Die Bestie von Faron


                                                    Kapitel 8

Kylion war verzweifelt. Er hatte sich gehen lassen und die Bestie die er war entfesselt. Niemals hätte er geglaubt, das er je eine Frau so nehmen würde, vor allem eine Frau die er noch dazu so sehr liebte wie die Prinzessin. Er hatte sie
einfach genommen, mit Gewalt...ihre Schreie ignoriert, ihre Schläge wie sie nicht zarter hätten sein können. Und dann dieses Gefühl als er in sie eindrang.Sofort wurde er wieder erregt und wäre am liebsten zurück in die Festung gerannt, hinauf in sein Gemach zu ihr um sie nochmals zu nehmen. Doch diesmal mit wahnsinnig viel Gefühl. Er wollte ihr, auf eine andere Art zeigen wie sehr er sie begehrte und liebte, nicht so grob und rau wie gerade eben!
Doch nun war es zu spät. Sie hatte schon Recht, als sie ihn ein Scheusal nannte. Ja er war ein Scheusal, ein Monster.....eine verdammte Bestie! Er war ihrer nicht wert und sie hatte einen besseren Mann verdient, nicht ihn!
Dragon sah wie Kylion auf dem Übungsplatz umher lief. Er schien über etwas nach zu denken und Dragon ahnte auch schon worüber.
Er ging mit entschlossenen Schritten auf Kylion zu , packte ihn an der Schulter und riss ihn herum. " Wie konntest du nur! Wie tief muss ein Mann sinken um sich eine Frau mit Gewalt nehmen zu müssen. Wenn sie sich nicht freiwillig hingab, dann wird es schon seinen Grund gegeben haben. Und auch wenn du König von Faron bist, so gibt es dir kein Recht, einer Frau solch schändliches anzutun! Du hast damit nicht nur deine Loyalität als König und Anführer in Frage
gestellt sondern auch unsere Freundschaft!" "Bist du jetzt fertig?!" Kylion sah seinen Freund ausdruckslos an " Denkst du etwa ich stelle meine Position als König und Anführer denn nicht in Frage, mein ganzes Leben sogar? Ich weiß selbst nur all zu gut, dass ich einen schrecklichen Fehler begangen habe, den ich durch nichts, aber auch gar nichts wieder rückgängig machen kann. Es sei denn ich verlasse Faron und übergeben meine Krone und den Thron einem würdigeren Nachfolger!"  Dragon sah Kylion stirnrunzelnd an " Du willst Black Wood Castle verlassen?"  "Nicht nur das, ich sagte doch eben,ich verlasse auch das Land! Und ich hoffe das Wenefra mich und das was ich ihr angetan habe, vergessen kann! Bei Morgengrauen breche ich auf!" Kylions entschlossener Blick, lies keinen Zweifel an seinen Entschluss. "Ich verstehe. Und wer soll dein Nachfolger sein?" fragte Dragon. "Ich habe dir stehts vertraut mein Freund, du und Balagor werdet die Festung übernehmen, du wirst mein Nachfolger und Balagor dein Ratgeber. Achtet gut auf dieses Land und sein Volk und seit ein besserer König und Anführer, als ich es war." Kylion wollte sich schon abwenden und gehen als Dragon ihn zurück hielt. "Und was wird aus Prinzessin Wenefra? Werdet ihr sie zurück schicken, nach Ask oder bleibt sie auf Black Wood Castle?"
Kylions Herz verkrampfte sich, bei dem Gedanken, das er Wenefra nun verlassen musste und sie nie wieder sehen würde. "Sie wird bleiben, sofern sie es noch möchte. Noch ist sie keine Witwe, doch ich denke nicht das Thorndon es wagen wird sie zurück zu holen, als er die Chance hatte, nahm er sie schon nicht wahr. Er hat sie frei gegeben, das hat er mit seiner Flucht aus Ask deutlich bewiesen! Und da sie nun frei ist, kann sie zum Manne nehmen wen sie will!"
