Das Ziel in Sicht

(Flash)
"Wo sind wir hier nur, kleines Licht. Es gibt nichts, außer uns. Bin ich in der Vorhölle gelandet? Werde ich für alle meine schrecklichen, naiven Taten bezahlen?" verzweifelt sah sie mich an. Noch immer saßen wir da und taten nichts. Hin und wieder wechselten wir ein paar Worte, dann herrschte wieder minutenlanges Schweigen. Keiner von uns konnte sagen, wie lange wir nun schon hier fest saßen. Ich war enttäuscht worden von meinen Freunden. Hätten sie uns nicht schon längst wecken müssen? Aber vielleicht ging das ja nicht, vielleicht war es unmöglich uns zu helfen.

"Ich weiß wo wir uns befinden, Cenishenta. Der Dämon, der dich entführt hat, ist tot. Wir sitzen in seinem Geist fest. Aber ich kenne den Ausgang ebenso wenig wie du."

"Kann denn gar nichts gut ausgehen? Nicht einmal anständig sterben kann man. Außerdem wüsste ich gerne endlich wer du bist!" In diesem Augenblick gab es einen Knall in meinem Kopf. Natürlich!

"Wie konnte ich nur so dumm sein! Cenishenta! Ich weiß, wie wir hier herausfinden! Wir sind in der Welt der Dunkelheit. Noch immer, auch wenn es hier nicht so aussieht. Dies muss eine der Paralleldimensionen sein. Und sie existiert vermutlich auf den gleichen Regeln basierend wie die dunkle Dimension. Das heißt, wenn wir uns bewusst werden, was für ein Ziel wir haben, werden wir den Weg dorthin finden." sprudelte es aus mir heraus. "Was ist dein Ziel? Wo würdest du jetzt am liebsten sein?"

"Bei Flash." Mein Herz blieb stehen. Was sollte ich ihr erzählen?

"Nun ja, nein. Es... es muss ein Ort sein. Personen bewegen sich und außerdem weißt du gar nicht, wo er gerade ist." versuchte ich es.

"Im Schloss..." ich atmete leise auf. "Bei Flash." Alle Luft stieß aus meinen Lungen. Ein leichter Hustenanfall schüttelte mich.

"Kleines Licht, ist alles in Ordnung." besorgt tänzelte sie um mich herum.

"Ja." Schnell riss ich mich zusammen. "Stell dir bitte nur das Schloss vor, nur den Ort, wo du am Liebsten sein willst. Zum Beispiel im Thronsaal, oder im Speisesaal, vielleicht auch im Garten bei den Tannen, aber es muss möglichst genau in deinen Gedanken sein." Ein winziger Punkt am Horizont blinkte auf. Doch als ich einen Schritt darauf zu trat begannen riesige Mauern zu wachsen, bis zu achtzehn Fuß hoch! Ein riesiger Irrgarten hatte sich aufgebaut.

"Tja, da müssen wir jetzt wohl durch..." stellte ich trocken fest, nahm Cenishenta ohne Nachzudenken an der Hand und führte sie hinein.


*


(Chase)

"Ha! Er hat sich bewegt, er hat sich bewegt!" schrie ich das ganze Haus zusammen. "Dok! Er hat sich bewegt, nach zwei Wochen Schlaf, endlich ein Lebenszeichen! Juhuu!" Durch das ganze Haus verkündete ich lautstark, was ich gesehen hatte: Flash hatte sich zielsicher Cenishentas Hand gegriffen.


Kommentare

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media