Die Gabe, Maries Weg in ein neues ich...(Kap 20)

Kap ab (Film ab)

Unsere Bestimmung.

Ich drehte mich um, wollte mich eigentlich an Leeland kuscheln. Fiel aber nur auf die leere Matratze und war sofort hell wach. War das nur geträumt, dass er hier war?

Ich kletterte etwas frustriet aus dem Bett, lief ins Bad und machte mich fertig. Ging dann in den Wohnraum und da stand er, mein Traummann… in der Küche und machte Frühstück.

Gott sei Dank, es war kein Traum.

Er drehte sich zu mir um und lächelte.

„Guten Morgen meine Schlafmütze, ich habe mir heute frei genommen. Ich dachte wir Frühstück in Ruhe und gehen anschließend zusammen in den Wald. Genau dorthin, wo sie die Knochen gefunden haben.“

„Oh ok“, ich war ein bisschen aufgeregt.

„Hier, hast du Eier, Bacon und Toast. Lass es dir schmecken.“

Genau das brauchte ich jetzt. Ich grinste ihn an und begann zu Essen.

„Hast du deine Jacke, Bella? Es sieht nach Regen aus.“

„ Hab ich.“

Wir führen in Leelands Wagen bis zum Waldrand und parkten dort. Ehe ich die Türklinke fassen konnte, war er schon ums Auto rum und öffnete mir die Tür. Er schloss das Auto zu, nahm mich in den Arm und gemeinsam spazierten wir in den Wald hinein.

In seinen Armen, fühlte ich mich so unglaublich wohl. Es fühlte sich an, als könnte ich fliegen. Es war einfach vollkommen. Je näher wie, der Fundstelle kamen, je intensiver wurde das Gefühl vom letzten Mal. Irgendjemand…oder irgendetwas, beobachtete uns. Ich sah mich um…konnte aber niemanden entdecken.

„Fühlst du auch was? Ich fühle mich beobachtet!“

„ Nein Marie, ich spüre nichts. Ich höre auch noch nichts. Lass uns was suchen, wo wir uns hinsetzten können und dann warten wir einfach und genießen die Ruhe. Seelen, kommen von ganz alleine wenn sie noch was mit den lebenden zu klären haben.“

Wir liefen noch ein kleines Stück und dann setzten wir uns dorthin, wo ich am Tag zuvor schon gesessen hatte. Leeland, hielt mich weiter im Arm. Ich kuschelte mich fest an ihn. Er legte sein Kopf auf meinen und gemeinsam schwiegen wir.

Nach einer Weile… versunken in meinen Gedanken, schreckte Leeland mit dem Kopf hoch.

„Was ist?“

„Es geht gleich los!“

„Was geht los?“

„Die Seele, sie ist bereit mit uns zu reden!“

Ich verstand und sah auf. Suchend, scheute ich mich um, konnte aber noch nichts sehen. Wir warteten noch ein bisschen und dann tauchte er aus dem nichts auf, ein hagerer Bengel.

„ Was ist hier los? Wo ist die Siedlung in der ich wohne?“
Ich sah in ratlos an.

„Meine Familie und Freunde, wir wollten uns doch um den Bunker kümmern?“

Leeland sprach als erster.

„Ganz ruhig Junge, ich bin Lee. Wir sind hier um dir zu helfen!“

„Mir helfen? Wobei?“

„Naja, du hast sicher noch was mit deinen Freunden zu klären, nicht wahr?“

„ Ähm ja!“

Er sprang von einem Punkt zum nächsten, ich kam kaum mit den Augen hinterher.

„Wo ist der Bunker hin?“

„Er ist eingestürzt, da liegen noch die Überreste.“

Leeland, zeigte zur Grube rüber.