"Bist du dir da sicher Kylion?" Dragon sah seinen Freund skeptisch an, er kannte ihn lange genug um zu erkennen, das es ihm sehr schwer fiel diese Entscheidung getroffen zu haben. "Ich war mir einer Sache selten so sicher, wie dieser mein Freund. Und nun lass mich alleine, ich habe noch einige  Vorbereitungen zu treffen bevor ich Black Wood Castle verlasse!" mit diesen Worten wand sich Kylion von Dragon ab. Am Abend nachdem Kylion alle Formalitäten erledigt hatte ging er in seinem Gemach ruhelos auf und ab. Sein Entschluss stand jedoch unwiderruflich fest, er würde aus Black Wood Castle und aus Faron verschwinden. Er wollte zurück nach Phyria, woher er eigentlich stammte. Das Land lag westlich der Berge von Faron und sein Vater hatte dort ein paar Ländereien wo auch die kleine Burg stand, die sein Ur Ur Großvater der Lord von Phyria, erbaut hatte. Sein Vetter Clark lebte nun dort nachdem Kylions Vater Belon gestorben war und er selbst von König Fehu aufgenommen und aufgezogen wurde. Belon hatte es vor
seinem Tode so gewollt. Doch nun war nichts mehr so wie es war oder hätte sein sollen. Kylion hatte einen großen Fehler begangen und konnte die Schmach nicht länger ertragen. Er musste fort, weit fort von hier! Die Tür zu seinem Gemach öffnete sich plötzlich leise und Wenefra trat herein. Kylion konnte kaum fassen, dass sie es tatsächlich wagte, ihn in seinem Gemach aufzusuchen. Nach allem was er ihr angetan hatte. Fürchtete sie sich denn nicht vor ihm, vor der Bestie?
"MyLord..... Ich habe erfahren ihr wollt Black Wood Castle verlassen?" sie sah ihn mit ernstem Blick an, er wollte ihrem Blick stand halten doch er konnte es nicht und wand sich von ihr ab. "Sprich mit mir Kylion.... du kannst nicht einfach so verschwinden und dein Volk im Stich lassen. Es braucht dich, deine Männer brauchen dich....!" Wenefra war einen Schritt auf ihn zu gegangen
Kylion biss die Zähne fest aufeinander. Ja, natürlich....jeder brauchte ihn. Nur sie nicht! Doch genau das war es was er wollte, dass SIE ihn brauchte! Genau so sehr, wie er sie! "Dragon wird mein Nachfolger, er wird ein guter gerechter König und Anführer sein. Und du, du bist frei Prinzessin....du kannst gehen oder bleiben, dir einen neuen Mann wählen oder auch nicht. Es ist dir freigestellt!"
Bei diesen Worten blieb Wenefra fast das Herz stehen. Es wollte sie nicht mehr? Sie war frei und es war ihm egal ob sie blieb oder ging? Es war ihm gleich, ob sie sich einen anderen Mann wählte? Das war nicht der Kylion den sie kannte, jener Mann der ihre Leidenschaft ihre Sehnsucht und ihre Liebe entfesselt hatte. Das war nicht die Bestie von Faron, diese würde niemals aufgeben und einfach so verschwinden! NIEMALS! Wortlos drehte sich Wenefra um und verließ sein Gemach. Tränen stiegen ihr in die Augen und Enttäuschung machte sich in ihrem
Herzen breit, unendliche Enttäuschung! Als sie die Tür hinter sich verschloss und Kylion wieder alleine war, sank er auf seine Knie und schlug mit seinen Fäusten
fest auf den Boden. Er war so wütend über sich selbst und der Schmerz in seinem Herzen viel zu groß. Doch er hatte keine andere Wahl, er musste gehen.

