Die Gabe, Maries Weg in ein neues ich...(Kap 17)


Kap ab (Film ab)

4 Jungs und ein Bunker!

Rückblick
Mai bis September 1966

„Ey wir müssen endlich anfangen zu buddeln!“ sagte Heinz, der war der älteste von den 4 aber der kleinste.

Peter antwortete ihm: „Ja lasst uns das am Wochenende machen, ich kann 2 Schaufeln mitbringen.“

Gustav rief ins Gespräch ein: „Ich bringe eine Säge mit, das wir Bäume fällen und die dann zum Dach bauen benutzen können.“

„ Ja das ist gut“, antwortete Heinz.

„Wir können uns ja in zwei Gruppen aufteilen, 2 die buddeln und zwei die Bäume fällen.“

Sprach Edwin seinen Gedanken laut aus.

„Super Idee!“ sagten Heinz und Peter gleichzeitig.

Daraufhin nickten die anderen zustimmend mit ihren Köpfen. Dann klingelte es auch schon und die Jungs mussten zurück in ihre Klassen.


Es war Freitagnachmittag als sich die vier dann alle am Waldrand trafen nachdem sie zuhause ihre Pflichten erledigt hatten. Die Aufgaben die die Jungs zuhause zu erledigten hatten waren ganz unterschiedlich. Der eine musste im Schweinestall seiner Eltern helfen, der andere beim Kühe melken oder es musste Rasen gemäht oder Kartoffeln ausgebuddelt werden.

Die 4 freuten sich so sehr darauf endlich ihren eigenen Unterschlupf zu bauen. Und nur sie würden davon wissen. Ein Rückzugsort, den sie oft so bitter nötig hatten. Als dann auch der letzte da war…es war mal wieder Peter, suchten sie im Wald nach einer geeigneten Stelle. Sie war schnell gefunden und so begannen sie, wie am Mittwoch in der Hof Pause besprochen in zweiergruppen zu arbeiten. Als sie so am Arbeiten waren, fing es an zu regnen und es wollte und wollte einfach nicht mehr aufhören. Da fiel Heinz ein, dass sein Stiefvater noch Planen rumzuliegen hatte. Er machte sich auf dem Weg nach Hause um sie zu holen.

Als Heinz dann am Lager angekommen war, waren die Jungs triefend nass. Trotzdem haben sie nicht aufgegeben. Sie waren so begeistert von der Idee, dass es ihnen nichts ausmachte im Regen weiterzuarbeiten. Sie buddelten 4 Stämme ein und zogen dann die Plane übers Loch. So konnten sie im trockenem weiter Arbeiten.

Es dauerte einige Wochen bis die 4 Jungs den Bunker fertig hatten. Der Unterschlupf war eine Meisterleistung geworden. Da steckten Schweiß, Tränen aber auch viel Liebe und Leidenschaft drin und die 4 waren mächtig stolz auf sich.

Sie hatten das Loch ca. 2 Meter tief gegraben. Innen dann rings um alles mit Baumstämmen an Baumstämmen die Wände verstärkt. das Dach mit Stammresten und Plane abgedichtet. von außen haben sie den Bunker mit Moos, Erde und blättern abgedeckt, so das nicht gleich zusehen war wo ihr Versteck lag.

Der Onkel von Edwin ist in diesem Sommer verstorben, daher konnten sie sich eines Nachts von seiner Wohnung Möbel stibitzen. Ein Tisch, ein paar Stühle, Kissen, Decken und alles was sie noch so brauchten.

So trafen sich die Jungs jeden Nachmittag und jedes Wochenende und verbrachten Monate dort. Fingen dort an zu rauchen, Bier zu kosten… alles was die Erwachsenen durften wollten auch sie machen. Sie hatten viel Spaß da.

Doch ihr verderben war ihnen schon eine ganze Weile auf der Spur. Die alte Dorf Hexe Ellena verfolgte die Jungs eines Nachmittags im September. Als sie das Versteck sah, rannte sie direkt zu Heinz seinen Stiefvater und erzählte ihm alles brühwarm. Als die Jungs dann nach Hause kamen, wusste die ganze Stadt von ihrem Versteck.

Heinz sein Stiefvater, fing die Jungs ab und brüllte sie an.

„Wie könnt ihr das wagen, so einen Bunker zu bauen? Wenn die Russen oder andere Soldaten kommen, habt ihr für die ein perfektes Versteck gebaut. Das wird morgen sofort zugeschüttet!“

„Nein!“ schrie Peter aus.

Er setzte sich aufs Fahrrad und fuhr davon.

„Peter nicht,… warte“ rief Edwin ihm hinterher und wollte gerade hinterher als Heinz ihn am Arm packte und sagte:

„Las ihn, er beruhigt sich schon wieder. Wie immer, du kennst ihn doch!“

Die drei Jungs stellten die Fahrräder ab, nahmen sich den Handwagen von Heinz und gingen zum Versteck, holten die Möbel und alles andere was sie dort schon hin gebracht hatten heraus und gingen wieder nachhause.

