Bunte Flecken auf hellem Grund,
Manche von intensivem Blau, von tiefem Lila gar,
Andere bereits in gelben, grünen Tönen verblasst.
Sie alle sind stumme Zeugen der Hoffnungslosigkeit,
Gezeichnet mit blankem Hass,
Gemalt mit erbarmungsloser Gewalt,
Spuren der blinden Wut,
Entstanden aus tiefer Verzweiflung allein.
Eben noch waren sie alle da,
Werden jetzt schon heller, verblassen stumm,
Und sind morgen verschwunden,
Ohne Spuren
Ohne Schäden,
Ohne Folgen,
Ohne Beweise ihrer Existenz.
Es bleibt nur die Leinwand, scheinbar unberührt,
Und doch schwer vor Gedanken;
Erinnerungen an den Schmerz,
Erinnerungen an die blauen Pinsel,
Erinnerungen an die verschwundenen Bilder,
Jeder konnte sie sehen,
Jeder hat sie gesehen,
Aber niemand ist auf sie eingegangen,
Jeder hat sich geweigert zu verstehen,
Denn wer sich nicht für rote Linien interessiert,
Der nimmt sie gar nicht wahr,
Die helle Leinwand,
Voller blauer Flecken.

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Feenstaub

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