Alice und Steve

Unsicher lässt Alice ihren Blick über den Schulhof schweifen. Wartet Steve schon? Oder hat sie so lange auf der Schultoilette gebraucht, dass Steve die Flucht ergriffen hat? Alice Blick wandert zum Schultor wo sie Steve erblickt. Ihre Blicke treffen sich und sie senkt rasch ihren Kopf, Alice spürt wie sie rot anläuft. " Ganz ruhig Alice du schaffst das schon." sagt sie zu sich selber. Alice atmet ein letzes mal tief durch und geht mit schnellen Schritten zu Steve. Dieser lehnt gegen das Schultor, dass Gesicht vor Aufregung kreidebleich. " Alles in Ordnung, du bist so bleich?" fragt Alice besorgt. " Mir gehts gut danke und selbst?" sagt Steve. " Kann mich nicht beklagen." meint Alice.  Schweigen. Keiner der Beiden weiss, was als nächstes sagen.
Alice und Steve stehen einfach nur da und sehen den anderen Schüler zu, wie sie sich auf den Weg nach Hause machen. Als beinnahe alle Schüler gegangen sind findet Steve den Mut zu sprechen. " Wollen wir gehen?" fragt er schüchern. Alice nickt.
Schweigend machen sie sich auf den Weg in die Stadt. Gehen an hohen Gartenmauern vorbei, die die Häuser vor allzu neugierigen Blicken schüzt, an Schneemännern mit bunten Hüten und Schals, an Kindern die sich im Garten mit Schneebällenn bewerfen bevor sie zum Mittagessen hereingerufen werden.
Alice und Steve überqueren die  Querstrasse welche in die  Stadt führt. Die Häuser werden höher, die Leute hektischer.
Nach 20 Minuten erreichen Alice und Steve ihr Ziel, ein kleines Cafe.
Steve öffnet Alice die Tür. Sie lächelt, was in Steve eine wärme auslöst, die er nicht erklären kann.
Das Cafe ist laut und überfüllt. Eine lange Schlange steht am Thresen um sich ein Sandwich für die Mittagspause zu holen. Sie quetschen sich durch die Leute und die Tische in den hinteren Teil des Cafes.
Es ist ruhiger in dem Teil, obwohl auch hier fast alle Tische besetzt sind. Kaum sitzen Alice und Steve kommt bereits eine Kellnerin zu ihrer Nische. " Hallo und Wilkommen. Wisst ihr was ihr trinken wollt?" sagt die Kellnerin, während sie ihnen Gleichzeitig die Speisekarte in die Hände drückt.
Alice bestellt eine Fanta und Steve eine Cola. Schweigend blicken Alice und Steve in ihre Speisekarte. Steve wirft Alice immer wieder Blicke über den Rand der Karte zu,  doch Alice ist so mit der Essensauswahl beschäftigt, dass sie seine Blicke nicht bemerkt. " Hochkonzentriert verucht Alice ihr Mittagessen zu wählen." kommentriert Steve um das Schweigen zu brechen. Alice sieht von der Karte auf. " Ich weiss nicht was ich nehmen soll." verteidigt sie sich. " Fahr mit dem Finger über die Karte und wähle das, wo er stehen bleibt." schlägt Steve grinsend vor. " Super und wenn es Rosenkohlauflauf ist?" meint Alice. " Dann gibt es Rosenkohlauflauf zum Mittagessen." sagt Steve spöttisch. Alice verdreht die Augen. " Sag bloss du magst keinen Rosenkohl?" meint Steve neckisch. Die Ganze Aufregung ist plötzlich wie weggeblasen " Gehört zu den schlimmsten Dingen die man essen kann, knapp hinter Schnecken, Heuschrecken und anderen Insekten." antwortet Alice, sie kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Das es so einfach werden würde mit Steve in ein Gespräch zu kommen hätte sie nicht gedacht. " Ich mag Rosenkohl nicht,am schlimmsten ist der von meiner Tante Bellatrix." sagt Steve. " Was ist den am Rosenkohl deiner Tante so schlimm?" fragt Alice neugierig. " Der schmeckt so gut wie gekochtes Klopapier." sagt Steve. Bevor Alice etwas sagen kann bringt die Kellnerin ihre Getränke. "Wisst ihr was ihr essen wollt?"fragt die Kellnerin.