Als der Morgen graute und Kylion hatte sein Pferd schon gesattelt und war bereit Black Wood Castle den Rücken zu kehren und dies für immer. Sein Herz war schwer, doch er wusste das Wenefra und er niemals eine gemeinsame Zukunft haben konnten. Sie liebte ihn nicht und würde dies auch niemals tun und er, er war die Bestie die ihre Emotionen und Kräfte nicht länger unter Kontrolle hatte. Nein, er musste einfach gehen! Kylion stieg auf und führte sein Pferd durch das geöffnete Tor. Er hatte sich von niemandem verabschiedet. Kylion hielt es so für
das beste, für beide Seiten. Alle Formalitäten waren geklärt, Dragon würde ein guter König und Anführer sein und auch zu Balagor  hatte er vollstes Vertrauen. Er würde König Dragon mit Rat und Tat zur Seite stehen. Und beide würde die Prinzessin mit Schwert und Leben schützen! Bei dem Gedanken jedoch, das Dragon sich Wenefras Gunst zu eigen machen könnte, das sie sich ihm nun zuwenden und mit ihm das Bett teilen würde, verkrampfte sich Kylions Herz. Dieser Gedanke lies ihn einfach nicht los und hielt ihn auch noch gefangen, als er schon die Grenzen von Phyria überquert hatte. Es wurde dunkel als er die Burg seines Vaters erreichte. Kylion wurde schon erwartet und freudigst von seinem Vetter begrüßt. "Ich freue mich dich wieder zu sehen Kylion. Sei mir willkommen!" Clark breitete seine Arme aus und empfing seinen Vetter. "Ich freue mich auch, dich wieder zu sehen Clark. Es ist lange her und ich muss sagen du siehst gut aus." Kylion versuchte sich ein Lächeln abzuringen. "Ich danke dir mein Lieber, ich denke wir werden uns eine Menge zu erzählen haben. Doch jetzt komm, du wirst Hunger haben und ich habe einen vorzüglichen Wiskey, den du unbedingt kosten musst. Ach, es ist schön dich wieder hier zu haben." Clark war vor Freude ganz aus dem Häuschen, doch Kylion war einfach nur müde und mit seinen Gedanken ganz und gar nicht bei der Sache. Doch er wollte seinen Vetter nicht vor den Kopf stoßen. In der Halle angekommen lies sich Kylion auf einen der Stühle an der Tafel nieder. Clark hatte schon nach einem Dienstmädchen geschickt, die auch sogleich angelaufen kam um den beiden Männern eine Flasche Wiskey und zwei Becher zu bringen. Sie schenkte zuerst Clark ein, bevor sie sich zu Kylion wand und auch
seinen Becher füllte. Dabei lies sie sich besonders viel Zeit, denn ihr gefiel der große starke Krieger. Sie schmachtete ihn an und schenkte ihm ihr schönstes Lächeln. Als sie sich verbeugte bevor sie sich zurück zog, beugte sie sich extra  weiter vor damit Kylion auch wirklich in ihren Ausschnitt sehen konnte um einen Blick auf ihren üppigen Busen zu erhaschen. Doch Kylion lies dies kalt, er hatte kein Interesse, weder an diesem Mädchen, noch an irgend einer anderen Frau. Er wollte nur die eine, doch leider wollte diese eine ihn nicht. So in seinen drüben Gedanken vertieft, starrte er in die Flammen des Kaminfeuers und trank seinen Becher mit einem Zug leer. Der Wiskey war alt und tat ihm dementsprechend gut. Kylion wusste das er hier genügend Zeit und Gelegenheiten haben würde um seinen Schmerz im Alkohol zu ertränken. Er hoffte das er so, Wenefra schnellstens vergessen könnte. Die Tage gingen ins Land und noch immer kreisten Kylions Gedanken um die Prinzessin. Noch nie hatte er eine Frau so begehrt oder
gewollt wie sie! Jede Nacht träumte er von Wenefra. In seinen Träumen sah er sie vor sich, leicht über ihre Schulter schauend, lächelnd, das Gesicht halb unter der großen Kapuze ihres Umgangs verborgen. Schweigend, nur leicht ihren Kopf zur Seite geneigt, unschuldig und doch einladend zugleich. Kylion merkte selbst im Schlaf,dass sein Atem schneller ging. Er wollte sie aufhalten, streckte seine Hand nach ihr aus, doch seine Finger glitten durch den Stoff hindurch wie durch Nebel. Dann war sie verschwunden.  Kylion öffnete den Mund um nach ihr zu rufen, doch brachte er in seinen Träumen keinen Laut über seine Lippen. Wenefra war fort
und so blieb ihm nichts, als seine unstillbare Sehnsucht und das Gefühl eines großen Verlustes. Nacht für Nacht erwachte Kylion Schweiß gebadet auf. Um ihn herum war es dunkel und seine Lunge schien zu brennen. Kylion ließ sich zurück auf sein Kissen fallen und schloss seine Augen,auf der Schwelle zwischen wach sein und schlafen,blitzte kurz eine Erinnerung auf. Wenefra! 
