Die Gabe, Maries Weg in ein neues ich...(Kap 16)

Kap ab (Film ab)

Eingemauert

Der letzte Abend war so traumhaft, so hab ich mich noch nie gefühlt… dieses Kribbeln im Bauch das sich beim Kuss im ganzen Körper ausgebreitet hat, einfach unbeschreiblich schön. Ich wollte es unbedingt noch einmal erleben.

So kam es, das viel Zeit verging die ich mit Leeland und Maya mit Maddox verbrachte. Die Zeit über die ich mit Leeland verbrachte war einfach nur traumhaft und erholsam. Da mich die ganze Zeit kein Geist belästigte, konnte ich einfach nur ich selber sein. Obwohl…irgendwie fehlte es mir Gutes zu tun. Ich konnte meiner Gabe immer mehr positives abgewinnen. Es war aufregend und…um es mit einfachen Worten zu sagen…einfach nur cool. Und doch tat es gut einfach nur ich selber zu sein. Ich hatte schnell gespürt, dass der viele Kontakt zur Zwischenwelt an meinen Kräften und auch Nerven zog. Jetzt konnte ich etwas Energie tanken.

An einem Abend, als Leeland mich nach Hause brachte war auch endlich Maya da und ich beschloss, ihr Rede und Antwort zu stehen. Ich vermisste sie ziemlich, auch wenn Leeland mein Herz ausfühlte.

Ich stapfte die Treppe hinauf zur Wohnung, dort angekommen lies ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen und lief direkt zu Maya ins Zimmer. Dort saß sie schon auf dem Bett und lächelte mich einladend an! Ich setzte mich neben sie hin und wir starten uns erst einige Sekunden an, dann fielen wir uns in die Arme.

„Ich hab dich vermisste!“

„Ich dich auch Maya!“

„Ich habe mich mit Leland getroffen. Er ist so wow, ein Traum der mir passiert ist. Er fühlt mich komplett aus. Ich kann einfach ICH sein. Ich sehe kaum noch Geister. Er lenkt mich gut genug ab. Führt mich in schicke Lokale oder in den Park, dort zeigte er mir eine traumhafte Kulisse auf die Stadt. Seine Lippen sind so weich und er riecht so gut. Ich glaub ich bin…nein streich glaub…ich BIN verliebt.“

„Marie du bist ja hin und weg!“

Ich grinste sie verliebt an. Dann erstarrte allerdings ihr Gesicht, sie runzelte die Stirn und dann klagte sie mir endlich ihr Leid.

„Oh Marie, ich hab dich so vermisste ich hatte Angst du würdest nicht mehr meine Marie sein. Du warst die letzte Zeit so still, so in Gedanken wenn ich dich angesprochen habe, hast du entweder nicht reagiert oder hast dich erschrocken. Du bist zusammengefahren, ich wollte gerne wissen was du denkst, wollte dir meine Sorgen teilen so wie wir das immer getan haben. Darum hab ich angefangen mich mit Maddox zu treffen, mich abzulenken auf andere Gedanken zu kommen, bin mit ihm ausgegangen. Naja wie ich das oft schon mit ihm getan habe. Aber ich habe seit einigen Tagen das Gefühl, ich sehe Maddox mit anderen Augen. Er ist nicht mehr der Mann Kumpel der er mal war ich weiß auch nicht ich finde ihn??“

„Ach Maya!“, unterbrach ich sie nach dem sie einige Zeit nicht wusste was sie sagen sollte!

„Du hast dich in ihn verliebt das ist liebe, Gefühle die man nicht beschreiben kann. Ich sehe es doch in deinen Augen die glänzen wie zwei funkelnde Sterne!“
Sie bekam nur noch ein schwaches „Ja!“ heraus, dann kuschelten wir uns in ihr Bett und schliefen zusammen Arm in Arm ein…

Am Vormittag weckte uns Maya ihr klingelndes Handy. Grausam mit diesem Klingelton geweckt zu werden! Maya ging schlaftrunken ran.

