Die Zusammenkunft

Gernot und  Michaela, Rupert und Elke, Leonhard und Irina, Drei Pärchen saßen an einem Tisch in Ruperts Felsenkeller und warteten auf den Initiator der Zusammenkunft mit Begleitung. Elke und Michaela, die Ricarda noch nicht begegnet waren, ließen den Eingang nicht aus den Augen. Peter, der alle Beteiligten kannte, war davon ausgegangen, dass Gernot und Rupert in Begleitung ihrer Partnerinnen erscheinen würden und war nachmittags mit Ricarda shoppen gewesen. Er wollte ihr die Möglichkeit geben, sich top zu kleiden, weil ihre Sachen ja zum Großteil noch in Deutschland waren. Er wollte, dass Ricarda sich wohlfühlte dabei, wenn sie die Anderen kennenlernte. 

"Du bist sehr großzügig, Peter, aber ich zahl dir das zurück, wenn ich meine Kaution wiederhabe!" - "Das brauchst du nicht, Liebling. Ich weiß, dass sich Frauen viel mehr über ihre Kleidung definieren als Männer und ich möchte, dass du dich sicher und wohl fühlst, wenn wir heute Abend alle zusammenkommen. Außerdem definieren sich Männer über ihre Partnerinnen und was das betrifft, bin ich heute mal der Angeber mit der schönsten und bestgekleideten Frau. Nur zur Information, mein Hase: Ich liebe dich auch wenn du nackt bist, aber meinen Freunden gönne ich diesen göttlichen Anblick nicht!" grinste er.
Sie lächelte. An seine Art von Humor hatte sie sich mittlerweile gewöhnt. Als sie zum Ausgehen fertig war, kam sie aus dem Bad und verkündete, dass es höchste Zeit wäre. Sie sah bezaubernd aus. Sie trug ein königsblaues Kleid mit weißem Schultertuch und hohe Schuhe, die sie etwas größer und noch schlanker erscheinen ließen als sie war. Die Haare trug sie offen, weil sie wusste, dass Peter das liebte. Auch die Handtasche, die Peter ihr kürzlich gekauft hatte passte perfekt zu ihrem Outfit.
"Ich komme normal nie zu spät, weil ich dass für unhöflich halte." Erklärte Peter. "Aber heute erscheine ich gerne als letzter, weil ich so stolz auf dich bin, mein Schatz und der Letzte hat das größte Publikum bei seinem Auftritt!" - "Also Peter!" - "Brauchst gar nicht so entrüstet sein! Freu dich lieber über meinen Stolz und die Liebe, die ich für dich empfinde."

Peter humpelte zwar noch, war aber schon in der Lage ohne Krücken ein paar Meter zu gehen. Zu Hause bis zum Auto und vom Parkplatz würde er es schon schaffen. Ricarda aber bestand darauf, sie wenigstens im Kofferraum mitzuführen. "Man weiß nie, was passiert. Ich kann mich gut daran erinnern, wie du dreihundert Euro und meinen Schlüssel auf den Tisch legtest. Also hör auf, zu protestieren und hör auf deine Schmusekatze! Ich habe diese Vorsicht von dir persönlich abgeschaut!" - "Also Gut, Liebes, solange sie mir kein Loch in den Kofferraum fressen dürfen sie mitfahren." - "Mal den Teufel nicht an die Wand Peter!"

Am Lokal angekommen wurden die Beiden im Foyer wieder von Anton begrüßt. "Guten Abend, Frau Bachler! Herr Handl..." Mit einer kurzen Verbeugung bezeugte er seinen Respekt und führte sie mit den Worten "Sie werden bereits erwartet." zum Felsenkeller. Als Peter diesen mit Ricarda am Arm betrat, hatte er genau den geplanten Effekt. Ricarda hatte sich eingehakt und Peter humpelte mit ihr auf den Tisch zu. Alle im Raum Anwesenden hatten nur Augen für seine außergewöhnlich gut aussehende Partnerin. Rupert stand natürlich sofort auf, um die beiden zu begrüßen und an den Tisch zu führen. Er war es auch, der Ricarda seiner Frau und Michaela vorstellte und ihr schließlich den Stuhl zurechtrückte um sie zum Setzen aufzufordern. Dann begrüßte er auch Peter offiziell und forderte ihn auf sich zu setzen. "Ich freue mich sehr darüber, dass wir heute mal alle zusammen hier sitzen und ich darf euch daran erinnern, dass ich bei Peter im Krankenhaus eine Einladung ausgesprochen habe. Ich freue mich, dass wir die schon so bald umsetzen können!" - "Moment mal, Rupert, so war das eigentlich nicht gedacht! Ich habe dieses Treffen arrangiert, weil wir dich in etwas einbeziehen wollen, aber das ging von mir aus und das bezahle ich auch." - "Peter, worum es geht, ist völlig nebensächlich, was die Rechnung betrifft! Also lasst uns erst mal anstoßen, auf die erlesene Runde, die ich heute zu Gast haben darf!" Hinter ihm war Oberkellner Johann mit dem Champagner erschienen...

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