Dabog der Verlassene- Wanderer zwischen den Welten (2)

Es fand einmal im Jahr auf der unberührten Mondlichtung, nahe des Berges Hyjal, statt und alle Völker der bekannten Welt, trafen sich dort in friedlicher Eintracht. Es wurde gefeiert und es wurden neue Freundschaften geknüpft.

Damals am Mondfest, hatte er sie das erste Mal angetroffen: Lumnia, seine einstige Liebste, welche ihn unbedingt retten, ihn unbedingt zurückholen wollte. Doch bisher war es Dabog unmöglich erschienen, ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Er setze sich ins weiche Moos und starrte gedankenverloren hinein in den kleinen Teich, der umsäumt war mit wundervollen, exotischen Blüten, hohem Schilf und fleischigen Blättern. Alles strotze hier vor Kraft und Vitalität, das Leben strömte durch es hindurch und ergriff auch von Dabog Besitz. Er spürte seinen eigenen Herzschlag, wie er pulsierte, wie er sein Blut durch die Venen pumpte und seinen ganzen Körper ausfüllte. Auch wenn er ein Geist war, fühlte er dass, denn…es waren seine Erinnerungen. Seine Erinnerungen, an die wundervollen Zeiten mit Lumnia auf der Mondlichtung.

Es war einer dieser besonders milden, schönen Abende gewesen. Dabog war durch eins der Mondlichtportale, die jeweils am Mondfest in allen Städten geöffnet wurden, gegangen und hatte sich wiedergefunden, auf dem heiligen Hain der von Druiden behüteten Mondlichtung.

Auf dieser Lichtung waren die Geister der Natur besonders gegenwärtig. Es waren jene Geister, die er auch hier im smaragdgrünen Traum so intensiv fühlte. Der Bruder des Habgottes Cenarius, man nannte ihn Remulos, war Herr dieser Lichtung. Nichts Böses hatte je Zugang zu diesem Ort gefunden. Die Luft war erfüllt von Musik, dem Lachen und Reden der vielen Feiernden, welche alle von den verschiedensten Völkern abstammten. Alle Streitigkeiten und Kriege waren hier für einmal vergessen und beiseite gelegt worden. Tauren sassen bei Nachtelfen, Menschen bei Orcs usw. Natürlich blieben einige Volksvertreter auch einfach unter sich. Als Dabog eine Weile mitgefeiert, getanzt und mit verschiedenen Leuten einige Worte gewechselt hatte, wandte er sich ab, um etwas für sich allein zu sein und die wundervolle Atmosphäre der Mondlichtung mit dem herrlich, im Mondlicht silbrig-weiss schimmernden Elune’Era See, in sich aufzunehmen. Das Wasser kräuselte sich sanft im lauen Abendwind und dann sah er sie! Sie stand wie ein Standbild am Ufer des Sees und schaute wie Dabog, verträumt hinaus auf das Wasser.

Sie wirkte so wundervoll, so perfekt, als würde sie Teil dieses Reiches sein. Sie trug eine violett- goldene Robe mit edlen Stickereien verziert, die Ranken und Blumen darstellten. Das magische Licht des Mondes, erzeugte silberne Reflexe in ihrem glänzenden Haar und auch in ihren Augen, als sie sich nun nach ihm umdrehte. Er trat vorsichtig näher. Seine Knie fühlten sich auf einmal wie Pudding an und er senkte das erste Mal verlegen den Blick, als sie ihn musterte. Noch nie hatte er sich so unsicher in der Gegenwart einer Frau gefühlt. Sie erinnerte ihn irgendwie an eine Göttin, wie sie so dastand, in ihrer Vollkommenheit, ihrer Schönheit. Schliesslich brachte er mit Mühe und Not ein „Hallo“ zustande. Sie musterte ihn einen endlos scheinenden Moment lang erneut und dann…auf einmal lächelte sie und es war, als ginge dabei auf ihrem schönen Gesicht die Sonne auf. Sogleich verlor er sein Herz an sie.

Die beiden kamen sogleich ins Gespräch, philosophierten über die Schönheit und Heiligkeit dieses Ortes, tanzten zusammen auf dem Mondfest und tranken süssen Met. Irgendwann dann zogen sie sich, wie einige andere Paare, die sich hier gefunden hatten, zurück. Sie fanden einen schönen Platz, ganz nahe dem silbernen See, im Schutze einiger Steine und Büsche. Schliesslich küssten sie sich das erste Mal. Sie waren sich bereits so vertraut, als würden sie sich schon ewig kennen. Die Leidenschaft überkam sie beide und er öffnete den Gürtel, der ihre Robe zusammenhielt. Der Stoff fiel auseinander und legte ihre wohlgeformten Brüste frei. Ihre samtene Haut glänzte sanft im magischen Schein der Mondlichtung. Wieder küssten sie sich leidenschaftlich, ihre Zungen fanden sich. Sein kräftiger Oberkörper war nun ebenfalls nackt und sie begannen sich gegenseitig zärtlich zu streicheln und überall zu küssen und dann… liebten sie sich, unter dem wundervollen Licht des grossen, silbernen Mondes und es war, als würde die Göttin Elune auf sie herablächeln...

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