Eines Tages, Kylion gab sich wie immer dem alten schottischen Wiskey hin, wurde er von seinem Vetter Clark davon in Kenntnis gesetzt, das ein Bote in der Halle auf ihn wartete. " Was kümmert mich das....!?" Kylion war stock betrunken, sein Blick glasig und er stank nach Wiskey und Schweiß. Clark schüttelte den Kopf. " So kann es mit dir nicht weiter gehen, du brauchst dringend ein Bad und ich werde dem Boten ausrichten das man dir seine Nachricht zukommen lässt." Kylion winkte nur ab " Tu was du willst, es ist mir egal. Alles ist mir egal, weil ich allen egal bin!" Clark runzelte die Stirn und wand sich angewidert von Kylion ab. Er verließ den Raum und ging nach unten in die Halle. " Lord Kylion fühlt sich nicht sonderlich gut heute, ich werde ihm jedoch  eure Nachricht übergeben." Doch der Bote bestand darauf, das er seine Nachricht Kylion persönlich übergeben müsse und auch sogleich eine Antwort benötigte. Es sei eine äußerst dringende Angelegenheit! Clark sah den Boten fragend an, doch er machte sich abermals auf den Weg in Kylions Gemach, doch lies er sich noch einen Eimer kaltes Wasser bringen. Mit einem kräftigen Schwung, übergoss Clark seinen Neffen mit dem Wasser. Dieser schrie erschrocken auf und fiel von seinem Bett. " Jetzt mach das du hochkommst.
Der Bote will oder kann dir seine Nachricht nur persönlich überbringen, es scheint sehr wichtig zu sein!"  Kylion war noch halb benommen, doch er raffte sich auf und nachdem er sich abgetrocknet hatte, ging er hinunter in die Halle. Der Bote verbeugte sich als er Kylion erblickte. Dieser runzelte die Stirn denn der Bote kam ihm recht eigenartig vor.  "Wer bist du und was willst du von mir?" Kylions Stimme klang bedrohlich und der Bote duckte sich ängstlich.
