9. Kapitel

Der Gerichtsmediziner betrat das Zimmer. „Sie hatten mich angerufen“, begrüßte er den Arzt. „Schön, dass Sie da sind“, erwiderte Herr Greidt den Gruß, „Es ist eine sehr seltsame Symptomatik, die Herr Sander aufweist. Und wie Sie immer noch sehen können, hält die Starre ihn fest gepackt. Er liegt ja noch nicht einmal richtig im Bett. Es sieht so aus, als ob er jeden Moment wieder loslaufen könnte. Doch da sagen die Fakten etwas anderes. Victor Sander hat keine Vitalfunktionen mehr. Dazu kommt, dass er eine konstante Körpertemperatur von minus 5 Grad hat. Daraus resultiert offensichtlich die Starre. Das war der leichte Teil. Viel schwieriger ist, die Ursache der Symptome herauszufinden. Ich kann mir nicht erklären, wie es dazu gekommen ist.“ Der Pathologe antwortete: „Zu Ihrem Glück müssen Sie das jetzt auch nicht mehr. Das ist nun meine Aufgabe, beziehungsweise die der Ermittler von der Kriminalpolizei. Ich würde die Leiche von Herrn Sander jetzt mit zu mir in die Pathologie nehmen. Könnten Sie oder ihr Assistent mir dabei vielleicht helfen?“ „Aber gerne“, erwiderte der Arzt, „ich selbst habe keine Zeit, hole aber gleich meinen Assistenten.“ Damit öffnete er die Tür und ging hinaus. Der Gerichtsmediziner blieb allein mit der Leiche zurück. Kurz darauf kam der Assistent des Arztes herein und half ihm bei dem Transport in die Räume der Pathologie.

Schließlich war der Gerichtsmediziner mit dem verstorbenen Patienten allein. Doch es dauerte nicht lange, und der Assistent des Pathologen betrat den Raum. „Schön, dass Sie nun da sind“, grüßte der Mediziner ihn, „ich habe mir Herrn Sander schon einmal angeschaut. Da er immer noch gefroren ist, kann ich ihn nicht sezieren. Deshalb machen wir eine Röntgenaufnahme und anschließend ein MRT. Vielleicht können wir darauf schon etwas erkennen. Doch erst einmal haben wir Kaffeepause.“

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