Das Herz des Dämons

"Schaut nicht so verwirrt, im Grunde ist die Antwort auf eure Frage einfach!", er verbeugte sich vor ihr "ich habe in meiner Zelle Platz für eure Vampirfreunde gemacht, mein Bruder hat gesagt ich darf frische Luft schnappen wenn ich seine Sachen anziehe und höfflich bin! Aber genug der Nettigkeiten und Schleimerei, Badria, halb Teufel halb Dämon, mein erster Fall von Kannibalismus!" Church lachte wie ein Wahnsinniger und fuhr sich mit der Zunge über die spitzen Zähne. Badria verstand die Welt nicht mehr, es ergab für sie keinen Sinn. Sie behielt ihn im Auge, verfolgte jede noch so kleine Bewegung des Dämons, vorsichtig griff sie zu ihren Schwert. "Suchst du etwas?", Badria erschrak als sie plötzlich Church Stimme hinter sich hörte. Sie sprang von ihrem Thron auf und wirbelte herum, Church stand hinter dem Thron, in seiner Hand ihr Schwert. "Was, wer ist dann dieser?", bevor Badria ausreden konnte unterbrach Church sie: "Das ist mein Zwillingsbruder! Finn hat ihn vor einer halben Ewigkeit in den Kerker gesteckt weil er sich nicht beherrschen kann, er ist, falls du das nicht bemerkt hast, Wahnsinnig und naja, ein klein wenig sonderbar!" "Was hast du im Kerker getan?", schrie Badria ihn an. "Dich verraten, kleine Badria!", Church blickte auf das Schwert in seiner Hand "hast du dich nie gefragt wessen Herz dein guter Großvater in das Schwert eingearbeitet hat? Es ist auch unwichtig, ich werde gehen, mit dem Schwert und du wirst dich mit meinem Bruder amüsieren, was hältst du davon?"
Badria starrte ihn an, er hatte sie betrogen und sie war auf ihn und seinen Bruder herein gefallen. Church lachte und verschwand. 
"Gestatten kleine Königin!", sein Bruder verbeugte sich spöttisch vor ihr "ich bin Chrunch!"

Saphira hatte den Thronsaal fast erreicht, bis jetzt war ihr niemand in die Quere gekommen. Plötzlich vernahm sie eine Stimme hinter sich: "Warte Schwägerin!"
Saphira blieb wie angewurzelt stehen, konnte diese Stimme wirklich zu ihm gehören?  Langsam drehte sie sich um, lange schwarze Haare, schwarze Augen, wobei das linke Auge eindeutig blind war. Sein Gesichtsausdruck war kalt wie Eis. Aber von ihm war sowieso nie eine Gefühlsregung gekommen, außer Mari hatte etwas nettes zu ihm gesagt, dann war er fast schon beängstigend verliebt und herzlich gewesen. Er trug einen langen, edel wirkenden Mantel aus rotem Samt, in seiner Hand ein Schwert. "Sarefusal!", Saphira konnte nicht fassen das der verschollene Mann ihrer Schwester vor ihr stand "wo warst du?" Er zeigte weiter keine Gefühlsregung, hielt ihr nur das Schwert entgegen: "Das ist Seuchenbringer, eine alte Waffe meiner Familie, nimm sie Saphira! Du wirst sie brauchen!" Saphira starrte ihn weiter an: "Ich bekomme wohl keine Erklärung!" Plötzlich glaubte sie doch einen Hauch von Emotion in seinem Gesicht zu erkennen: "Saphira, nimm das Schwert, ich kann nicht bleiben, rette meine Tochter!"
Saphira griff nach dem Schwert: "Was soll ich Mari sagen?" Sarefusal wurde nun doch von seinen Gefühlen überwältigt, eine Träne lief ihm über die Wange: "Sag ihr das wir eines Tages wieder zusammen sein werden, und sag Badria das ich sie liebe, und jetzt geh!" Saphira blickte auf den Boden, die plötzliche emotionale Reaktion ihres Schwagers berührte sie und machte sie traurig: "Aber..." 
Sarefusal war verschwunden.
Saphira wusste das ihr keine Zeit blieb, sie starrte das Schwert an, es war aus dunklem Stahl geschmiedet und dunkle Runen waren darauf zu sehen, sie konnte diese allerdings nicht zuordnen. Sie setzte ihren Weg zum Thronsaal fort.