"Mylord, König Dragon schickt mich. Er bitte euch um Hilfe im Kampf gegen die Barbaren. Sie haben erneut dass Land überfallen und seine Gemahlin Lady Wenefra verschleppt! Kann König Dragon auf eure Hilfe zählen?" Kylion hatte das Gefühl als würde man ihm ein Messer direkt in sein Herz rammen. Wenefra war mit Dragon vermählt? Wie konnte das sein? Er versuchte sich zu erinnern, jede kleinste Auffälligkeit. Dragon hatte die Prinzessin schon immer bewundernd angeschaut und jetzt wurde Kylion auch bewusst, weshalb. Dragon war es auch der ihn auf dem Übungsplatz zur Rede stellte, nachdem Kylion Wenefra mit Gewalt genommen hatte. Und Dragon war auch keines Wegs bemüht Kylion aufzuhalten, als er sich entschied Faron und somit auch Black Wood Castle zu verlassen. Ganz im Gegensatz zu Balagor! Sollte Dragon wirklich darauf bedacht gewesen zu sein, Kylions Platz einzunehmen? Zorn stieg in ihm hoch. Doch was sollte es bedeuten, das er nach ihm schickte um seine Hilfe zu erbitten? Er sah den Boten mit eiskaltem Blick an. " Richte deinem König aus, das ich nicht gewillt bin mein Leben für ihn oder sein Volk zu riskieren. Ich habe dem Lande Faron den Rücken gekehrt. Die Probleme derer die in Faron leben, gehen mich nichts mehr an!" Kylion ballte seine Hände zu Fäusten und wand sich ab. " König Dragon wird nicht erfreut sein, wenn ich ihm diese Nachricht überbringe. Er sagte, das Lady
Wenefra ein Kind erwartet und er euch dringend braucht um sie und das ungeborene zu befreien." Kylion drehte sich ruckartig um. "Was sagt ihr da? Lady Wenefra erwartet ein Kind?" "Ja Mylord und ihr gesundheitlicher Zustand hinterlässt Grund zur Sorge!" mit zusammengekniffenen Augen beobachtete der Bote wie Kylion mit sich rang.  "Mylord, welche Nachricht soll ich meinem König überbringen? Werdet ihr ihm eure Treue darbieten?" 
"Ich breche noch heute Nachmittag nach Faron auf. König Dragon kann sich meiner Hilfe gewiss sein!"
"Ihr seit zu großzügig Mylord. König Dragon wird ewig in eurer Schuld stehen!" mit einem schmierigen Grinsen verneigte sich der Boten und verließ die Halle. Eilig machte er sich auf den Weg zurück zu seinem Herrn, URIAH THORNDON!
Das die Nachricht die Kylion erhalten hatte, eine List war um ihn aus Phyria weg zu locken. Uriah hatte sein Land und seine Festung
verloren, er war feige geflohen und konnte nun nicht mehr in sein Reich zurück. Doch er hatte schon eine neue Burg im Visier, die er einnehmen wollte und diese war ihm ein ganz besonderes Anliegen, denn sie gehörte seinem Erzfeind. Und er würde bald wieder Herrschen können und auch seine Gemahlin würde er bald wieder zurück haben. Doch vorher musste er alles dafür vorbereiten.
Denn er konnte ja unmöglich seine Gattin zurück holen, wenn er keine Festung hatte. Black Wood Castle interessierte ihn nicht. Das Land war übersät mit Wölfen und Uriah hasste Wölfe. Sie waren ihm unheimlich! Und die Festung selbst war in seinen Augen verflucht. Dort würde er keine Ruhe finden können. Doch er wollte Wenefra, die Wolfshexe wieder haben. Er war besessen von dieser Frau. Auch wenn er sich an ihrem Körper nicht hatte befriedigen können, was schließlich ihre Schuld war, denn sie hatte ihn mit einem schrecklichen Zauber belegt. Er konnte jede andere Frau nehmen und sie benutzen, doch das brachte ihm keinen Erfüllung. Sie waren nicht wie Wenefra und er wollte nur SIE! Dieses verfluchte Weib musste ihren Zauber wieder von ihm nehmen, damit er sich an ihr ergötzen konnte. Sie musste es einfach und wenn er sie dazu zwingen würde, ganz gleich wie! Und dann wenn er sie endlich für sich gewinnen konnte, würde er einen Erben zeugen! Ja, er wollte das Wenefra sein Kind unter ihrem Herzen trug! Doch bevor er all seine Pläne in die Tat umsetzen konnte, musste er seinen Erzfeind aus dem Weg schaffen. Kylion musste sterben und auch der jetzige König, dieser Dragon!

