdiener aus. Aber glaub mir, das ist draußen nur von Vorteil. Manche Frauen sind echt dreist, wenn sie mitbekommen, dass du Eier hast. Sie meinen du bist Freiwild, wenn keine Herrin in der Nähe ist und wollen dich vernaschen.“
Valentin bekam vor Erstaunen große Augen. „Wirklich? Dann bleibe ich lieber hier.“
Joe winkte ab. „Keine Sorge. Dir wird das bestimmt nicht passieren.“
Nach kurzem Schweigen fragte der Liebesdiener: „Wie lange bist du schon hier?“
Sein Gegenüber fuhr sich durch die dunkelbraunen, kurzen Haare. „Hm, vier Jahre bereits.“
Valentin fiel abermals auf, dass der andere sicher nicht von vornherein Bediensteter gewesen war. Dazu sah er zu gut aus und besaß noch relativ männliche Merkmale. Zwar weichere Gesichtszüge, aber immer noch ein kantiges Kinn und einen gut gebauten Körper. Wahrscheinlich war er für irgendetwas bestraft worden.
„Und davor?“
Joe zögerte und seufzte. „Ich war früher in der Zucht. Die Aufseherinnen standen total auf mich. Na ja, und dort habe ich es zu wild getrieben, eine hat nicht dichtgehalten und dann machte es schnipp schnapp.“
Valentin verzog bestürzt das Gesicht. „Das ist ja schrecklich.“
Joes Miene verhärtete sich: „War es auch. Ich musste dabei zusehen. Wenigstens bekam ich eine Betäubung, im Gegensatz zu Vergewaltigern. Danach wurde ich sofort in die Dienervermittlung verlegt. Plötzlich waren andere Kenntnisse gefragt. Anfangs wollte ich nicht mehr leben und all das. Mit der Zeit fand ich mich eben damit ab und erkannte, dass ich im Prinzip freier war als vorher. Im Gegensatz zu euch darf ich mich draußen aufhalten, wann ich will.“ Er blickte sich um. „Und so bin ich bei Alex gelandet. Darüber bin ich sehr froh. Sie schlägt uns nicht und meckert selten.“
Valentin räumte seine Tasse und den Teller ins Spülbecken. „Ja, sie erscheint mir ganz nett zu sein.“
Joe war überrascht. „Schon satt? Oder möchtest du noch was anderes?“
Der Liebesdiener schüttelte den Kopf. „Nein danke, ich bin wirklich satt.“
Der Bedienstete musterte Valentin genauer. „Und du? Warst du nicht gut genug für die Zucht? Mit deinem Aussehen! Ein fast perfektes Gesicht, außergewöhnlich helle Haare und extrem blaue Augen. Von so einer Tochter träumt doch jede.“
Achselzuckend erwiderte der Jüngere: „Keine Ahnung. Ich war nach dem Heim immer bei den Hosts.“
Joe schmunzelte. „Wie weit ist sie mit dir eigentlich schon?“ Seufzend fügte er hinzu: „Ach, ich will es gar nicht wissen.“
Valentin war kurz verwirrt, aber dann begriff er, was der Diener meinte. Verlegen starrte er auf die Tischplatte: „Äh, wir haben noch nicht.“ Sein Gegenüber schien erleichtert zu sein, aber sagte mit einem bitteren Unterton: „Na ja, sicher bald. Dazu hat sie dich ja schließlich gekauft.“
Valentin fand den Gedanken gar nicht mehr so beängstigend. Alex war attraktiv, sexy und anscheinend zärtlich. Zumindest ließen ihre ersten Erkundungen seines Körpers darauf schließen. Daher könnte er es fertigbringen, sie zu beglücken. Vielleicht wollte sie bereits heute Abend.