„Ja?“

„He Maddox was ist los?“

Gesäusel war von meiner Bett Seite am Telefon zu hören.

„Wie du holst mich ab, aber Marie?“

Maya schaute Fragen zu mir rüber als wenn ich Gedanken lesen könnte?

„Ok, wir sind in einer Stunde fertig.“

Was sagte sie gerade?? Wir sind in einer Stunde fertig?

„Maya was geht hier jetzt ab?“

„Maddox holt uns gleich ab, er hat eine kleine Villa oder Haus gekauft das er uns unbedingt zeigen will!“

Borr Maddox und seine spontanen Ideen und Errungenschaften, das war nicht das erste Mal das er uns was zeigt das er gekauft hat. Mal ist es eine Scheune mit Grundstück das er umbauen lassen hat zu einem Wohnblock mit Lofts oder eine alte Jacht die er wieder auf Vordermann brachte! Naja ein gutes hat es ja, jetzt war ich wenigstens neugierig und eh schon wach! Ich verzog mich in mein Zimmer und machte mich frisch.

„ Marie, komm Maddox ist da!“

„Ja ja ich bin schon da!“

Unten wartete Maddox schon an seiner Limousine bei geöffneter Tür!

„Bereit Ladys?“

grinste übers ganze Gesicht und schmiss sich gleich an Maddox`s Hals und küsste ihn leidenschaftlich. Ich drängelte mich an die beiden vorbei ins Auto und wartete dort auf Maya. Da sieht man mal wieder, dass für Liebe immer Zeit ist!

Wir führen eine gute Stunde bis wir den Stadtrand von L.A. erreichten und die Hochhäuser sich in kleine Einfamilienhäuser und Grünanlagen veränderten. Dann fuhren wir in eine kleine Gasse ein und fuhren durch ein kleines Wäldchen wo sich hinten ein altes Haus auftat. Mit Maya konnte man die ganze fahrt nicht reden die war so auf Maddox fixiert, dass sie die Umwelt voll vergas!

Das Haus war aus dicken Mauern und wirkte kalt, verlassen und geheimnisvoll. Maddox zeigte uns einen Raum nach dem anderen, erzählte was er verändern will und wie er sich was vorstellt. Dann plötzlich, stand ich alleine in einem Zimmer das früher vielleicht mal ein Schlafzimmer oder Gästezimmer war und hörte ein leises wimmern und schluchzen.

„Ich komm hier nicht raus!“

„Wo geht es hier raus?“

„Ich will zu meiner Mama, es ist so dunkel.“

Ich konnte nicht ausmachen wo das wimmern herkam, ich glitt mit den Fingerspitzen die Wände entlang um womöglich die Energie zu spüren doch ich fand nichts. Immer wieder, hörte ich jemanden das gleiche sage.

„ Ich komm hier nicht raus!“

„Wo geht es hier raus?“

„Ich will zu meiner Mama, es ist so dunkel.“

Der Stimme nach zu urteilen, handelte es sich um ein Kind. Mädchen wahrscheinlich.

Dann hörte ich Schritte die näher kamen und Gelächter… es waren Maya und Maddox.

„Hier steckst du, wir haben nach dir gesucht?“

„Jetzt habt ihr mich ja gefunden!“

Als Maddox einige Momente unaufmerksam war und die Räume begann auszumessen, wandte sich Maya an mich.

„Sag nicht, hier gibt es einen Geist?!“

Es überraschte mich nicht, dass sie eins und eins zusammen zählte. Immerhin lauschte ich aufmerksam und sah mich permanent um.