Badria stand der Schrecken ins Gesicht geschrieben. Sie flüchtete durch den ganzen Saal vor Chrunch, dem irren Bruder von Church. Dieser lachte gestört, sie wusste das er nur mit ihr spielte, aus seinem Körper waren schwarze Fäden geschossen und jagten sie durch den Raum wie ein verängstigtes Tier. Badria hatte bei Allister gesehen was diese Fäden anrichten konnten, sie wusste das sie gegen diesen Dämon keine Change hatte. Noch dazu fühlte sie sich kraftlos, von ihrem Großvater verlassen. "Lauf lauf kleine Königin, ich mag es wenn mein Essen sich bewegt. Dein junges Fleisch wird mir schmecken!", brüllte der irre Dämon und schoss erneut seine Fäden nach Badria. Sie war in die Ecke getrieben, sie hatte keine Möglichkeit mehr auszuweichen. Badria schloss die Augen und wartete auf den Schmerz der ihr Leben beenden würde.
Aber nichts geschah, sie hörte ein Stöhnen des Dämons und öffnete die Augen.
Aus Chrunchs Brust ragte die Spitze eines Schwertes und hinter ihm stand Saphira. "Badria bring dich in Sicherheit!", rief sie ihr zu. Badria rannte hinter den Thron und ging in Deckung. 
Saphira riss das Schwert aus dem Rücken des Dämons, dieser drehte sich langsam zu ihr um und starrte sie finster an: "Du wagst es ein Dämonenschwert gegen einen Dämonen zu richten, Teufel?" Ein schwarzer Faden schoss auf sie zu, Saphira schlug ihn mit dem Schwert ab. "Du wagst es Seuchenbringer gegen einen Dämon der durch verseuchte Fäden tötet einzusetzen?", schrie Chrunch sie an, seine Adern begannen dick hervorzutreten durch das Gift des Schwertes. Saphira stach es ihm ein zweites mal in die Brust, Chrunch schrie auf. "Du tötest mich langsam, kleiner Teufel, aber ich werde dich mit in den Tod reißen!"
Der Dämon sammelte seine letzten Kräfte, Badria sah die Masse an Fäden die aus verschiedenen Richtungen auf Saphira zu schossen, das konnte sie nicht abwehren. Badria verkroch sich hinter dem Thron und kauerte sich gegen den kalten Stahl. Sie wollte Saphiras Tod nicht mit ansehen, geschweige den daran denken was der verrückte Dämon ihr antun würde wenn er mit Saphira fertig war.
Tränen schossen ihr in die Augen, das hatte sie nicht gewollt.
Ein schmerzerfülltes Schreien von Saphira lies sie zusammenzucken, Badria zitterte und wollte am liebsten auf der Stelle sterben.
"Bruder... Was hast du getan?", hörte sie Chrunch japsen. Wieder ein Schrei von Saphira, Badria versuchte sich zu sammeln und erhob sich langsam um die Situation zu begutachten.
Was sie sah verwirrte sie zu tiefst. Vor Saphira hin Church in der Luft von hunderten Fäden seines Bruders durchbohrt. Chrunch wankte, zog die Fäden zurück, das Gift tat seine Wirkung. Church fiel auf die knie und zitterte: "Ich konnte sie nicht sterben lassen Chrunch, ich liebe sie doch!" 
In diesem Moment brachen die Dämonenzwillinge zusammen.

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