Langsam regten sich seine Lider. Sie zuckten. Das Gefühl kehrte wieder. Plötzlich zerriss es ihn! Wo kam er her der schreckliche Schmerz? Seine Augen krampften, fürchteten das was sie sehen könnten, doch er schaffte es sie zu öffnen. An seinem Körper klebte Blut, nicht nur das seinige. Um ihm herum lagen andere Kinder: Zerfetzt, Zerrissen, Tod. Seine blutverklebten Augen konnten die anderen Kinder nur schwer sehen, doch wusste er: Sie waren alle Tod. Kinder mit denen er gerade noch Fußball gespielt hatte, waren verbrannt, durchlöchert, hingerichtet. Das Gebäude, welches in nächster Nähe einen Rauchpilz gehend Himmel schickt, kannte er gut. Es war seine Schule. Und langsam kamen die Erinnerungen wieder. Heute war der Elternsprechtag, sein Vater und seine Mutter sie waren in dem Gebäude um mit dem Klassenlehrer zu sprechen. Mit dem Bewusstsein kam auch die Verzweiflung. Schreie halten aus seiner Kehle. Jammernder Rufe - sie bleiben unerhört.

 

Der Krieg fordert eben Opfer. - Wie viele Kinder müssen noch sterben, bis das staatliche morden ein Ende findet? Sagt mir nicht es ist kein Krieg wenn dein Leben durch Bomben oder Sturmgewehre beendet wird. Sagt mir nicht es ist kein Krieg, wenn Kinderaugen Glanz verlieren und nie wieder strahlen können. Sagt mir nicht es ist kein Krieg nur weil euch eure Selbstsucht wichtig ist. Sagt mir nicht es ist kein Krieg, denn es ist es!

 

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16.07.2016 © Felix Hartmann

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