Dragon ging in seinem Gemach unruhig auf und ab. Die Unruhe in seinem Land machte ihm zu schaffen. Er wünschte sich, Kylion wäre nicht gegangen. Er brauchte seinen Freund. Kylion war stark, mutig und zu allem entschlossen. Nicht umsonst wurde er die Bestie von Feron genannt! Und dann war da noch die Sorge um Prinzessin Wenefra. Sie hatte sich seit Kylions Abschied zurück gezogen. Sie aß kaum noch etwas und sah kränklich aus. Dragon hatte den Entschluss gefasst eine Nachricht an Kylion zu schicken und nun war der Bote schon seit Tagen überfällig. Ob Kylion die Nachricht überhaupt erhalten hatte? Doch was Dragon nicht ahnen
konnte, das man seinen Boten überfallen und getötet hatte. Die Ursprüngliche Nachricht wurde gefälscht und so nahm das Schicksal seinen furchtbaren Lauf. Kylion saß in seinem Gemach, an seinem Tisch und starrte auf die halbleere Flasche Wiskey, die vor ihm stand. Sein Schädel brummte und die Nachricht welche man ihm überbracht hatte, ließ ihm keine Ruhe mehr. Vor seinem geistigen Auge, sah er Dragon und Wenefra, wie sie sich innigst liebten und sich ihrer Leidenschaft hingaben. Kylion schloss seine Augen und sah Wenefras wunderschönes Gesicht vor sich, ihre mystischen dunklen Augen, ihre makellose helle Haut und ihre blutroten Lippen, welche er schon gekostet hatte. Er konnte sie noch immer auf seinen spüren, als er sie geküsst hatte. Er hieb seine Faust
mit voller Wucht auf die Tischplatte. Brennender Zorn ergriff sein Herz und in ihm wurde der Wunsch Dragon zu töten immer stärker. Auch wenn er wusste das er nicht mehr das Recht dazu hatte, denn Wenefra war nun einmal nicht seine Gemahlin. Sie gehörte einem anderen und nun, da Kylion Faron verlassen und Dragon alles übertragen hatte, hatte dieser Wenefra zur Gemahlin genommen, was sein gutes Recht als neuer König war. Plötzlich klopfte es an seine Tür, doch Kylion hatte keine Lust aufzustehen und diese zu öffnen. Es interessierte ihn nicht wer davor stand und etwas von ihm wollte. Er wollte nur eines, Wenefra vergessen! Er brauchte sie nicht, er konnte auch genauso gut bei jeder anderen Frau, Befriedigung finden! Tief in seinem Herzen wusste Kylion, das er sich damit selbst belog. Doch er wusste sich keinen anderen Ausweg. Selbst wenn er Dragon auf dem Schlachtfeld töten würde, nachdem er sich Uriah vom Halse geschafft hatte, wäre Wenefra nicht bereit sich ihm aus freien Stücken hinzugeben. Sie verachtete ihn, sie wollte ihn nicht, um keinen Preis. Dessen war sich Kylion sicher. Also konnte er genau so gut eine andere Frau in sein Bett holen. Vielleicht würde ihm das etwas Linderung verschaffen und vergessen, einfach nur vergessen!
Es klopfte erneut an seine Tür, Kylion stand mühselig auf und schleppte sich zur Tür um diese zu öffnen. Doch Eyra das  Küchenmädchen war schneller und stand nun vor ihm und lächelte ihn zuckersüß an. " Mylord, ich dachte ihr könntet vielleicht Hunger haben!?" Eyra hielt in ihren Händen ein Tablett mit etwas Brot,Trockenfleisch und Käse. Kylion verspürte keinen Hunger, doch er wollte noch mehr Wiskey um seinen Verstand zu vernebeln. Bei klarem Verstand, konnte er es hier kaum