Es ist Nacht,
der Vollmond scheint,
und hinten auf dem Friedhof
sitzt ein Vampir und weint.

Er weint um seine Liebe,
die er nicht verwandelt.
Sie hätte sich doch nur,
dem Tode zugewandelt.

Er wollte sie beschützen nur,
und gab ihr deshalb Liebe nur.
Und nicht die Ewigkeit.
Er war noch nicht bereit,
das Wagnis einzugehen
und sich zu gestehen,
dass er sie liebte nur.

Doch jetzt ist sie verstorben,
einfach alt geworden.
Und er bleibt ewig jung.
Das ist doch zu dumm.

"Oh, hätt' ich sie verwandelt nur,
ihr gegeben meinen Schwur.
Mit Blut besiegelt unser'n Kuss,
weil sie sonst sicher sterben muss."

So nimmt nun der Vampir sein Schwert
und nimmt Abschied von der Welt.
Da nichts ihn hier mehr halten kann
und doch nur der Tot gewann.

Kommentare

  • Author Portrait

    Ich habe beim Durchlesen immer wieder versucht heraus zu finden, wann du so gelacht hast, beim Abtippen. Es gelang mir nicht so ganz. Ich finde es eher traurig, das der Vampir mit seinem Verlust nicht klar kommt und daran so sehr zerbricht, dass er sich auslöscht. (Leben nehmen fand ich unpassend, Vampire sind schließlich untot ^^). Ansonsten mal ein alternatives Ende zu all den Vampire-Love-Stories, die überall wie Pilze aus dem Boden schießen. Erinnert mich ein bisschen an das Schicksal von Captain Jack Harkness (Dr. Who), der ewig lebt und seine Lieben immer nur altern und wegsterben sieht. Der arme Kerl. -_- Zurück zum Thema: Gutes Gedicht. Weitermachen. ;)

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media