9. It's Partytime

Las Vegas, 2066

Seit Magnus Machtübernahme der Stadt, war fast ein Jahr vergangen. Er hatte den vorigen Herrscher Alexeij besiegt, vernichtet und dessen Reich geerbt. Das Geschäft mit dessen Clubs lief weiterhin sehr gut und Magnus war ein geachteter Herrscher geworden. Viele Unsterbliche zog es aus Neugierde nach Vegas, da es sich in ihren Kreisen herum gesprochen hatte, dass dort ihre Art die Fäden in der Hand hielt. Dabei besuchten sie am liebsten diesen Club, in dem sie von Sterblichen trinken konnten. Das war etwas Neues in ihrer Welt und viele wollten es einfach einmal ausprobieren. Er hieß „Velvet" und war, wie der Name schon ausdrückte, viel mit Samt eingerichtet. Lauschige Sitzgruppen und viele Separées für das Trinken. Die Unsterblichen konnten sich unter den menschlichen Angestellten, jemanden aussuchen und sich dann mit demjenigen in eines der Separées zurückziehen. Ob es bei einer kleinen Kostprobe blieb, oder der Sterbliche ganz ausgesaugt wurde, hing vom Gast ab und wurde danach entsprechend in Rechnung gestellt. In einer Metropole, wie Vegas, war der Nachschub an Angestellten, kein Problem.

In zwei Nächten gaben Magnus und Jessica wieder einmal eine Party, um ihre privaten und geschäftlichen Kontakte zu pflegen. Sie erwarteten zirka fünfzig Gäste. Viele von den Angestellten des „Velvet" und Magnus Geschäftspartner der anderen Clubs.

Magnus hatte noch seine rassige neue Eroberung eingeladen. Die Russin Ivana, die zur Zeit mit ihrem Gefährten auf Urlaub in Vegas weilte. Sie war absolut sein Geschmack und genauso unersättlich wie er. Mit ihr konnte er hemmungslosen, animalischen Sex haben und auch sonst spürte er, dass sie sich ähnlich waren. Triebhaft und zügellos im Bett und bei der Jagd.

Heute war er mit einem Bekannten mit den Motorrädern unterwegs. Magnus cruiste immer noch gern auf einer dicken Maschine umher. Sie hatten die Hauptstraße verlassen und nun fuhren sie auf einer eher unbefestigten Straße. Magnus gefiel es viel Staub aufzuwirbeln. Ein wenig später stoppte er, machte die Maschine aus und sagte zu Brad, während er in den Himmel sah: "Ich wollte dir hier draußen mal die Sterne zeigen. Ich finde, nur hier leuchten sie so stark. Nirgends störende Lichter. Diesen Anblick genieße ich immer. Manchmal kommt Jessica auch mit." Er lauschte den Geräuschen der Tiere hier draußen. Das Zirpen der Grillen und ab und zu das Heulen von Kojoten. Die umtriebige Metropole schien weit weg zu sein. „Das hier ist der krasse Gegensatz zu der Stadt."

„Das ist wirklich wunderschön hier!" stimmte Brad zu. „So toll habe ich das schon lange nicht mehr gesehen! Es ist so still. Wo findet man das heute sonst noch?" Er legte sich kurzerhand auf den sandigen Boden und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. „Hier könnte ich es eine Weile aushalten" stellte er fest. Magnus setzte sich neben Brad nieder:" Ab und zu brauche ich diese Einsamkeit. Der Job als mächtigster Unsterblicher hier, ist schon anstrengend. Mal sehen, wie lange mir dieses Leben noch gefällt. Jeder will etwas von dir und erwartet, dass du ihm sagst, was er tun soll. Okay, die Clubs lasse ich von je einem von uns managen. Da brauche ich mich kaum einzumischen. Vorher haben sie für Alexeij gearbeitet. Aber diese Verpflichtungen, wie z.B. Partys geben, oder die der Geschäftspartner besuchen. Das ist nicht anders, wie bei den Sterblichen. Das nervt mich dann. Deshalb flüchte ich sozusagen in die vermeintliche Freiheit. Mit dem Motorrad in die Wüste. So begann schließlich mein Leben in der Zukunft." Dabei lachte er.

„Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr stressig sein kann, über eine Stadt wie Las Vegas zu herrschen. Für mich wäre das absolut nichts - gerade wegen der Verpflichtungen. Ich bin gerne mein eigener Herr und entscheide selbst wann ich was tue oder wohin ich gehe. Das ist eine der schönsten Seiten unseres Daseins" fuhr Brad fort. „Wie lange bist du schon Stadtherrscher hier?" Magnus erwiderte: "Knapp ein Jahr. Noch nicht lange. Früher in Schottland habe ich ein Leben als Fürst geführt. Das war ähnlich wie jetzt, aber da konnte ich eher tun was ich wollte. Meine sterblichen Diener hatten zu große Angst vor mir, als das sie mir Ärger gemacht hätten. Viele hielten mich für den Teufel. Manche Dinge konnte ich nicht geheim halten. Wahrscheinlich war ich zu leichtsinnig damit, weil ich mich zu überlegen fühlte. Zum Glück musste ich auf niemanden Rücksicht nehmen, so wie du auf deine Kinder. Ich weiß gar nicht, ob ich welche hatte. Dazu war ich zu viel unterwegs. Deswegen weiß ich nicht, ob ich eine geschwängert habe. Vermutlich schon, wenn ich nicht unfruchtbar war. Magdalena, meine erste Gefährtin wünschte sich immer Kinder. Das war ein schwerer Schlag für sie, als ich ihr sagte, dass wir keine zeugen können und sie keine bekommen kann. Das war für sie fast der schlimmste Fluch an unserem Dasein. Du musst wissen, sie war als Sterbliche sehr religiös. Sie wollte eine Trauungszeremonie und das alles. Da war sie über unsere Natur natürlich zuerst sehr schockiert." Er lächelte vor sich hin: "Aber das hat sich schnell gelegt." Brad wollte wissen, wie Magnus seine jetzige Gefährtin Jessica kennen gelernt hatte. Dieser erzählte: „Auf dem Neujahrsfest. Ich empfing ihre Gedanken über mich. Ich gefiel ihr und sie gefiel mir optisch auch. Dann trafen wir uns einige Nächte später wieder auf dem Fest und verbrachten eine Nacht zusammen. Am darauf folgenden Abend jagten wir gemeinsam. Da hatte sie mir immer mehr gefallen, aber sie machte einen Rückzieher und kehrte in Cornelius Arme zurück. Mit ihm war sie da noch zusammen. Dann hörte ich einige Wochen später, ihre stummen Rufe in meiner damaligen Heimat Florenz. Sie war tatsächlich wegen mir hergekommen. Da suchte ich sofort nach ihr und fand sie zum Glück allein vor. Sie wollte sich jedoch noch nicht von Cornelius trennen. Letztendlich blieb sie doch bei mir und er reiste wieder ab. Ja, so war das. Ich habe irgendwie eine Schwäche für rothaarige Frauen. Ihre Leidenschaft passt zu ihrem Äußeren und sie ist mir ähnlicher, als ihr lieb ist. Doch ihre Vernunft beherrscht ihre Triebe noch zu sehr."

„Warum ähnlicher, als ihr lieb ist?" fragte Brad zunächst. „Das klingt, als schätze sie gewisse Seiten von dir nicht besonders. Ist das dann die Vernunft von der du sprichst, während du einfach deinem Trieb folgst?" Magnus nickte: "Ja, sie unterdrückt ihre animalische Natur. Meistens jedenfalls. Sie lässt sie z.B. nur an bösen Menschen aus. Ich lasse mich da eher gehen und sie hat eben andere Moralvorstellungen, als ich." Brad nickte verstehend. „Meine Gefährtin und ich haben ziemlich ähnliche Gewohnheiten, was das Jagen und die Wahl unserer Opfer angeht. Wir sind nicht zimperlich, aber auch selten wirklich grausam. Wir genießen es beide mit unseren Opfern zu spielen und sie zu verführen. Am liebsten in einigermaßen stilvollem Rahmen - was heute leider kaum noch möglich ist. Aber den Schrecken in ihren Augen zu lesen und sie wissen zu lassen, an wen sie da geraten sind, wissen wir beide gelegentlich zu schätzen." Magnus grinste breit: "Ich verführe sie auch gern. Wie ich schon sagte, bevorzuge ich junge Frauen. Jessica nimmt nur Männer. Da kommen wir uns schon nicht in die Quere. Da können wir dann öfters ein Pärchen mit nach Hause nehmen in Erwartung einer erotischen Nacht zu viert. Aber ich bin nicht deswegen nicht zimperlich, weil ich den Opfern Angst machen will. Ich lass einfach meinen Trieben freien Lauf. Ich konzentriere mich da nur noch auf mich und meine Empfindungen. Verstehst du was ich meine?"

