Ich sitze mitten in einem Raum auf einem Stuhl mit Blick auf ein offenes Fenster. Ich stehe nicht auf, ich sehe nicht nach, was da draußen ist, obwohl ich es ahne und ich mir wünsche, dass mich dort etwas Schönes erwartet. Ich bleibe sitzen. Ich wage nicht aufzustehen und zum Fenster zu gehen. Ich wage nicht mich aus dem Fenster zu lehnen. Ich habe Angst hinaus zu fallen, wieder. Also bleibe ich sicher auf meinem Stuhl mitten im Raum sitzen. Trotzdem sehne ich mich nach dem da draußen. Ich habe meinen Namen rufen gehört von draußen, ich stehe auf und trete ans Fenster, schrecke aber zurück, aus Angst. Ich habe Angst hinauszufallen, mich zu verletzen, verletzt zu werden. Es ist nicht irgendein Zimmer in irgendeinem Haus, es ist ein Baumhaus. Je länger man wartet, desto höher wächst der Baum und die Angst vor dem Fall wird immer größer. Je größer die Angst vor dem Fall, desto schwieriger ist es aufzustehen und zum Fenster zu gehen.

Was niemand ahnt, wenn man sich trauen würde und aus dem Fenster sehen würde, würde man sehen das der Baum gar nicht gewachsen ist.

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