Das Rendezvous im Schatten III

Ein Holzscheit brach krachend im Kaminfeuer zusammen, als Stephen seine letzten Worte ausgesprochen hatte. Die Atmosphäre hatte sich wie eine vernichtende Gewitterwolke entladen und in den Ohren von Kathy hallte sie als Donner nach.
"Ist das überhaupt möglich? Das ein Charakter den Autor
umschreibt?", fragte die junge Autorin ungläubig.
"Bedauerlicherweise ist das möglich, aber nur in seinem Kopf. Hab
keine Furcht, es kann dir nicht das Gleiche wiederfahren.", antwortete Phantom, welcher bisher zur Unterhaltung geschwiegen hatten. Sein Umhang hatte denn Großteil seiner Gestalt in ein tiefes schwarz verschluckt, welches den Anschein erweckte, dass sein Kopf ohne Körper sei.
"Aber was habe ich damit zu tun? Und warum ist er hier?"
"Dazu komme ich noch.", äußerte Stephen ruhig und kam seiner Ankündigung nach: "In der Stunde der Not ist dein Name gefallen und nach langem für und wider bist du es wohl die bisher fehlte um Melanie den Gar aus zu machen."
"Aber wer bin ich denn? Das ich...?"
Stephen schnitt Kathy das Wort ab: "Du bist eine Hexe. Aber nicht irgedeine. Du findest dich in Felix Erinnerungen wieder, bist der Hexennatur gemäß ein Wesen der Fantasy und doch findet sich dein Name selbst in der nach mir benannten Krimireihe. Du bist wie Melanie, doch bist du das Gute, dass sie zur Strecke bringen wird."
"Aber so gut bin ich doch gar nicht.", erwiderte Kathy betrübt.
Stephen kommentierte den Widerspruch mit einem kräftigen Augenrollen: "Felix hatte gesagt, du würdest dergleichen von dir geben. Mach es kurz und wir werden dir alles Wichtige berichten. Vergiss nicht, es geht auch darum den Menschen zu retten, den du Felix nennst. Also bist du bereit für ihn zu kämpfen?"
"Was ist das für eine Frage?! NATÜRLICH!"
"Gut dann kann ich ja jetzt ohne Unterbrechung fortführen. Ich berief zu dieser Stunde Phantom ein, in der Hoffnung du würdest schlafen. Und doch wünschte sich ein anderer Teil in mir, du seiest wach. Denn so haben wir mehr Zeit dich vorzubereiten."
"Vorbereiten?"
"In der Tat, dafür bestellte ich den gefiederten Dieb her, dessen Diebstähle schon fast an Magie zu grenzen scheinen. Seine Verbindungen mit den Charakteren der Fantasywelt sind weitaus besser, als es meine sind, obwohl er wie ich ein Wesen allein dieser Welt ist."
"Aber warum muss ich denn in die Fantasywelt?"
"Deine Fähigkeiten als Hexe sind offensichtlich.", räumte Phantom ein, doch wirst du keinerlei Erfahrungen damit haben, wie man hierzulande Feinde bezwingt und Magie in ihrer vollsten Blüte zu nutzen weiß. Deshalb sollst du in die Fantasywelten um dort zu lernen und zu trainieren. Außerdem erscheint es uns sinnvoller dich in Bewegung zu halten. Melanie wird, wenn sie es nicht schon weiß,
bald Wind von dir bekommen, wenn das geschieht wird sie erbarmungslos Jagd auf dich machen, bis sie dich findet und vernichtet hat."
Kathys Augen erweiterten sich und schienen in ihrer Expansion kein Ende finden zu wollen. In was war sie da rein geraten? Wusste Felix von dieser Geschichte?
"Falls du dich fragst ob Felix von Melanies Plänen weiß und ob er dich hier mit Absicht hineinschickte, so kann ich dich beruhigen. Er weiß nicht was sie vor hat und sein Wille dich in Gefahr zu bringen war noch nie existent. Weshalb wir uns auch um diese Zeit treffen wollten, den er schläft bereits. Schließlich hat er ja
niemanden zum Skypen.", äußerte der Detektiv trocken.
"Aber warum widersetzt ihr euch seinen Wünschen oder warum sagt ihr ihm nicht was Sache ist?", fragte Kathy.
"Du kennst ihn.", antwortete Phantom, "Wüsste er davon würde er alles daran setzen die einzige Hoffnung auf Rettung fern aus seinem Gehirn zu halten. Allein um deinetwillen."

Kommentare

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media