„Ja, das kenne ich. Du hörst einfach nur noch auf dich und darauf, was du willst. Du bist ganz du selbst in diesem Augenblick und alles andere hat keine Bedeutung." Er stand auf. „Sollen wir noch eine kleine Runde durch die Wüste drehen, bevor wir ans Heimfahren denken?" fragte er dann. Magnus erhob sich ebenfalls: "Klar. Dazu sind wir ja eigentlich los." Er stieg auf seine Maschine: "Wann hast du denn das nächste Mal Hunger? Dann kannst du ja da zu mir kommen. Mein Vorgänger hatte einen schönen, großen Whirlpool. Ich hoffe das ist stilvoll genug. Zumindest sehr praktisch." Dabei grinste er, dass man seine Zähne sah und fuhr los in Richtung der Hauptstraße. Brad folgte Magnus. 'Whirlpool klingt sehr gut. Wir müssen ja nicht auf den Hunger warten. Appetit genügt auch schon', übermittelte er ihm in Gedanken, da der Lärm der beiden Maschinen eine normale Unterhaltung kaum möglich machte. Dann gaben die beiden noch einmal richtig Gas und hielten dann wieder auf Las Vegas zu.

Schließlich war der Abend der Party. Jessica und Magnus machten sich gerade in ihrem unterirdischen Bad, neben der Schlafkammer zurecht. Solange Jessica in ihr Kleid schlüpfte, kämmte Magnus noch ausgiebig seine hellblonden Haare. Als er wieder das Zimmer betrat, präsentierte sie sich:" Und, was sagst du?" Ihr Prinz begutachtete das enge, rote Kleid, das breite Träger hatte und einen tiefen Rückenausschnitt:" Ja, doch. Gefällt mir." Dann griff er in seinen Schrank:" Ich dachte ebenfalls an rot.", und holte seinen weinroten Seidenanzug heraus. Jessica kicherte:" Partnerlook! Na ja, meins ist wenigstens noch heller. Aber ich finde, dass dir die Farbe einfach am besten steht." Sie setzte sich vor den Schminkspiegel und legte den passenden Schmuck an. Dann widmete sie sich ihrem Augen-Make-up. Bei ihrer ebenmäßigen Haut, brauchte sie sonst auch nichts. Außer vielleicht noch Lippenstift. Zu gemischten Partys trug sie öfters noch Rouge auf, um nicht ganz so blass zu sein, gegen die Menschen. Magnus war kurz darauf angezogen und ging schon mal nach oben.

Der Garten um die große Terrasse herum, füllte sich langsam mit den unsterblichen Gästen. Magnus und Jessica waren damit beschäftigt mit jedem Neuankömmling ein paar Worte zu wechseln. Auf der Terrasse und um die Poollandschaft waren Tische und Stühle gruppiert und an einigen saßen schon Leute. Andere standen in Grüppchen herum. Eine blonde Unsterbliche, die im „Velvet" arbeitete, trat auf Magnus zu: „Kann ich dich kurz sprechen, Boss?".

„Ja, was gibt's?" Irgendwie beschlich ihn ein ungutes Gefühl. „Lili hat gerade aus dem Club angerufen. Sie hat vorhin auf dem Weg zur Arbeit, zwei Straßen vom „Velvet" entfernt, die Leiche eines der Mädchen aus dem Club gefunden. Jemand hat ihr die Kehle zerfetzt, aber nicht getrunken. Sie hat sie natürlich gleich versteckt und sonst hat sie glaub noch keiner bemerkt. Wahrscheinlich wieder irgendein Spinner" mutmaßte die Blonde. „Ich wollt's dir nur sagen." Das war überhaupt nicht das, was Magnus hören wollte. Dass eine Sterbliche aus seinem Club getötet worden war, sollte sicher eine Herausforderung, die ihm galt, sein. Er ließ sich seine Besorgnis jedoch nicht anmerken. „Ich werde mich mal umhören, wer das gewesen sein könnte. Gut, dass Lili sie gleich versteckt hat." Jessica fragte, als die Blonde wieder weg ging: "Was wollte sie?" Er winkte ab: "Geschäftlich. Nichts Wichtiges." Er wollte seine Liebste nicht zusätzlich beunruhigen. Sie machte sich immer gleich zu viele Gedanken. Am besten sie bekam von dem Ganzen überhaupt nichts mit.

