Chlorgas

Der Nächste Sommer kam und die Sommerferien standen vor der Tür.
Alex hatte sich inzwischen den Platz des nicht mehr ignoriert werden erkämpft und so saß das perfekte Mädchen nun neben ihm im Sportunterricht oder in der Mensa. Sie lächelten sich öfters an und sie war offener geworden. Sie hatte ihm etwas zum Geburtstag geschenkt, aber unter der Hand, so dass es keiner mitbekommen hatte und er erwiderte diese Geste mit einer Einladung in das beleibteste Lokal zu ihrem Geburtstag, ein halbes Jahr später. Nun saß Alex in der letzten Stunde vor den Ferien. Er hatte Biologie und der Lehrer wollte eigentlich das Thema mit Gedächtniskrankheiten abschließen, doch irgendwie waren sie zu verschiedenen Würmern gekommen, die im Russischen Bärenfleisch sein könnten, da dieses von der Kontrolle ausgeschlossen war.
Es gab einen riesen Knall und eine leicht gelbliche Wolke stieg aus dem benachbarten Schwimmbad auf.
„Herr Ostwind, Sie sind doch Sanitäter oder?“, fragte Alex unmittelbar danach. Alle waren an das Fenster getreten, einige hatten sogar eins aufgemacht um besser sehen zu können.
„Ja wieso?“, antwortete der Lehrer.
„Ist ihr Schein noch gültig?“, bohrte Alex weiter.
„Ja. Ist er.“
Ein leicht Stechender Geruch erfüllte den Raum.
„Alle raus! Schließt die Fenster und raus hier!“, rief der Lehrer, welcher schon kurz vor seinem Ruhestand stand und die Schüler gehorchten.
„Kommen Sie, ich brauche ihre Hilfe.“, meinte Alex und ging nach draußen.
„Wir müssen helfen. Ich habe alle Geräte glücklicherweise im Auto.“
„Bitte gib eine Durchsage, dass keiner das Gebäude verlässt, da hier Chlorgasalarm ausgelöst ist. Alle Fenster und Türen müssen unmittelbar geschlossen werden.“, trug der Lehrer einem Schüler auf und der rannte schon zum Sekretariat.
"Alex, ich will nicht dass du da raus gehst.", meinte Livia und hielt ihn zurück. 
"Ich muss.", meinte Alex. 
"Nein, du musst nicht.", widersprach sie. 
"Doch ich bin zum Helfen verpflichtet.", meinte er und versuchte sich zu lösen. Es misslang. 
"Du musst nicht helfen: Eigenschutz vor Fremdschutz.", argumentierte sie. 
"Ich kann es aber nicht moralisch mit mir vereinbaren.", er löste sich. 
"Pass auf dich auf. Ich will dich nicht im Krankenhaus besuchen.", meinte sie ernst und voller Emotionen. 
"Ich passe auf mich auf. Ich werde gesund dich aus der Mensa holen.", beruhigte er. 
"Ich warte auf dich.", meinte sie und umarmte ihn spontan als keiner hinschaute. Dann wandte sie sich ab. 
Die anderen gingen in die Mensa, Während Alex mit dem Lehrer zum Auto ging. Alex hatte gerade die Fahrerlaubnis und hatte den DLRG-Bus aus Mettmann für eine Veranstaltung geholt. Im Kofferraum waren verschiedene Medizinische Geräte und Medikamente. Da der Lehrer über 18 war, durfte Alex auch fahren, da er eine Sondereinweisung für das Martinshorn und Blaulicht besaß, was hingegen der Lehrer nicht tat. Sie stiegen ein und fuhren gute 50 Meter mit Martinshorn und Blaulicht vom Parkplatz, sehr zur Verwunderung von den anderen Schülern, die die Fenster zum Parkplatz gerichtet hatten. Als sie angekommen waren, war der Notruf über Funk schon bestätigt und Alex zog sich die Jacke von DLRG an. Herr Ostwind, bekam eine andere, wo hinten Sanitäter drauf stand. Sie Organisierten die Verletzten und wiesen die anderen Rettungskräfte ein. Man hörte die Durchsage vom Schulgebäude, so dass auch das Berufskolleg eine Gab und ihrerseits die Schüler warnte. Nach einer guten Stunde waren Alle Verletzten abtransportiert, und die Feuerwehr packte die Gerätschaften ein.