„Ich hab ein wenig Bammel davor. Ob ich es bringe und ob ich sie zufrieden stelle.“
Joe erwiderte zuversichtlich: „Ach, bestimmt. Von deinem Vorgänger hatte sie gar nichts bekommen. Der war aus den Wäldern.“
„Was für Wälder?“
„Die sind ganz im Norden. Da leben die Rebellen. Das sind geflüchtete Männer und Frauen, die das System kritisieren. Die haben sich dort zusammengeschlossen, um wieder wie früher zu leben. Also, wie vor den Geschlechterreformen. Daher wollte er sich nicht mehr unterordnen und bei einer passenden Gelegenheit ist er geflohen.“
Jake kam gerade in die Küche. „Ja, dieser Arsch. Er hat mich einfach zurückgelassen. Hauptsache er entkommt. Dort leben seine Frau und seine drei Kinder. Sandro hat mir alles erzählt. Einer der Fangtrupps hatte ihn erwischt und so landete er abermals im Host-Center. So kam er dann hierher, aber hat sich von Alex nichts sagen lassen. Daher lief da auch nichts. Na ja, und dann wollte er mal zu ihrer Freundin und ist von dort getürmt. Keine Ahnung ob er durchgekommen ist. Vermutlich schon, denn er ist bereits das zweite Mal abgehauen.“
Valentin hörte das alles zum ersten Mal. Es gab also tatsächlich Männer, die in Freiheit lebten. Nur fragte er sich, ob dieser Sandro noch einen anderen Grund gehabt hatte. „Hat Alex ihn schlecht behandelt?“
Jake schüttelte den Kopf: „Nein, dazu hatte sie zu viel Angst vor ihm. Der hätte zurückgeschlagen, hatte sich auch gegen die Aufseherinnen gewehrt.“
Für den Neuen war das unbegreiflich, wie man diesen Mut aufbringen konnte. Er wäre dazu nie fähig gewesen, hatte es nie gekonnt. Zu groß war die Angst vor Strafen und Schikanen.
„Da ist er wohl sehr mutig gewesen.“
Jake stimmte zu: „Ja, er hat sich hier um mich gekümmert. Ich kam fast zur selben Zeit in Alex Haushalt. So vor ‘ nem halben Jahr.“
Valentin lehnte sich an den Tresen und betrachtete den jungen Hausdiener eingehender. Jake war schmächtiger als er und wahrscheinlich Bediensteter geworden, da er nicht attraktiv genug für den Liebesdienst gewesen war. „Dann ist es ja noch nicht lange her. Es lag aber nicht an Alex, dass er abgehauen ist?“
Joe entgegnete: „Nein, sie hat ihm nichts getan. Bestimmt hätte sie ihn bald zurückgebracht.“
Valentin meinte sorgenvoll: „Ich hoffe, dass sie mich nicht zurückbringt. Ich will unbedingt hierbleiben.“
Joe zuckte die Schultern. „Warum sollte sie?“
„Na ja, wenn sie mit mir nicht zufrieden ist.“
Der Dunkelhaarige klopfte ihm freundschaftlich auf den Rücken. „Sicher wird sie das. Du bist ja nicht wie Sandro. Dann mach dich mal fertig, damit wir einkaufen gehen können.“
Valentin sah an sich herunter. „Sind die Klamotten in Ordnung? Ich muss nur noch Schuhe anziehen.“
Joe begutachtete die sportlichen Shorts und das Shirt. „Ja die Shorts sind perfekt. Da sieht man nicht, was du in der Hose hast.“ Dabei lachte er kurz auf.

Dem Liebesdiener war es auf der Fahrt zum Supermarkt ein wenig unwohl wegen Joes Bemerkungen, dass er keiner hinterherschauen sollte. Waren die Frauen draußen genauso schlimm wie im Block C? Wollten sie wirklich gleich Sex, wenn sie einen nicht kastrierten Mann trafen? Valentin wäre komplett überfordert, wenn ihn eine anmachen würde, wo er doch froh war, den Nachstellungen durch die Wächterinnen entgangen zu sein.
Schließlich fuhren sie auf den riesigen Parkplatz des Marktes und während Joe einparkte, sah er sich interessiert um. Auf den Autofahrten hatte er bisher viele knapp bekleidete Frauen gesehen. Meistens mit sehr kurzen Röcken oder Shorts und engen Tops. Aus dem Host-Center war er nur Uniformierte gewohnt. Da für ihn alles schon ewig her war, kam ihm die Welt draußen total neu und spannend vor. Solange Joe den Einkaufszettel aus der Hosentasche kramte, beobachtete Valentin die Damenwelt. Die meisten Frauen, die hier selbst einkauften, hatten keine Hausdiener zu Hause, gehörten zur Mittelschicht. Da sie sich erst recht keinen Host leisten konnten, versuchten einige, wenn sie einen potenten Diener entdeckten, etwas umsonst zu bekommen. Vorausgesetzt sie wollten überhaupt einen Mann. Gleichgeschlechtliche Beziehungen galten in dieser Gesellschaft durch den Männermangel als die Regel, aber manche Frauen reizte es trotzdem, das einmal auszuprobieren. Auch wenn Sex mit einem Mann eher verpönt war.