Plötzlich tippte ihm jemand auf die Schulter. „Hallo Magnus!" Vor ihm stand eine zierliche Frau in einem eng anliegenden lachsfarbenen Kleid. Langes dunkelbraunes Haar fiel ihr über die Schultern und die dunklen Augen strahlten, als sie lachte.

„Ivana, schön dass du hier bist." Er gab ihr auf jede Wange einen Kuss.

Jessica blickte zu ihnen hinüber. Diese Frau kannte sie gar nicht. Neugierig beobachtete sie die Beiden. Er bemerkte es und sandte der anderen: ‚Hast du nachher Zeit? Treffen wir uns in der Grotte vom Pool.' Er musterte begehrlich ihre Kurven in dem halbdurchsichtigen Kleid. ‚Ich warte dort auf dich. In einer Stunde?', gab sie zurück. Jessica nahm den Blick wahr, mit dem Magnus die Unbekannte ansah und wunderte sich einen Augenblick über die offene Begierde, die darin lag.

Magnus dachte an das bevorstehende Treffen mit Ivana in über einer halben Stunde. Sie war seine kleine Wildkatze. Seine Augen streiften wieder das lachsfarbene Kleid: ‚Ich freu mich schon auf nachher, meine Süße.'  Er sandte an seine Gespielin: ‚Ich geh schon mal. Kommst du?' Und entschuldigte sich bei seinem Gesprächspartner und ging Richtung Pool.

Magnus erwartete seine kleine Russin bereits in der künstlichen Grotte der Pool-Landschaft. Er hörte ein leises Plätschern von draußen und gleich darauf tauchte sie auf ihn zu und kam genau vor ihm an die Oberfläche zurück. Sofort schlang er seine Arme um Ivana und küsste sie gierig: ‚Endlich! Ich bin schon so heiß auf dich.' Seine Hände strichen über ihren Körper und sein Unterleib presste sich an ihren.

Jessicas Blick schweifte über die Gesellschaft. Sie bemerkte, dass ihr Gefährte verschwunden war. Wo steckte er nur wieder?

Ivana erwiderte seine Küsse ebenso gierig. ‚Ich konnte es auch kaum erwarten!' Sie zog ihn enger an sich und öffnete erwartungsvoll die Lippen, um seine Zunge einzulassen. Dabei ritzte sie sie mit ihren Zähnen an. Aus Magnus Rachen kam daraufhin ein leises Knurren und er biss ebenfalls in Ivanas Zunge. Während sie voneinander kosteten, verstärkte sich das Spannungsgefühl in seinen Lenden. Er führte eine ihrer Hände zwischen seine Beine. Ivana massierte mit ihren Fingern kräftig seinen harten Schwanz. Sie stöhnte lustvoll auf als er ihre Brüste knetete und legte den Kopf in den Nacken. ‚Komm schon!'  Dieser Aufforderung kam er nur zu gern nach. Meistens war er bei Ivana viel zu sehr erregt, um sich noch lange am Vorspiel aufzuhalten. Er zog sie an den Schenkeln an sein Becken, drang ein und schlug ihr gleichzeitig seine Zähne in die dargebotene Kehle. Ihre Beine umklammerten seine Hüfte und er knetete ihren kleinen, festen Hintern, während er zustieß und sie immer noch mit den Kiefern festhielt. Ivana klammerte sich noch stärker an Magnus und zog ihn bei jedem Stoß mit ihren Beinen an sich. Ihre Nägel krallten sich in seine Haut und zerkratzen seinen Rücken. Er löste seine Hauer aus ihrem Fleisch und leckte über die Wunde. Sein Atem wurde schneller, sein Stöhnen lauter. Er mochte es, wenn seine Partnerinnen auch grob zu ihm waren. Die Anspannung in seinem Körper stieg. Bald war er soweit. Magnus küsste abermals ihre Lippen und ließ dann einen Schwall seines Blutes in ihren Mund fließen. ‚Trink!', forderte er Ivana auf, damit ihn das noch zusätzlich erregte. Dabei schweiften seine Gedanken kurz zu Jessica ab. Bilder von ihren Liebesspielen tauchten auf. Gierig schluckte Ivana das Blut und verbiss sich in seine Zunge, um daran zu saugen. Sie stöhnte als er immer schneller und heftiger in sie stieß. Eine Hand wanderte in seine Haare und sie zog seinen Kopf zurück. Mit einem tiefen Grollen schlug sie dann ihre Zähne in seine Kehle. Ihre andere Hand krallte sich fest in seinen Hintern. Durch ihren ungestümen Biss, schwappte Magnus Welle der Erregung noch höher. Sein Stöhnen wich nun einem dumpfen Grollen und er schürzte die Lippen. Er klammerte sich mit seinen scharfen Fingernägeln ebenfalls an ihren Hintern und mit der anderen Hand an ihre Schulter. Augenblicke später erzitterte sein Körper, er fauchte und drückte Ivana so fest an sich, dass er eine Sterbliche damit zerquetscht hätte.