noch aushalten, so sehr sehnte er sich nach Faron und Black Wood Castle. Das war sein zu Hause, nicht Phyria! Und am allermeisten, sehnte er sich nach Prinzessin Wenefra. Bei allen Göttern, er musste sie vergessen. Ein für alle male! Er sah Eyra mit grimmigen Blick an, weil sie es gewagt hatte ihn zu stören. Sie war nicht wirklich das was man eine Schönheit nenne konnte, sie war eher von gewöhnlichem Aussehen, mit ihren braun-grünen Augen, ihrer unebenen Haut die von ihrem regen Lebenswandel, in Mitleidenschaft gezogen war. Sie hatte dunkelblondes Haar, welches ihr bis auf die Schultern reichte. Ihre Figur war weder schlank noch hatte sie zu viel Gewicht. Sie hatte üppige Brüste und stämmige Hüften. Sie drückte sich an Kylion vorbei, und ging in sein Zimmer, wo sie das  Tablett auf den Tisch am Kamin stellte. "Habt ihr noch irgend einen Wunsch Mylord?" Eyra senkte ihren Blick. Kylion musterte ihre Gestalt und wand sich angewidert von ihr ab. Er ahnte genau was sie von ihm wollte, das was alle anderen Frauen auch von im wollten. Es war stehts das gleiche. Sie begehrten ihn, himmelten ihn an, lagen ihm regelrecht zu Füßen. Doch das alles interessierte Kylion nicht, es waren billige Frauen, ohne Ehre und Stolz in ihrem Leib. Es waren Frauen, die bereitwillig für jeden starken Mann ihre Schenkel öffneten. Doch er hatte noch nie etwas für solche Sorte Frauen übrig, wenngleich er schon mit solchen Frauen das Bett geteilt hatte. Er schloss die Tür und schleppte sich zurück zu dem Tisch und setzte sich auf den Stuhl. "Ich habe keinen Hunger. Du kannst gehen...!" Seine Stimme klang müde und schwammig von dem vielen Wiskey den
er getrunken hatte. " Verzeiht Mylord wenn ich das sage, aber sie bräuchten dringend ein Bad. Ich könnte ihnen eines bereiten lassen und ihnen beim waschen behilflich sein, wenn ihr es wünscht!?" Eyras Stimme klang freundlich und liebreizend. Sie kam auf Kylion zu und trat dicht hinter ihn. Sie legte ihre Hände auf deine breiten Schultern und begann darüber zu streichen.
"Wie stark ihr doch seit Mylord. Ein richtiger Mann!" Eyra ließ ihre rechte Hand über seinen muskulösen Arm gleiten, dann glitt sie mit ihrem Händen über seine breite Brust, hinab zu seinem Bauch. Sie musste sich etwas über ihn beugen und ihre üppigen Brüste berührten ihn dabei. "Ich kann euch sinnliches Vergnügen bereiten Mylord. Ich verspreche euch ihr werdet sie bald vergessen haben!" säuselte sie in sein Ohr. Kylion riss seine Augen weit auf und packte Eyra an ihrem Handgelenk " Was sagst du da? Wenn soll ich deiner Meinung nach vergessen?" seine Stimme klang zornig und sein Blick war dunkel. " Mylord, es ist offensichtlich das ihr an eine Frau denkt und sie nicht vergessen könnt. Sie muss euch sehr weh getan haben, das ihr  euren Geist mit Wiskey zu betäuben versucht. War sie denn sehr schön?" Eyra befreite sich aus seine Griff und setzte sich geschwind auf seinen Schoss. Sie strich ihm durch sein langes zerzaustes Haar und hob langsam sein Gesicht, so das er sie unweigerlich ansehen musste. " Was kümmert es dich? Lass mich gefälligst in ruhe und verschwinde wieder!" knurrte er sie an.
