Schlaf mein Liebchen.

Schlafe fein.

Ich lade dich in meinen

Albtraum ein.

 

Schließe die Augen.

Ich kratz sie dir aus.

Zerquetsche deinen Körper,

wie die Falle die Maus.

 

Hab ruhig Angst.

Ich labe mich daran.

Schlitze dich auf,

bis du verblutest daran.

 

Schlaf, mein Liebchen.

Komm in mein Paradies.

Erleide Höllenqualen.

Ja, ich bin fies.

 

Er greift ihre Hand,

blutig und kalt.

Zieht sie zu sich,

hält sie fest mit Gewalt.

 

Sie schreit. Er lacht.

Es blitzt das Messer.

Das Liebchen will fliehen,

doch er weiß es besser.

 

Mit einem Ruck

bricht er ihr ihre Knochen.

Sie schreit noch mal.

Blut kommt aus den Wunden gekrochen.

 

Er lacht wie ein Tier

und ich wache auf.

Das Lachen verfolgt mich

noch den Morgen darauf.

 

Mein Atem geht schnell.

Mein Herz schlägt so wild.

Nie werd ich vergessen

dies gruslige Bild.

 

Ich schließe die Augen

und atme tief ein.

Der Albtraum, er schwindet.

Es bleibt ein fader Schein.

Kommentare

  • Author Portrait

    Du hast genau eingefangen, was manche Albträume sind und das ist dir echt gut gelungen. LG, Wolfslady

  • Author Portrait

    Träume sind oft die Fenster zu unserer Seele. In deinem Fenster sehe ich oft großes leid & du hast es wieder geschafft es mit uns zu teilen. So wie der Traum wird auch dein Leid früher oder später verblassen. Schön geschrieben Steffi:)

  • Author Portrait

    Richtig nervenaufreibend. Kurz hatte ich einen Satz aus Erlkönig im kopf der dazu gepasst hat. Dein kleines Horrogedicht ist echt spannend. Es fängt grüselig an und geht dann in Leid über und am Ende gibt es wieder Hoffnung. Wirklich schöner Aufbau.

beta
Feenstaub

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