Nach diesem wundervollen Höhepunkt lösten sie sich voneinander. „Bis später", sagte er und zog sich wieder an. Ivana schwamm noch ein paar Runden, um Magnus Zeit zu lassen vor ihr zu den Anderen zurückzukehren.

Kurz darauf sah Magnus, wie sich seine Wildkatze an einem der Tische niederließ und ein paar Wassertropfen aus ihrem Haar drückte. ‚Du warst unglaublich', ließ sie Magnus wissen. Der Hausherr lächelte vielsagend: ‚ Du auch, meine Wilde! Weiß dein Gefährte von uns? Oder, warum kam er nicht mit?' Ivana antwortete: ‚Víctor hat mir heute Abend unterstellt, ich hätte was mir dir. Ich hab natürlich alles abgestritten und ihm gesagt, er sei völlig grundlos eifersüchtig - was ja auch stimmt. Eifersüchtig braucht er deswegen wirklich nicht zu sein. Schließlich hat er ein beleidigtes Gesicht gemacht und gesagt, er gehe nicht mit.'

Magnus verdeckte die frische Bisswunde von Ivana mit seinen langen Haaren und hoffte, dass sie später kaum noch zu sehen sein würde. Zum Glück hatte seine feurige Geliebte in die Seite gebissen. Ein wenig misstrauisch beäugte Jessica ihren Prinzen: „Du warst schwimmen?" Magnus erwiderte: „Ja, nur kurz." Er drückte ihr einen Kuss auf die Lippen.

Später konnte Magnus sich nochmal mit Ivana unterhalten und setzte sich an ihren Tisch.

„Deine Jessica scheint auch was zu ahnen. Zumindest hat sie dich vorher ziemlich misstrauisch angeschaut", meinte sie dann.

„ Klar, ahnt Jessica was. Sie kennt mich eben, aber sie weiß nicht, dass du meine Geliebte bist. Das sollte auch so bleiben, oder?! Was erzählst du ihm dann über deine Wunde? Das wird seinen Verdacht bestätigen, aber es gibt ja noch genügend Männer hier. Es muss ja nicht von mir sein."

„Eben!" bestätigte Ivana. „Und bis ich heute wieder im Hotel bin, wird es ohnehin Morgen sein. Er wird mich gar nicht mehr groß zu Gesicht kriegen." Sie schlug die Beine übereinander, schlüpfte aus ihrem Schuh und schob ihre nackten Zehen in Magnus' Hosenbein. Er grinste verschlagen: „Was hast du schon wieder vor? Noch nicht genug?" Sie zog ihren Fuß zurück. „Stört es dich?" fragte sie scheinbar erschrocken und sah ihn dabei unschuldig an. Er schüttelte lächelnd den Kopf: „Nein, aber falls uns jemand sieht. Muss ja nicht jeder wissen." Er stand wieder auf: „So, dann dreh ich mal wieder eine Runde durch die Gesellschaft. Dir noch viel Vergnügen, falls wir uns nicht mehr über den Weg laufen." Dann ging er in Richtung der Terrasse davon. Langsam wurde es merklich leerer im Garten, da bereits einige Gäste gegangen waren.

Als Jessica mit ihrem Gefährten gegen Morgengrauen zu Bett ging, fragte sie: „Wer war eigentlich diese Dunkelhaarige in dem lachsfarbenen Kleid?" Magnus war über diese Frage nicht sonderlich überrascht: „Das war Ivana. Ich habe sie im „Velvet" kennen gelernt. Sie ist auf Urlaub hier." Seine Gefährtin sah ihn genervt an: „Und du hast was mit ihr, oder?!" Er nickte nur und Jessica seufzte. Sie wusste ja, dass er Nichts anbrennen ließ und beließ es dabei.



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