Düstere Jungfer, die in meinem Innern wohnt, in Freudlosigkeit und Steifheit dort thront!

Hochgeschlossen dein schwarzes Gewand, die Haare in einem straffen Knoten gebannt!

Du schaust mich an mit bösen Blicken, ich möchte dich endlich zum Teufel schicken.

Du, die die Freiheit mir ständig will stehlen, der jegliche Freude und Liebe fehlen.

Es wird Zeit, dass ich endlich von dir mich trenne, ich viel zu lang schon in Sehnsucht brenne.

Das passt dir nicht, du willst mich ewig binden, doch will ich endlich das Neue finden!

Verschwinde ich brauche nicht deinen Segen, um endlich wahrlich und froh zu leben!

Will gehen endlich in die Schönheit hinein, in den lichten, hellen  Morgen- Schein.

Ich stelle mich dir, reiss die Fesseln entzwei, durchbreche die Gitter und nun bin ich frei!

Ich öffne das Fenster, das Licht kommt herein, ab heut wird dies stets mein Begleiter sein!

Du musst jetzt gehen, weil ich es sage, endlich bin ich so weit, dass ich’s wage!

Du löst dich nun auf wie ein böser Geist, der bisher hat mein Denken bereist.

Dieser Schritt wird mich führen in eine andere Welt, die mir um so vieles besser gefällt!

Ich will nicht weiter verzagen, will neue Schritte wagen!

Hinter dem Fenster wartet Offenheit, Freude und Leben, oh nein, ich brauch ihn nicht deinen Segen!

Ich habe mich entschieden diesen Schritt zu wagen, fertig mit Zweifeln und fertig mit Klagen!

Der Lichtervogel nimmt mich in Empfang, ich bin jetzt frei von deinem Zwang!

 

 

Kommentare

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    Sehr befreiend. Während des Lesens wollte ich selbst meine Flügel ausbreiten und meinen Dämonen den Kampf ansagen. Sehr schön beschrieben. Sehr bildlich und offen. Gefällt mir wirklich gut. :-)

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    Dieses befreiende Gedicht kann sicher mehrere geschundene Seelen wie einen Phönix aus der Asche in die Freiheit aufsteigen lassen. Man muss diesen Dämonen in sich aber erst einmal erkennen, bevor man ihn mit Schimpf und Schande verjagen kann... Erfreulich, dass DU das konntest, liebe Sandra!

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    Tolles Gedicht! Möge es dir in der neuen Freiheit ohne die alten Dämonen nun besser gehen als zuvor ;)

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    Dein Gedicht macht deutlich, wie blockaden sich anfühlen bzw. wie befreiend die Entscheidung und der Kampf dagegen sich anfühlen..LG. Carmen

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    AUch wenn du Fesseln sprengtest, bandest du mich mit Fesseln an deine Dichtung.. Ein wirklich großartiges Gedicht, voll Inspiration und Kraft. Mit diesen Worten auf den Liuppen und in den Herzen werden wir auch die letzten Prozente mit Leichtigkeit zu erreichen wissen. :)

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    Fein und bildhaft geschrieben wie du hier de Ketten zerreist. Doch was wäre von dir wohl übrig geblieben, wenn dieser Dämon dir in die Zunge beisst. Freiheit und ein neues, ein anderes Leben, ist der trieb für deine Tat. Oft vermag es sowas nicht zu geben, das weis ich wohl - bei der Länge von meinem Bart. Doch ist der Vers nicht gar zu leicht, mit dem Reim auf die folgende Zeile? Für die zweite Stufe bist du bereit, versuch es mit der dritten und vierten wie ich meine.

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    Wunderbar! Ich freue mich so sehr über diese Kraft und Entschlossenheit! :-) 5/5

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