Als sie durch die Gänge des Marktes spazierten und der Joe immer wieder etwas in den Wagen packte, betrachtete Valentin viele Diener die hier für ihre Herrinnen einkauften und auch viele Frauen selbst. Diese wirkten so harmlos und normal, waren nur mit ihren Einkäufen beschäftigt und nahmen keine Notiz von ihm.
Das beruhigte den unsicheren jungen Mann und er richtete schließlich seine ganze Aufmerksamkeit auf die unzähligen leckeren Dinge, die es hier gab. Valentin machte es riesigen Spaß in den unzähligen Produkten zu stöbern. Die Regale erschienen ihm endlos und das Angebot erschlug ihn regelrecht. Vor allem bei den Süßwaren quollen ihm die Augen über. Seit seiner Kindheit hatte er keine Schokolade mehr gegessen. Er griff nach verschiedenen Tafeln und betrachtete die Packung, bis Joe ihn ansprach: „Möchtest du eine?“
Erschrocken zuckte der Hellblonde zusammen, weil er den anderen nicht bemerkt hatte. Unsicher sah er ihn an. „Darf ich das denn essen?“
Joe lächelte. „Ich denke schon. Sandro durfte es auch. Solange du nicht übertreibst. Nehmen wir mal eine Tafel mit.“
Valentin strahlte wie ein kleiner Junge und suchte sich eine Sorte aus. „Ich hatte ewig keine mehr.“
Der andere nickte wissend. „Ja, so erging es uns allen. Nur gesunde Dinge und viel Training.“
Die ungefähr zwanzig Kassen kamen für Valentin zu schnell.
Nachdem er Joe geholfen hatte, den Einkauf in den Kofferraum des SUV zu laden, machten sie sich auf die Heimfahrt und der Ältere tröstete ihn damit, dass sie noch sehr oft einkaufen gehen würden.
„Na, das lief ja prima mit dir. Keine hat dich betatscht oder angesprochen. Aber einige haben dich schon abgecheckt. Durch deine hellen, langen Haare fällst du halt auf und für einen normalen Diener bist du zu hübsch. Na ja, falls eine mal nachfragt, bist du eben impotent gewesen und deswegen Diener geworden.“
Joe ahnte nicht, dass er Valentin mit dieser Aussage wieder ins Grübeln brachte. Der Junge sorgte sich abermals darum, Alex zu enttäuschen. Sie gefiel ihm und er hatte keine Angst mit ihr intim zu werden, nur vor dem Versagen. Leider konnte er Joe nicht fragen, was Alex für sexuelle Vorlieben hatte. Er hoffte, dass sie ihn nicht ans Bett fesselte wie die Aufseherinnen oder ihn schlug oder sonstige beängstigende Dinge mit ihm anstellte.
„Du bist so still. Habe ich was Falsches gesagt?“
Valentin schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin nur froh, dass keine auf mich zugekommen ist. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass mich jemand beobachtet. Ich war so mit Umschauen beschäftigt.“
Joe lachte. „Klar. Das ist ja alles neu für dich.“
Im Haus zurück half er Joe beim Einräumen des Einkaufes und schielte immer wieder zu der Schokolade, die noch auf dem Tresen lag. Valentin war unsicher, ob er sie öffnen durfte, und verkniff es sich lieber. Der Hausdiener bemerkte seine Blicke und grinste. „Jetzt mach sie schon auf! Ich seh doch, wie dir bereits das Wasser im Mund zusammenläuft. Du kannst ja mal ein Stück probieren und später Alex fragen. Falls sie etwas dagegen hat, nehme ich das auf meine Kappe. Okay?“
Das ließ sich der Jüngere nicht zweimal sagen und riss ungeduldig die Packung auf, wickelte ein wenig von der Alufolie ab und brach sich ein Stück herunter. Zuerst schnupperte er ein bisschen daran, schob es sich in den Mund und ließ die Schokolade ein wenig auf der Zunge zergehen. Sie erschien ihm zwar sehr süß, doch es schmeckte himmlisch. Genüsslich lutschte er darauf herum, fand es herrlich cremig und musste den Rest einfach kauen. Er konnte sich nicht beherrschen das Stück langsam zu essen. Am liebsten würde er jetzt weiter essen, aber faltete das Papier wieder um die Tafel und legte sie in einen der Küchenschränke. Vielleicht erlaubte Alex ihm noch mehr davon.

