Berlin 19.12

 

Es fehlt mir ein jedes Wort,

was geschah nur an diesem Ort?

-Tannenduft, Süßes, Kinderlachen-

Ein Ort voll Heiterkeit,

nun ein Ort voll Bitterkeit.

 

Ein Wagen groß wie ein Wal,

brachte uns unendlich Qual.

Es war ein Mann allein,

wie kann das alles sein?

Fassungslos steh ich hier.

 

Jeder Tote ist einer zu viel,

auch für den der ihre Leben stiel.

Den der Tod allein, zu Gut er währ,

sein Leiden soll enden nimmer mehr!

 

Lauf nur gottlose Kreatur,

aufgenommen hast den eignen Todesschwur.

Wir werden dich jagen!

Wir werden dich finden!

Und in einen finsteren Kerker binden.

 

Die heilige Nacht,

die Frieden bracht.

Hast du mit Blut getränkt,

dich selbst mit Sünde beschenkt.

Gnade wünsch ich dir nicht.

 

-

 

Doch Gnade wünsch ich ihr:

Oh Berlin du arme Stadt.

Was hat diese Kreatur mit dir gemacht?

Das Leiden es ist unaussprechlich

-unauslöschlich-

Gar unvergesslich.

 

Berlin, wir schauen zu dir.

Berlin, wir weinen mit dir.

Berlin, wir wissen du wirst wieder lachen.

Berlin, wir wissen du wirst uns wieder Freude machen.

Berlin wir lieben dich.


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21.12.2016 © Felix Hartmann

Kommentare

  • Author Portrait

    Auch du hast treffende Worte für etwas gefunden, dass mir die Sprache verschlägt. Ich hoffe, dass du Recht behälst und Berlin sein Lachen bald wiederfindet...

  • Author Portrait

    Ein schönes Gedicht, von dem es mich freut, dass es genau neben meinen Zeilen steht und den gleichen Gedanken hegt... Ein klassischer Hartmann! 5/5

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