Auf einer Wiese steht sehr klein,

ein Gänseblümchen, zart und fein.

Mit gold‘ ‘nem Schopf und Silberkleid,

war es das Schönste weit und breit.

 

Das Blümlein schaut sich um, doch sah‘ s,                            

um sich herum nur grünes Gras.

Kein andres Blümchen was hier blüht,

da ward es traurig und betrübt.

 

Die Sonne die vom Himmel scheint,

sieht wie das Gänseblümchen weint.

Sie schickt ihm einen Strahl anheim,

damit es merkt, s‘ist ist nicht allein.

 

Das Licht ein Bienchen angelockt,

die setzt sich auf den gold‘ nen Schopf

um frischen Nektar hier zu tanken,

da kam das Blümchen leicht ins Wanken.

 

Oh , Himmelsblume, Tausendschön,

hab hier im Gras, dich kaum gesehen.

Sagt es, und senkt den Rüssel schnell,

in den gelben Honig-Quell.

 

Oh, Bienchen das ist wunderschön,

dass Du mich doch noch hast gesehen.

Mein Blütenstaub, den sammle ein

dann bin ich hier nicht so allein.

 

Mit reichlich süßer Last an Bord,

fliegt just das Bienchen wieder fort.

Erhebt sich in die Luft geschwind

und ward getragen nur von Wind.

 

Das sah ein zarter Schmetterling,

flog gleich zum Gänseblümchen hin.

Ein Schmetterling von bunter Pracht,

so wie ihn die Natur gemacht.

 

Der Flügelschlag des kleinen Falter,

schien müde für sein junges Alter.

Er sprach, lass ruhen mich für kurze Zeit,

an deinem schönen Silberkleid.

 

Dem Gänseblümchen tat das gut,

schwankte im Wind voll Übermut

und sagt zu seinem neuen Gast,

ich freu mich über deine Rast.

 

Der Himmel sich derweil bedeckt,

hat gleich die Sonne mit versteckt.

Nicht allzu lange muss man warten,

dann regnet es im grünen Garten.

 

So bleibt es nass für viele Stund‘,

das Gänseblümchen wächst im Grund.

Wächst übers Gras hinaus und checkt,

wo andre Blümchen sind versteckt.

 

Jetzt wo es groß ist und es sieht,

was auf der Wiesen so geschieht,

da ist es froh und kann sich freu’n,

als Gänseblümchen hier zu sein.

 

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Feenstaub

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