Ich sehe denn Arzt fassungslos an. Seine Worte hallen in meinen Ohren wieder, doch realisieren, was diese Worte bedeuten kann ich nicht. Will ich nicht. Das ist nicht wahr, ich träume. Ja ich träume. Ich werde gleich in meinem gemütlichen, warmen Bett aufwachen und alles wird so sein wie immer. Ich zwicke in meinen Arm. Doch der Schmerz ist real, zu real. Es ist kein Traum. Ich werde sterben, schon bald. Alll die Dinge die ich vor hatte, all meine Träume und wünsche werde ich nie verwirklichen können. " Wie lange werde ich noch haben?" frage ich mit krächzender Stimme, die Worte bringe ich kaum über meine Lippen. " Etwa 3 Monate, mit einer Chemotheraphie bestünde die Möglichkeit dass ihnen mehr Zeit bleibt." sagt der Arzt. Ich stehe auf und ohne ein Wort verlasse ich das Sprechzimmer, meine Schritte werden immer schneller, bis ich renne. Ich renne aus dem Krankenhaus, renne weg von der tatsache, das mein Leben nur noch 3 Monate dauern soll. 3 Monate sind nichts. Wie soll ich in 3 Monate all meine Träume und Ziele verwirklichen? Keuchend bleibe ich stehen, ich habe heftiges Seitenstechen. Als ich mich wieder auf meine Umgebung fokusiere bemerke ich, dass ich vor meiner Haustüre stehe. Ich nehme meine Hausschlüssel und schliesse die Eingangstüre auf. Ich laufe in den 5 Stock, froh als ich endlich meine Haustüre aufschliesse.Die Schlüssel werfe ich auf die Kommode, die Schuhe achtlos in die Ecke. Ich schmeisse mich auf das Sofa. Ich schalte den Fernseher ein. Eine lachende Frau sieht mir entgegen, ich zappe weiter. Alles so belangloses geschwätze welches mit der Realität nichts zu tun hat. Diese ganze falsche Fröhlichkeit geht mir gegen den Strich. Ich schalte den Fernseher aus und schliesse meine Augen. 
Ich weiss nicht wie lange ich geschlafen habe, bis mich ein sanfter Kuss weckt. Langsam öffne ich meine Augen mein Freund sieht mich an. «Und? Was hat der Arzt gesagt?»fragt er mich. Ich richte mich auf und sehe ihm tief in die Augen. «3 Monate.»sage ich. Er sieht mich fragend an. «Ich habe noch 3 Monate zu leben.»sage ich leise. Tränen laufen über seine Wangen, der Schmerz in jedem Gesichtszug. «Wein nicht, bitte.»bitte ich ihn leise, auch ich kann meine Träne nicht zurückhalten. «Das werden die 3 besten Monate deines Lebens.»sagt er zu mir und küsst mich zärtlich. «Wenn ich dich nicht hätte wüsste ich nicht was ich jetzt tun sollte.»flüstere ich. Er küsst mich wieder zärtlich und ich weiss, dass auch wenn ich nur noch 3 Monate zu leben habe, dass ich nichts nachtrauern muss was ich nicht getan habe. Den es werden die schönsten letzen 3 Monate meines ganzen Lebens.

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