„Ja ich denke schon, aber ich weiß nicht wo es ist es scheint ein Kind zu sein, ich höre Gewimmer und Getuschel. Wenn ich nur wüste wo es her kommt??“

Maya sah mich entsetzt an, vielleicht auch etwas ängstliche. Maya kam immer noch nicht so richtig mit der Sache klar dass ich diese Gabe hatte. Sie war skeptisch… naja Maya eben! Maddox fing an, an den Wänden zu klopfen bei alten Häusern wusste man ja nie. Dann kam er zu uns rüber und klopfte dort auch an die Wand und dann war es da auf einer Stelle hohl.

„Oh interessant!“ stellte er begeistert fest.

„Ich hol mal den Vorschlaghammer, vielleicht finden wir ja einen längst vergessenen Schatz!“

Maya nickte ihm zu und versuchte ein fröhliches lächeln hervorzuholen, was ihr aber gehörig missling! Ich war mir ziemlich sicher, da keinen Schatz zu finden. vielmehr menschliche Überreste! Ich beschloss diesen Gedanken erst mal für mich zu behalten um Maya nicht noch mehr Angst zu machen.

Maddox schlug volle Inbrunst auf die hohle Stelle ein. Es brauchte auch nicht mehr als drei Schläge, da war er durch. Es staubte höllisch und als sich der Staub gelegt hatte stand sie da. Ein kleines blondes Mädchen in einem blass grünen Seidenkleid mit weißen Rüschen. Ihre schwarzen Augen schauten traurig aus, sie sah mich an, sagte leise danke…mehr nicht. Ging zum Fenster und anschließend ins Licht. Sie war genauso schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht war.

„Oh mein Gott, da liegen Knochen und Kleidung!“

Schrie Maddox erschrocken! Maya schaute mich fragend an!
Ich tat so, als hätte es den Geist nicht gegeben. So das Maddox das nicht mitbekam und sagte genauso erschrocken zu ihm.

„Was? Du musst die Polizei rufen!“

„ Ja kommt mit wir gehen erst mal vor die Tür!“

Draußen angekommen, zückte Maddox sein Handy und wählte die 991. Es dauerte fast eine Stunde bis die Polizei und was weiß ich noch alles… Gerichtsmediziner und Krankenwagen…ankamen. Wir wurden alle ewig lange befragt…Maddox am längsten da er ja der Eigentümer war.

„Nun Ja, sie werden jetzt die Überreste untersuchen und sie wollen das Haus auch noch untersuchen ob sich noch mehr Leichen dort befinden!“

Eins wusste ich, das war die einzige Leiche hier aber ich konnte ja nichts sagen wollte nicht als geisteskrank dargestellte werden, also schwieg ich oder nickte gelegentlich.

„Sie werden versuchen raus zu bekommen wie lange die Leiche dort schon eingemauert war und werden es mit Vermisstenanzeigen und alten Fällen der Gegend abgleichen“

An dem Abend schliefen Maya und ich wieder zusammen, da Maya Angst hatte vor Alpträumen. Mir machte es nichts aus, ich liebte es bei ihr zu sein.

Drei Tage nach dem Fund im Haus von Maddox, gab es ein Zeitungartikel.

Eingemauert!
Am frühen Nachmittag vor drei Tagen, fand der junge Architekt Maddox Miller In seinem vor kurzen gekauften Haus die Überreste eines kleinen Mädchens das in den frühen 50ziger dort eingemauert worden war! Leider haben die Ermittlungen zu keinem weiteren Erfolge geführt. Weder Name des Mädchens noch die große Frage WARUM musste sie unter so grausamen Umständen ihr junges Leben lassen konnten beantwortet werden.

Und so, hatte ich meinen ersten Geist der mit polizeilichen Ermittlungen in Verbindung gebracht wurde! Ich hätte gerne gewusst wer das getan hat und warum…wahrscheinlich mehr, als alle anderen beteiligten. Dieser Fall beschäftigte mich noch lange. Aber wichtig war nur, dass dieses arme kleine Ding endlich ihren Frieden finden konnte.

Kommentare

  • Author Portrait

    Sehr spannend und gut geschrieben!

beta
Feenstaub

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