„Jetzt fällt mir wieder ein. Wir sollten den Bunker zu machen, wegen den Soldaten. Ich fuhr vor zum Bunker, um einige Sachen zu holen. Es regnete schon den ganzen Tag. ich steckte teilweise auf dem Weg zum Bunker, bis zu den Knöcheln im Waldboden drin. Es knirschte und knackte alles, auf einmal, war es dunkel. An das nächste, woran ich mich erinnern kann, waren die Haufen Ermittler und Polizisten, auch Kamerateams waren da. Ich wollte so schnell wie möglich nachhause, aber überall ist nur noch Wald.“

„ Ja, die Siedlung wurde vor langer Zeit für den Nationalpark platt gemacht.“

„Vor langer Zeit?“

„Wir schreiben das Jahr, 2014!“

„Waas? Das…das, kann doch nicht sein. Dann müsste ich ja fast 60 Jahre als sein!“

„Das wärst du, wenn du nicht gestorben wärst!“

Er sah einen kurzen Moment, völlig geschockt aus. Dann war er verschwunden. Ich sah mich hastig um.

„Wo ist er hin, Leeland?“

„Er muss sich sortieren und die Wahrheit akzeptieren. Er kommt wieder und dann, helfen wir ihm richtig.“

Dann klingelte plötzlich, leeland Handy. Es war sein Vater.

„Marie, wir müssen in die Kanzlei. Mein Vater braucht wichtige Unterlagen, die habe ich im Save.“

„Ok aber was ist mit…“

Ich konnte die Frage nicht zu Ende stellen, da unterbrach er mich schon.

„Wir kommen wieder oder er findet uns!“

Wir fuhren zur Kanzlei, dort angekommen, wollte ich eigentlich im Auto warten aber Edward war wieder so schnell an meiner Tür, das mir Garnichts anderes über blieb als aus zu steigen.

Er nahm mich an die Hand und führte mich in die Kanzlei. Sie war groß…modern…hell, sehr einladend. Er führte mich in sein Büro, die riesigen Panoramafenster verschlugen mir augenblicklich die Sprache. Hinter mir, hörte ich eine sanfte Stimme und bekam Gänsehaut. Warum, wusste ich nicht.

„Hey Dad, hier sind die Unterlagen!“

„Danke Leeland. Ah wen haben wir denn da? Ist das die besagte Marie, die meinem Jungen den Kopf verdreht hat?“

„Äh Ja Dad, das ist Marie.“

„Hallo Mister Dean.“

„ Oh bitte, nicht so förmlich. Mister Dean, war mein Vater. Für dich bin ich Brian!“

„Also gut…Hallo, Brian!“

Er lachte.

„Die ist echt nett...“, er zwinkerte seinem Sohn zu.

„So, ich muss weiter machen. Der Fall hat höchste Priorität.“

„Ok Dad, ich bin heute wieder bei Marie.“

„Gut, Aber unter einer Bedingung. Ihr kommt zum Abendessen. Mama wird sich auch freuen, Marie endlich kennenzulernen. Sei pünktlich, Junge!“

Er war aus dem Zimmer raus, noch bevor Leeland Widerspruch einlegen konnte. Ich kicherte, Leeland kam eindeutig nach seinem Vater.

„ Damit, Essen wir wohl heute Abend bei mir“, sagte er verdattert.

„Oh man, ich hab Angst. Was ist wenn, sie mich nicht mögen?“

„Mach du dir darüber mal keinen Kopf. Sie werden dich lieben, genauso wie ich es tue.“

Das ging runter wie Öl. Ich bekam weiche Knie und mir wurde ganz warm. Um mir einen Teil meiner Aufregung zu nehmen, zeigte mir Leeland die ganze Kanzlei. Dann fuhren wir zu mir. Und kochten Mittag. Für Maya und Maddox, kochten wir gleich mit. Wir aßen alle gemeinsam. Maya machte mich noch verrückter.

Umso näher, der Abend rückte umso unsicherer wurde ich. Ich wusste nicht einmal was ich anziehen sollte. Aber Maya war natürlich sofort mit Rat und Tat zur Stelle. Wir entschieden uns beide für ein einfaches Kleid.

Die Fahrt zu Leeland, verbrachten wir schweigend. Ich war viel zu nervös. Das riesige Haus, übertraf all meine Fantasien. Es war genauso überdimensional wie die Kanzlei. Er öffnete mir wieder die Tür. Und gemeinsam, liefen wir zur Eingangstür.

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