Der Deal

Peters Telefon schlug erneut an. "In ca. dreihundert Metern befindet sich ein Parkplatz auf der rechten Seite. Stellen sie dort ihr Fahrzeug ab und steigen sie in den Fond der schwarzen Limousine!" - "Moment mal, so..." - "Klick." Peter wollte sagen, es wäre so nicht ausgemacht gewesen, doch sein Gegner ließ ihm keinen Diskussionsspielraum. Es war eine Friss oder Stirb-Situation. Es ging um Ricarda. Er hatte keine Wahl! Er stellte den Wagen ab, nahm die Uhr aus dem Beutel und gab sie ins Handschuhfach. Den Beutel mit der Nikon, deren Akku er künstlich entleert hatte, nahm er mit. Als er in die Limousine stieg, drückte er noch den Knopf seiner Zentralverriegelung. "Sie können ihn auch offen lassen, Herr Handl, wer weiß, brauchen sie ihn noch!" - "Ich dachte, wir hätten einen Deal!" - "Sie können sich vieles denken! Ich nehme an, sie sind nicht bewaffnet?" - "Natürlich nicht! Im Gegensatz zu ihnen halte ich mich an die Regeln! Wo ist Ricarda?" - "Wir halten uns ebenfalls an die Regeln... aber wir machen sie auch Herr Handl! Ich muß sie ersuchen, diese Kapuze über zu ziehen, wenn sie sie sehen wollen. Peter  hatte keine Wahl. Er war seinem Gegner hilflos ausgeliefert. "Hoffentlich..." dachte er. "Hoffentlich weiß Rupert, was er tut...

Rupert war völlig klar, dass man Peter hereinlegen würde. Er wusste, dass Peter, hätte er in seiner Situation klar denken können, es ebenfalls erkannt hätte. Es störte ihn, dass er Peter dem Risiko eines Treffens aussetzen musste, doch er sah keine andere Chance, Ricarda zu befreien. Sie hatten mächtige Gegner. Aber auch sie hatten noch ein paar Joker und er würde die nicht einfach davon kommen lassen. Denen würde noch klar werden, dass der größte Feind eines Geheimdienstes das Internet und die Medien sind. Denn ein Geheimnis, das keines ist, ist wertlos! Nach einem Blick auf die Uhr, trat er das Gaspedal durch. Er hatte noch Etwas vorzubereiten.

Ricarda wandte den Blick zur Tür. Es war Peter, der da so wie sie  zuvor mit einer Kapuze auf dem Kopf hereingeführt wurde. "Was soll das? Sie haben gesagt...!" - "Halten sie den Mund, sie dummes Ding! Wir werden euch sicher NICHT laufen lassen. Da könnten wir unsere Entwicklung gleich der Öffentlichkeit vorstellen!" Der Anführer der Gruppe nahm die Kamera in Augenschein. "So so, leerer Akku." Peter wurde in der gleichen Art ruhig gestellt, wie Kremer und Ricarda vor ihm. "Wir haben euch nichts getan!" sagte Peter. "Im Gegenteil: Ihr Arschlöcher baut eine Apparatur, die brandgefährlich ist und habt auch noch die Frechheit, sie an die Autobahn zu stellen! Gehts noch?" - "Tja, Herr Handl! Ihr Pech, dass wir die Mächtigeren sind." - "Wie lange noch?" - "Was wollen sie damit sagen?" - "Dass ich nicht so unbedarft bin, wie sie glauben." - "Sie bluffen doch nur!" - "Es freut mich, wenn sie das glauben!"

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