Die Todesdrohung

"Es war zu keiner Zeit angedacht, der Zivilbevölkerung und somit auch ihnen in irgend einer Weise zu schaden. Auch war nie geplant und ist für uns auch nicht nachvollziehbar, wie es zu Materialübertragungen durch Raum oder Zeit kommen konnte. Geplant war einzig, Truppenfahrzeuge, Panzer oder ähnliches visuell unsichtbar zu machen. Eine Technik, die den Hintergrund spiegelt und eine gute Tarnung darstellt, hatten wir schon lange entwickelt. Dieses Mal aber, kam ein Anstrich dazu, der sich durch starke Kraftfelder ionisieren lässt und sich dann wie ein Fernsehmonitor perfekt mit jedem beliebigen Bild belegen lässt. Ein Gegenstand verschwindet, ohne verschwommene Ränder oder was auch immer zu hinterlassen. Warum es zu solchen Phänomänen wie dem mit Ihrem Fahrzeug kam, oder den Teleportationen, ist uns selbst nicht bekannt, doch in einigen Jahren werden wir in der Lage sein, so etwas gewollt und gesteuert durchzuführen. Weil wir es mit Hilfe ihrer Fahrzeuge erforschen werden. Sie haben vielleicht schon mal vom Philadelpha-Experiment gehört. Das hat es niemals gegeben! Es ist die Erfindung eines unehrenhaft entlassenen Navyoffiziers gewesen, der sich damit wichtig machen wollte. Auch wenn ganze Bücher darüber geschrieben und ganze Filme darüber gedreht wurden. Es hat nachweislich nie stattgefunden.
Seltsamerweise aber gibt es Parallellen; haben unsere Versuche offenbar solche Phänomäne ausgelöst. An dem Abend, als sie, Frau Bachler auf der Autobahn Richtung Salzburg unterwegs waren, müssen sie den Container genau zu dem Zeitpunkt passiert haben, in dem wir auf Sichtbarkeitsmodus geschalten haben, wegen des starken Regens. Bei Regen oder Schnee sind die Umrisse unter Umständen zu erkennen. Beim Abschalten der Hochfrequenzfelder entstehen Spannungsspitzen. Aus irgendeinem, uns noch nicht bekannten Grund, muss das zusammenfallende Kraftfeld in Zusammenhang mit der Drehzahl ihres Generators, mit dessen Frequenz, reagiert und ein Differenzfeld generiert und aufrecht erhalten haben. Es ist mir klar, dass sie das nicht verstehen, aber sie sollen wissen, das niemand sie angegriffen hat. Sie wurden durch Zufall Opfer dieser Abschaltung. Ebenso wie Frau Weinberger.
Als die Überreste der Batterie ihres Golf im Container materialisierten, wurde uns klar, dass wir hier eine Grenze überschritten hatten, die uns gar nicht bewusst gewesen war. Dieses Differenzresonanzfeld hatte, solange es bestand, die Eigenschaft, Dinge an die ehemaligen Standorte der Batterie zu transferieren. Eine Eigenschaft, die von uns nicht geplant war. Die wir aber nun erforschen und anwendbar machen werden. Aber wir mussten alle mit uns in Zusammenhang bringenden Spuren beseitigen. Hätten sie nach der Reparatur ihres Golf, sprich nach dem Austausch der Batterie, die Alte einfach stehen gelassen, hätten wir uns die aus der Werkstatt gestohlen, und sie hätten den Fall irgendwann vergessen. So allerdings fürchte ich, dass er sie das Leben kosten wird, denn wir können uns nicht auf ihr Schweigen verlassen, das ist ihnen sicherlich klar."

Rupert stand in der Pannenbucht mit dem unsichtbaren Container. Er wartete auf die Polizei, die er gerufen hatte, um glaubwürdige, amtliche Zeugen für sein Vorhaben zu gewinnen. Er hatte den Standort des Containers bereits ausfindig gemacht und seine Umrisse gefühlt. Seine Camera stand auf dem Stativ und lief bereits, als der Streifenwagen anhielt. Die Beamten stiegen aus und fragten Rupert, was er ihnen denn unbedingt zeigen wolle. "Passen sie auf!", sagte dieser. Er nahm einen der geöffneten Farbkübel und schleuderte die Farbe gegen den Container. Sofort entstand ein zweidimensionales Bild eines Teiles der Vorderwand. Ein zweiter Guß brachte noch mehr davon zum Vorschein. "Meine Herren, mein Freund Peter und seine Partnerin befinden sich in der Gewalt des amerikanischen Geheimdienstes. Und zwar wegen dieses Geheimprojektes. Ich habe die Koordinaten ihres Standortes auf dem Handy. Es handelt sich um einen Hangar eines aufgelassenen Millitärflugplatzes. Bitte helfen sie mir, die beiden lebend zu befreien! Ich sage ihnen, wie ich mir das vorgestellt habe. Am Wahrheitsgehalt meiner Aussage dürfte nach diesem Schauspiel (er deutete auf die sichtbaren Flächen des Containers) wohl kaum Zweifel bestehen!"


Kommentare

  • Author Portrait

    gut gemacht Rupert!!

beta
Feenstaub

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