Die Kellnerin nimmt ihre Bestellung auf und lässt die Beiden wieder allein. " Wo waren wir? Ach ja Rosenkohl." nimmt Steve wieder den Faden auf. " Der deiner Tante schmeckt wie gekochtes Klopapier. Von wo weisst du, wie gekochtes Klopapier schmeckt?" fragt Alice grinsend. " Das war metaphorisch gemeint, mir kam kein anderer passender Vergleich in den Sinn." vertdeidigt sich Steve, dabei wird er knallrot. " Ich weiss das du nur einen Witz gemacht hast." sagt Alice . Sie nimmt einen Schluck Fanta und fängt dabei so heftig an zu lachen, dass sie die Fanta wieder auspuckt, direkt auf Steves Pullover. Jetzt ist es Alice die rot wird. "Oh mein Gott sorry, das ist mir echt peinlich." stammelt Alice verlegen. " Ist schon ok." meint Steve, er kann sich ein lächeln nicht verkneifen. "Ich geh schnell auf die Toilette ."fügt er hinzu. Steve steht aus und verschwindet in der Menschenmenge. Alice holt ihr Handy hervor und schreibt hastig eine Nachricht in der Whatsapp gruppe. " Scheisse ich hab Fanta auf Steves Pullover gespuckt weil ich während dem trinken lachen musste" Sophia antwortet sofort. " Das nenne ich mal dumm gelaufen. Wie hat er reagiert?" Doch Alice hat keine Zeit die Nachricht zu beantworten, den die Kellnerin bringt ihnen die Sandwiches und gleichzeitig ist auch Steve wieder von der Toilette zurück. Alice lässt das Handy wieder in ihre Tasche verschwinden. " Alles gut?" fragt Alice unsicher. " Keine Sache. Guten Appetitt." sagt Steve.
Schweigend essen Alice und Steve ihre Sandwiches. Als sie aufgegessen haben fragt Steve: " Wollen wir Schlittschulaufen gehen?" " Ja das habe ich seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht." antwortet Alice.
Steve ruft die Kellnerin herbei und zahlt, was Alice sehr unangehnem ist, doch bevor Alice etwas sagen kann, hat Steve schon bezahlt. " Danke." sagt Alice. " Bitte." antwortet Steve lächelnd. Sie ziehen die Jacken an und verlassen, das mittlerweile nicht mehr so überefüllte Cafe.
Es hat wieder angefangen zu schneinen, die Flocken fallen sanft. Vom Cafe bis zu der Eislaufbahn sind es nur wenige Minuten.
Sie holen sich die Schlittschuhe und ziehen sie an.
Alice steht auf, steht aber ziemlich wackelig auf den Schlittschuhen, Steve muss sie halten damit sie nicht umfällt. " Das fängt ja gut an." meint Alice. " Das wird schon. Los gehen wir aufs Eis." sagt Steve.
Langsam und vorsichtig wagen sich die Beiden aufs Eis. Doch kaum hat Alice mit den Kufen das Eis berrührt fällt sie um und reisst Steve, an dem sie sich immer noch hält prompt mit. Lachend liegen Alice und Steve auf dem Eis. " Wir sind echt Spitze im Schlittschuhlaufen." prustet Alice. " Bei der Nächsten Olympiade gewinnen wir bestimmt Gold." sagt Steve. Es dauert einen Augenblick bis sie sich beruhigt haben. Steve steht auf und hilft Alice auf, die zwar mühe hat nicht gleich wieder auf dem Hinter zu laden, doch sie schafft mit Steves hilfe nicht gleich wieder umzufallen. Alice hält sich am Rand fest und so drehen sie langsam die ersten Runde. " Ich hab vergessen wie schwierig Schlittschuhlaufen ist." sagt Alice. " Du machst das super, wirklich Olympiareif." meint Steve.
Alice und Steve reden nicht mehr viel während dem Schlittschulaufen, sie geniessen es einfach gemeinsam etwas zu Unternehmen. 
Plötzlich klingelt Alice Handy. Sie blickt auf das Display und verdreht genervt die Augen. " Ich muss ran gehen es ist meine Mutter." sagt Alice. " Ja." meldet sie sich gereizt. Steve weiss nicht was Alices Mutter sagt, doch es scheint nichts positives zu sein. Alice legt grusslos auf. " Sorry ich muss nach Hause, sonst macht meine Mutter Terror." sagt sie entschuldigend. " Ist ok." sagt Steve, er hat mühe die enttäuschung, dass das Date schon vorrüber ist zu verbergen.
Alice und Steve geben die Schlittschuhe zurück und machen sich auf den Weg nach Hause.
Vor Alices Haus bleiben sie stehen. " Danke für heute es war toll." sagt Alice. " Bitte das kann ich nur zurück geben." antwortet Steve. Einen Moment stehen sie unsicher da, dann verabschiedet sich Alice und geht rein.
Steve sieht ihr nach.
Erst als die Tür ins Schloss fällt macht er sich auf den Weg nach Hause.

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