Ein Walnüsschen am Walnussbaum,
hatte einen wilden Traum.
Sie wollte, doch wie sollt das gehen,
gerne mal den Niklaus sehen.

Ein Windstoß kam daher gefegt
und hat die Nuss aufs Gras gelegt.
Verdutzt sah sie sich suchend um
und kugelt wild dabei herum.

Ein Eichhörnchen entdeckt die Nuss
und denkt, was für ein Hochgenuss.
Die nehm ich mit, die bring ich weg
und Schwupps, hat es die Nuss versteckt.

Das Nüsslein denkt nun, aus der Traum,
wär ich doch bloß auf meinem Baum.
Die Tage zieh‘ n dahin geschwind,
da find die Nuss ein kleines Kind.

Es nimmt die Walnuss in die Hand
und ist damit nach Haus gerannt.
Hier find sie Platz in einem Spinnt,
in dem noch viele Nüsse sind.

Alsbald ist‘s vor der Haustür kalt,

da holt ein Tann man aus dem Wald.

Im Lichterglanz, wo Engel küssen,

steht eine Schale voll mit Nüssen.

 

Das Walnüsschen liegt oben auf

und wartet ganz gespannt darauf,

dass durch die Tür, jetzt tritt er ein,

der Nikolaus im Kerzenschein.

Kommentare

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    Man spürt, wie dieses Gedicht aus dir herausgeflossen ist! Schwungvoll, mit einem hübschen Bogen und unerwarteten Wendungen! :-)

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Feenstaub

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