Als sie gerade aus dem Waldstück auf die Landstraße abbogen, fing es heftig an zu regnen. Der regnen hielt eine Woche!

Zu Hause angekommen, waren die Möbel und Sachen total nass und nur noch Brennholz wert. Die Jungs waren traurig aber sie mussten gehorchen, auch sie hatten Angst vor den Soldaten. Sie verabschiedeten sich und trafen sich am nächsten Morgen in der Schule wieder außer Peter, der war nicht da!

Sie machten sich sorgen und wollten wissen wo er wohl war. Ist er vielleicht krank? Oder ist er abgehauen? Die Jungs spekulierten bis der Unterricht begann. Nach dem Unterricht trafen sie sich noch mal vor der Schule und verabredeten sich dann, bei Peter zu Hause um ihn abzuholen. Da ja der Bunker noch zu gemacht werden musste!

Als die Jungs die Straße runter fuhren zu Peter sein zu Hause, sahen sie schon von weiten die Polizeiwagen stehen. Sie fuhren dort hin und hörten schon vom Gartenzaun aus, wie die Mutter heulend den Polizisten etwas sagte.

„Sie müssen ihn finden bitte?“

Die Jungs hatten alle Angst und Sorge in ihren Gesichtern zu stehen.

„Er ist abgehauen!“ sagte Edwin zu Heinz.

„ Du hättest mich hinterher lassen sollen!“

„Wusste ich dass er gleich abhauen würde?“

„Jungs ist gut jetzt, das hat jetzt keinen Sinn sich die Schuld zuzuschieben. Lasst uns zum Versteck fahren vielleicht ist er ja dort und versteckt sich. Weil er nicht will, dass es zugeschüttet wird!“

Die Jungs beruhigten sich wieder und fuhren mit Bauchschmerzen zum Versteck. Durch den ständigen Regen, kamen sie nur schwerer durch den Wald. Der Weg war matschig und so dauerte es eine Weile bis sie ihr Ziel erreichten. Doch was sie dann fanden war…nichts. Das Loch war zu…nur die Plane lugte unter der Erde hervor.

„Ja super, hier ist er nicht und das Loch ist auch schon zu“ sagte Heinz etwas brummig.

„ Das waren bestimmt die Erwachsenen heute Vormittag, als wir in der Schule waren“, sagte Gustav.

„ Ich hau ab nachhause, macht es gut Jungs…er wird schon wieder auftauchen wenn er sich abreagiert hat!“

„Ja Tschau Edwin!“ antworteten die zwei im Chor.

Als Heinz zu Hause ankam, stand der Polizeiwagen vor seiner Tür. Er stellte das Fahrrad am Zaun ab wo er es immer abstellte. Auch wenn es seinem Stiefvater nicht gefiel…vielleicht tat er es auch gerade deswegen. Drinnen angekommen, begrüßte ihn seine Mutter.

„Hallo Schatz, da bist du ja, komm der Wachmann hat noch ein paar Fragen an dich!“

Sie schob Heinz ins Wohnzimmer wo der Polizist stand mit einem Notizblock und einem Kugelschreiber in den Händen. Er drehte sich zu Heinz um.

„Hallo Junge, du hast sicher schon gehört das wir deinen Kumpel suchen der ist gestern Abend nicht nach Hause gekommen. Weiß du vielleicht wo er sein könnte?“

„Nein!“

„Ich habe gehört, ihr habt im Wald ein Versteck?“

„Hatten wir!“

„Wieso hattet ihr?“

„Weil es besagtes Versteck nicht mehr gibt! Es ist zugemacht worden.“

„Ach so und habt ihr noch mehr Verstecke von denen niemand etwas weiß oder weißt du wo Peter am liebsten war wenn er alleine sein wollte?“

„In unserem Versteck! Aber das gibt es ja nicht mehr und eine andere Stelle kenne ich nicht!“

„In Ordnung Junge, wenn dir noch etwas einfällt soll mich deine Mama anrufen!“

„Gut.“

Der Polizist war auch bei den anderen Jungs zu Hause aber Peter blieb verschwunden! Die Jungs bastelten Vermisstenblätter die sie in der ganzen Stadt verteilten, auch darauf meldete sich keiner.

Die Zeit verging und die Jungs wurden größer und Erwachsen. Bald schon hatten sie ihre eigenen Familien. Peters verschwinden haben sie nie vergessen! Im hohen Alter, fragte sich ein jeder von ihnen was oder WER in dem Versteck gewesen war als es zusammenbrach? Denn an arbeitswütende Erwachsene, die es mit gebannten Kräften zuschaufelten…glaubten sie nicht mehr!

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