"Oh Mylord, warum so schlecht gelaunt! Sie ist es nicht wert das ihr euch wegen ihr so grämt. Wenn sie euch wirklich gewollt hätte, wäre sie bei euch geblieben und hätte euch viele Söhne geschenkt. Doch ihr seit hier, alleine ohne sie. Während sie sich wohl schon mit einem anderen im Bett vergnügt. Sie sollten keinen weiteren Gedanken mehr an diese Frau verschwenden!" Eyra beugte sich etwas vor und berührte seine Lippen. Sie glitt mit ihrer Hand über seine Brust, hinab zu seiner Männlichkeit. Kylion ließ es einfach geschehen. Sei es der Wiskey oder die Tatsache gewesen, das er wohl ebenso dachte wie Eyra. Während diese sich an ihn schmiegte und ihn küsste, hatte Kylion Wenefras Gesicht vor seinem geistigen Auge. Ihre Makellose Elbenhafte Schönheit, die ihn vom ersten Augenblick an, als er sie als junges Mädchen sah, verzaubert hatte. So in Gedanken umschlang er Eyras üppige Figur und erwiderte ihren aufdringlichen Kuss. Er wollte Wenefra vergessen, er musste Wenefra vergessen, sonst würde er jämmerlich vor die Hunde gehen! Kylion erhob sich und stemmte Eyra mit in die Höhe. Es war keine all zu große  Anstrengung für ihn, er war stark genug um das doppelte dieser Frau zu heben! Er ging zusammen mit ihr hinüber zu seinem
Bett, wo er sie achtlos wie ein Stück Fleisch darauf warf. Er beugte sich über sie, packte sie an ihrem Haar und zog ihren Kopf nach hinten. Er küsste ihren Hals, riss an ihrem Oberteil bis es in Fetzen an ihrem Körper hing. Er umfasste grob ihren üppigen Busen, leckte und saugte an ihren großen Brustwarzen. Eyra stöhnte laut und wand sich wild unter ihm. Sie war bereit ihn zu empfangen, das war sie schon bevor Kylion sie aufs Bett geworfen hatte. Eine viel zu willige Frau, die es gerne mit starken Kriegern trieb. Doch das war ihm egal, er wollte sie nehmen, sich an ihr vergehen bis er genug von ihr hatte. Er hoffte so Wenefra vergessen zu können und sei es nur für einen Augenblick. Als er in Eyra eindrang, sie vor Lust fast verging und  ihre Schreie durch die gesamte Burg zu hören waren, wollte er einfach nur noch sterben! Diese Frau unter ihm widerte ihn an, ihr Geruch, ihre Stimme, die Hitze ihrer Haut, ihre Erregtheit und ihre Lust die sie hinaus schrie. Kylion ließ schon nach ein paar wenigen Stößen ab von ihr. Eyra hielt ihn an seinem Arm zurück und flehte ihn an nicht aufzuhören, doch er riss sich von ihr los, stand auf und ging zum Fenster. "Es ist besser du gehst jetzt, bevor ich dich nackt über den Burghof jage!" in seiner Stimme lag Zorn, Verbitterung und Ekel. "Ihr seit ein Scheusal Mylord. Ihr seit es nicht wert von einer Frau begehrt oder gar geliebt zu werden!" zischte sie ihn an. Langsam und bedrohlich drehte sich Kylion zu ihr um und seine Augen hatten nichts menschliches mehr an sich. Voller Hass sah er Eyra an und noch ehe sie aufstehen und ihre zerfetzte Kleidung aufsammeln konnte, war er schon bei ihr und packte sie an ihrer Kehle. Mit entsetzten, weit aufgerissenen Augen starrte sie ihn an. Blind vor Zorn, drückte Kylion immer fester zu. " Was weißt du denn schon von Liebe, du billige Hure! Wie viele Männer hast du schon bereitwillig zwischen deine Beine gelassen?! Du widerst mich einfach nur an!" Er drückte noch fester ihre Kehle zusammen bis er kein einziges Röcheln mehr vernahm. Dann ließ er von ihr ab und sah voller Verachtung auf ihren leblosen Körper. Er verließ er sein Gemach und rief die Wachen, man sollte sie wegbringen und achtlos auf dem Felde verscharren.

Kylion stand im Burghof und goß sich einen Kübel mit eiskaltem Wasser über den Kopf. Er wiederholte diesen Vorgang solange, bis er wieder klar denken konnte. Doch selbst jetzt da er wieder nüchtern war verspürte er keine Reue, wegen
dem was soeben in seinem Gemach geschehen war. In seinem Herzen war Kälte, Hass und Verachtung. Er hatte nur noch einen Wunsch, all jene die ihn zum Narren gehalten hatten, zur Rechenschaft zu ziehen. Kylion wollte Rache!



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