Ein Poetry Slam | am besten anhören.


Ich liege

Zwischen Plänen und Hoffnungen und fliege

Über Stolpersteine und Erwartungen

Von anderen und von mir selbst an mich selbst

An andere

Wir versinken

Unter Vergangenheit und vergangenen Taten und

Sind davon überzeugt, es besser zu wissen als die früher es gewusst haben

Und hauen doch in dieselben Wunden,

die gerade erst vernarben

weil wir doch noch sind, wer wir waren, auch wenn wir es nicht wahrhaben

wollen wir nur in die Zukunft schauen, wo wir glauben, die Vergangenheit hinter uns zu lassen,

dabei rennen wir im Kreis und verbrechen immer wieder denselben Scheiß.

Ich fliege

Über Parolen und Angst und Jäger und Gejagte, über Verluste und Siege und Kriege zwischen Menschen und in jedem einzelnen von uns ganz tief drin

Über Hass und Wortkriege, Missgunst und Misstrauen vor den eigenen und den fremden.

Ich stolpere und falle hin

Und frage mich, wer und wo und wie ich überhaupt noch bin.

Ihr fliegt zwischen Plänen und Hoffnungen und über Stolpersteine und Erwartungen und rennt zwischen Vergangenheit und Zukunft, Parolen, Angst, vermeintlichen Siegen und endlosen Kriegen.

Jedes Wort, jede Geste ein Schlag, ein Tritt

In meine Pläne und Hoffnungen.

Du stehst auf und greifst nach meiner Hand und ich stehe

Zwischen Boden und Möglichkeit, dem Eigenen und dem Fremden.

Und ich gehe

Mit dir den zweiten Schritt.

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Feenstaub

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