"So jetzt aber raus hier!", blaffte die eine Mensaangestellte sie an.
"Ich warte aber noch auf meinen Freund.", gab sie gereizt zurück. 
"Du hast lange genug gewartet. Raus, die Mensa hat schon seit einer halben Stunde zu.", pampte sie zurück. 
"Und wenn ich mich weigere?", warf sie zurück. 
"Werde jetzt ja mal nicht frech, sonst bekommst du richtig Ärger." 
"Von wem?"
"Von der Schulleitung, wir beschweren uns über dich."
"Macht was ihr nicht lassen könnt. Ich warte auf meinen Freund. Ich habe gerade andere Probleme als euch und diese Beschwerde.", schleuderte sie der Angestellten an den Kopf. 
"Soso? Warum denn?"
"Er ist im Einsatzt hier am Schwimmbad."
"Der ist ja auch dumm."
"Nein, pflichtbewusst. Aber das muss ich ja nicht mit ihnen diskutieren. Ihr versteht doch eh kein Wort!", schrie sie die Frau an, die kurz zurückwich, überrascht über die Härte von dem perfekten Mädchen. Dann wollte sie handgreiflich werden und packte nach dem Top. Blitzschnell schlug das Mädchen ihr auf die Hände und fegte sie zur Seite
"Nicht anfassen!", meinte sie laut zu der Frau. 
"Pass auf, was du da sagst."
Die Tür wurde mit einer härte zugeknallt dass die ganze Fassade leicht wackelte. 
Draußen an der Luft setzte sich das perfekte Mädchen auf einen Stuhl. Drinnen schauten die Mensafrauen hasserfüllt nach draußen. Die Tür wurde geöffnet. 
"Jetzt reicht es aber mal! Hau ab, ich will dich hier nicht sehen!", schrie die Frau durch die Tür, doch das Mädchen ignorierte sie, lächelte verschmitzt und blieb sitzen. Es wartete noch eine gute halbe Stunde, dann rief es Alex an, doch dieser ging nicht an das Telefon ran. Sie versuchte es wenige Minuten noch mal und noch mal. Doch er ging nie dran. Dann schrieb sie ihm irgendwann eine Nachricht, dass sie sich Sorgen macht und dass sie hofft, dass alles gut sei und dass sie nun nach Hause gehen würde. Sie ging durch den Park und sah die vielen Krankenwagen, die vor dem Schwimmbad standen. Sie entdeckte sogar ein KatS-Zelt. Überall Blaulicht und der weiße Sprinter mit dem Roten Streifen und der gelben Aufschrift DLRG - Wasserrettung - 112. Er stand nicht auf der Kreuzung sondern fast unmittelbar vor dem Eingang des Schwimmbades.

 Als eins der letzten Fahrzeuge fuhr auch Alex mit dem Lehrer zur Schule. Dort musste er dann noch mal Telefonieren, dass ihn jemand abhole, da er noch nicht unbegleitet fahren darf. Dabei sah er, dass sie schon gegangen war. Traurig steckte er das Handy weg, nachdem er ihr geschrieben hatte, dass es ihm gut gehe. 
Gemeinsam fuhren Sie zu dem Sammelpunkt. Am Elbsee sammelten sie sich. Es wurde noch Einsatzbekleidung verteilt und noch die Papiere geklärt. Die Ausrüstung noch mal gecheckt und dann fuhren sie los, als die Sonne unterging.


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    Ich freue mich auf jedes Kapitel

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