Am Abend, als Valentin die Haustür hörte, sprang er sofort vom Sofa auf, ließ sein Buch dort liegen und begrüßte seine Herrin: „Guten Abend, Alex! Wie geht es Ihnen?“
Sie schlüpfte aus ihren Pumps: „Hallo Valentin. Danke gut.“ Sie kam lächelnd auf ihn zu, strich mit einer Hand über seine Wange: „Wenn ich dich sehe, viel besser.“
Verlegen senkte er den Blick und bekam noch mit, wie sie die Treppe hochging.
Er fand, dass sie in ihrem Etuikleid ziemlich sexy aussah. Sie zog sich wohl immer gleich um, wenn sie von der Arbeit kam. Valentin half Joe ein bisschen bei der Vorbereitung des Essens und trug die Schüsseln auf den Tisch der Terrasse. Er betrachtete zufrieden den gedeckten Tisch und zündete ein paar Kerzen an.
Kurz darauf betrat Alex in einem Trägerkleid die Terrasse, er schob ihr den Stuhl zurecht und nahm gegenüber Platz.
„Hast du eingedeckt?“, fragte sie neugierig.
„Teilweise. Ich habe Joe geholfen.“
Sie nickte lächelnd. Valentin beugte sich zu den Schüsseln, schöpfte seiner Herrin von allem etwas auf den Teller und machte dann bei sich weiter.
Später, beim Lümmeln auf dem Sofa, bat Alex ihn darum, ihr den Rücken zu kraulen. Okay, das war harmlos und so begann Valentin über ihre Schultern und über ihren Rücken zu streichen. Nebenher verfolgte er das Geschehen im Fernsehen und fuhr mit der Hand rauf und runter. Ihre freiliegende Haut an Schultern und am oberen Rücken fühlte sich weich und glatt an.
Alex wollte, dass er auch ihren Nacken kraulte und so kam er ihrem Wunsch nach. Immer wieder seufzte sie genüsslich. „Ach, tut das gut. Du machst das prima. Deine Finger sind so schön zart.“ Sie lehnte sich weiter zurück, bis ihr Rücken sich an seinen Oberkörper schmiegte. Valentin massierte einfach weiterhin mit einer Hand ihren Nacken und empfand ihre extreme Nähe nach kurzer Zeit schon nicht mehr als unangenehm.
Seine Herrin nahm seine andere Hand und spielte mit seinen schlanken, langen Fingern. Dann strich sie sacht über seinen Handrücken und an seinem Unterarm entlang. Valentin gefielen diese zarten Berührungen, sie verursachten ein wohliges Kribbeln auf der Haut und er hoffte, sie würde ihn ebenfalls eine Weile streicheln. Seufzend lehnte sie sich nun auch mit dem Kopf an seine Brust, holte seinen anderen Arm noch nach vorn und kuschelte sich so dazwischen.

Alex spürte, dass sich ihr Diener dabei verkrampfte. War ihm das schon zu viel Nähe? Sie blieb einfach in seinen Armen liegen und sah weiter fern. Es war für sie bereits ein großer Erfolg, dass er dies am zweiten Abend zuließ. Valentin war da entgegenkommender, aber auch ziemlich schüchtern. Das machte ihn noch liebenswerter. Er war so süß und sie war stolz so einen hübschen Diener ergattert zu haben. Er war fürsorglich, kümmerte sich um ihr Wohl. Da hatte sie anscheinend diesmal die richtige Wahl getroffen.
Sie genoss seine körperliche Nähe. Die Körperwärme, den Duft nach Duschgel vermischt mit seinem leicht herben Geruch und das Spüren seiner Atemzüge an ihren Schultern. Müde und zufrieden schloss sie die Augen.

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beta
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