3. Kapitel

Ihm war kalt. Und dass, obwohl er selbst jetzt im Hochsommer einen Anzug anhatte. Das verlangte sein Arbeitgeber. Verwunderlich war nur, dass ihn fror. Vielleicht half Bewegung weiter. Als er ein Stückchen umherlaufen wollte, reagierten seine Beine nicht. Intuitiv wollte er den Blick nach unten senken, doch der Kopf ließ sich nicht mehr bewegen. Nach und nach erprobte er alle Körperteile auf Bewegungstauglichkeit. Die erschütternde Antwort war: Kein einziger Muskel rührte sich. Sein Körper wollte einfach nicht mehr reagieren. Merkwürdigerweise schienen aber fast alle Sinne noch zu funktionieren. Er hörte den Straßenlärm, roch den Duft frischer Brötchen aus der nahegelegenen Bäckerei und konnte auch sehen. Da ihm weder sein Kopf noch seine Augen gehorchten, hatte er ein eingeschränktes Blickfeld. Schmecken war vermutlich auch nicht möglich – sein Mund war geschlossen und ließ sich auch nach vermehrter Anstrengung nicht öffnen. Und fühlen? Alles, was er fühlte, war diese entsetzliche Kälte. 'Wenn das so bleibt, muss ich vielleicht erfrieren', schoss ihm durch den Kopf. Schließlich stellte er sich auch die Frage, wo er sich zurzeit befand. In seinem Blickfeld waren einige Läden zu erkennen und der Duft frisch gebackener Brötchen erreichte seine Nase. Er war eindeutig in der Innenstadt. Ein wichtiger Termin führte ihn hier her, fiel ihm ein. Den konnte er nun vergessen, sein nicht reagierender Körper hinderte ihn daran. Angst stieg in ihm auf. Was war nur passiert? Doch er konnte diesen Gedanken nicht zu Ende denken, der Klang herannahender Polizeisirenen hinderten ihn am klaren Denken. Ein Streifenwagen kam in sein Blickfeld, verlangsamte seine Fahrt und hielt schließlich vor der Bäckerei. Kurz darauf kamen zwei Frauen aus dem Geschäft, der Kleidung nach Angestellte des Geschäfts. Sie unterhielten sich kurz mit den Beamten. Eine der Frauen zeigte schließlich in seine Richtung. Daraufhin kamen zwei der drei Polizisten zu ihm.

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