Die Befragung

Die Atmosphäre im Rover war eisig, als wir vorm Palais hielten. Max und ein Kollege gingen ins Haus und danach in die "Garage". Schließlich kam er zurück und bedeutete uns, ins Haus zu gehen. Ich stützte Georg wieder und so dauerte auch das wieder einige Zeit. Georg bedankte sich nocheinmal, als ich ihn in seiner Dienstwohnung verließ. "Michael, ich weiß es zu schätzen, wie sie mit uns umgehen. Ein anderer Chef, würde sich nicht persönlich die Mühe machen..." - "Georg, um ehrlich zu sein, schätze ich schon seit meiner jugend die Leute nach einem einzigen Grundsatz ein: Wenn du wissen willst, wie ein Charakter wirklich ist, schau dir an, wie er mit seinen Untergebenen umgeht! Im Übrigen, Gebe ich Maria und ihnen nur zurück, was sie beide jeden Tag für uns tun! Ein Bisschen mehr, als die Ausführung eines Jobs! Was man mit Liebe macht, macht man gut! Ruhen sie sich ein wenig aus und machen sie sich keine Gedanken. Wir kommen schon klar und sie sind bald wieder auf den Beinen!" Auch Maria war offensichtlich dankbar, dass ich mich persönlich um die beiden gekümmert hatte. Es war ihr aber anzusehen, das sie die eisige Atmosphäre zwischen Selina und mir in Sorge versetzt hatte. "Michael, seien sie nicht böse auf ihre Frau! Diese Briefe haben sie auch mitgenommen..." - "Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, Maria. Auf jeden Fall halte ich ihr derzeiteiges Verhalten nicht für angemessen..."

Ich ging zu den Anderen in den Salon. Ins Haus war nicht eingebrochen worden. Bei der Durchsuchung waren Elektroschocker gefunden worden. Max hatte die beiden jungen Leute aus dem Mercedes  mit herauf genommen. Sie saßen auf zwei Sesseln und schwiegen. "Wer hat das Tor geöffnet?" fragte Max. Schweigen. "Ist ihnen klar, das sie praktisch der versuchten Entführung überführt sind? Vermummt und bewaffnet auf ein Auto zuzugehen, hinter dem man sich quergestellt hat, kann praktisch nur als Überfall zwecks Raubes oder räuberischer Erpressung gewertet werden! Oder wie sehen sie das?" Auch ich setzte nun zu einer Frage an, doch Selina unterbrach mich. "Warte!" Sie wandte sich zu den beiden Tätern. "Was war der Zweck der Übung? Wer hat sie beauftragt? Reden sie!" "Wir sprechen nicht über Auftraggeber! Wir sind Privatdetektive. Wir haben eine Verpflichtung unseren Kunden gegenüber!" Maria war hereingekommen. "Man sollte sie einsperren! Alle beide. Und vor Allem ihren Vater. Er hat Georg angefahren! Gehört das auch zu ihren Verpflichtungen ihrer Kundschaft gegenüber?" Die Befragung hatte sich festgefahren. Plötzlich sahen alle zu mir her. "Und jetzt?" fragte Sel. "Macht doch, was ihr wollt!" sagte ich und verließ das Zimmer. Ich eilte die Treppe hinunter und hörte noch Selinas Stimme. "Michael, bitte!" Da fiel auch schon die Haustür ins Schloss und ich setzte mich in den Porsche. Als Selina die Haustüre öffnete, kam ich mit dem Targa gerade im Drift vorbeigeflogen...

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