Don't give up

"Ich gebe das nicht auf! Nicht jetzt. Nicht, da ich dich endlich gefunden habe. Hör auf zu weinen, mein Engel. Hör auf zu weinen, wir finden einen Weg. Es ist nicht vorbei. Noch nicht."
Sanft streicht Ash über mein Haar.
Und da höre ich auf zu weinen.
Ich muss stark sein, darf keine Schwäche zeigen.
Für Ash.
Für mich.

OOO

"Andy, warte."
Ich spürte, wie er mein Handgelenk festhielt.
Überrascht drehte ich mich zu ihm um.
"Ja?"
"Andy, wenn ich das jetzt nicht mache, bekomme ich vermutlich nie wieder eine Gelegenheit dazu und ich muss es einfach ausprobieren. Verzeih mir."
Und damit legte er seine Lippen auf meine.
Ich fühlte mich wie elektrisiert.

OOO

Vorsichtig haucht mir Ash einen Kuss auf den Hals.
"Wir finden einen Weg, Andy. Vertraust du mir?"
Und da wende ich mich zu ihm um und sehe ihm in die Augen.
"Ja. Ich vertraue dir."
Ein hoffnungsvolles, trauriges Lächeln stiehlt sich auf meine Lippen.

Hoffnungsvoll, weil ich nicht aufgeben will.
Weil Ash da ist, und weil ich wirklich an ihn glaube.
Traurig, weil ich immer noch nicht begreifen kann, wie uns ein Mensch, den wir schon so lange kennen- wie uns unser Manager- das antun kann.

OOO

"Andrew, du weißt, was der Arzt im Krankenhaus gesagt hat?! Ich habe dich da rausgeholt, aber ich... "
Er deutete auf sich selbst.
"Ich kann dich da auch wieder reinbringen. Ich kann dafür sorgen, dass du in eine Irrenanstalt eingewiesen wirst! Willst du das?!"

OOO

Das ist nicht menschlich.
Er sperrt uns in einen Käfig aus hartem Stahl.
Und das tut weh!
Ich kann mich doch nicht so in ihm getäuscht haben.

"Andy!"
Ash packt mich an den Schultern und schüttelt mich.
"Hör auf, darüber nachzudenken! Mach es nicht schlimmer, du tust dir damit bloß weh. Willst du das etwa? Das kannst du doch nicht wollen."
Er hat zweifelsohne recht.
Aber ich kann nicht anders.

OOO

Die Rasierklinge schimmerte im Licht der Stadt in vielen Farben, als ich meinen linken Arm entblößte, um sie an der Hauptschlagader tief in meine Haut zu drücken. Ich fuhr mit meinen kalten Fingern über die Wörter, die ich mir in geschwungenen Buchstaben unter die Haut hatte stechen lassen.

OOO

"Andy..."
Ashs Stimme klingt sanft.
Er fährt mit den Fingerspitzen die Konturen meines Gesichts nach, bis sie auf meinen Lippen liegen bleiben, wie um mir zu bedeuten, dass ich schweigen soll.
Und ich schweige.
Und schließe die Augen.
Spüre Ashs Atem ganz nahe an meinem Gesicht, heiß auf meiner Haut prickeln.
Höre, wie er Luft holt.

"Andy... du bedeutest mir mehr, als alles andere... ich würde für dich sterben...oh Gott, ich liebe dich so sehr... und... ich werde um dich kämpfen..."
Gegen Ende hin wird Ashs Stimme immer leiser, bevor er meine Lippen zu einem sanften Kuss fängt.

»Er liebt dich nicht.
Er liebt dich nicht.
Er liebt dich nicht.«

»Doch, das tut er.«

»Nein.
Nein.
Nein.«

"Hör auf!"

Erschrocken weicht Ash vor mir zurück.
Ich lasse mich auf den Boden sinken und presse mir die Hände auf die Ohren, um das alles nicht länger hören zu müssen.

Ich kann Ash erkennen, wie er sich zu mir kniet.
Versucht, auf mich einzureden.
Ich sehe, wie er meinen Namen sagt.
Ich schließe die Augen.
Atme ruhig ein.

»Na los!
Komm schon und versuch mich zu verdrängen!
Du schaffst es ja doch nicht!
Du bist zu schwach!

Schwach!
Schwach!
Schwach!«

»Nein, ich will, dass du gehst.«

Als ich die Augen wieder öffne, ist die Stimme weg.
Und ich lächle.
Ich lächle, weil ich das geschafft habe.

"Ich will hier weg. Lass uns abhauen."
"Was?!"
Ash starrt mich entgeistert an.
"Lass uns hier weg. Ich will hier nicht bleiben. Lass uns einfach abhauen."

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