Ein großer Fehler

Der Nächste Morgen war warm und sonnig. Das Frühstück sättigend und lecker. Die Atmosphäre wie immer atemberaubend. Die DLRG hatte ihr eigenes Zelt, wo sie aßen. Alex wurde wieder mit der Truppe von gestern zur Promnadenbesichtigung eingesetzt. Dabei gingen sie zu viert die Promenade nach rechts bzw. nach links von dem Sammelpunkt ab. Dabei hatten sie wie immer eine Rettungsboje und einen Gurtretter bei sich, falls doch jemand mal über die eventuell unsicher gewordene Promenade in den Flussgefallen war. Sie wussten ja nicht was kommen würde. Alles war ruhig, als sie in der Kurzen Hose und dem roten T-Shirt die Promenade entlang schlenderten und nach maroden Stellen Ausschau hielten. Es war bemerkenswert dass kein Schiff auf dem Fluss war. Der sonst als eine der meist genutzten Wasserstraßen Deutschlands war.
„Hier OG Erkrath Promenadenbesichtigung für OG Hilden Promenadenbesichtigung, kommen“, knackte es aus dem Funkgerät plötzlich.
„Das sind wir oder?“, fragte einer der Retter, er kam aus Erkrath, wurde aber in Alex Gruppe zugeteilt, welcher zur Unterscheidung den Funknamen OG Hilden bekommen hatte.
„Jap.“
„OG Hilden hört.“
„Person ist von der Brücke gefallen und treibt in eure Richtung. Da Boot braucht noch ein wenig Zeit, bis es eintreffen kann. Kommen.“
„Habe verstanden, leiten Rettungsmaßnahme ein. Müssen eventuell springen. Komme.“
„Habe verstanden. Ende.“
Alle hatten ihre Schritte beschleunigt, und sahen dann plötzlich den Kopf im Wasser treiben. Die Strömung war stark.
„Springe.“, meinte Alex nur knapp und rannte los. Er drängelte sich durch die Personen und zog somit die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Er rannte zur nahen Brücke und Sprang gekonnt über das Brückengeländer und machte einen Köpper. Echtes ‚Baywatch‘ spielte sich hier ab. Für einen kurzen Moment vielen ihm die Worte der älteren Dame ein: Pass auf sie auf. Die Rettungsboje flog im hohen Bogen neben ihm her, da er sie weggeworfen hatte. Doch kaum war er eingetaucht, waren auch die Gedanken weg, er war im Überlebensmodus.
Mit einem Köpper tauchte er fast mittig in den Fluss und wurde sofort von der Strömung mitgerissen. Er schwamm sofort nach oben. Und tauchte prustend auf. An dem Seil zog er die Rettungsboje zu sich ran, immer wieder schluckte er Wasser durch die Wellen. Dann sah er den Kopf der auf ihn zu trieb. Er schwamm diagonal in Strömungsrichtung bis er auf Höhe der Person war.
„Ey! Halt dich hier fest!“, schrie er die Person an und schluckte eine Hand voll Wasser dabei, so dass er husten musste. Die Person ruderte wild mit den Armen, bis sie auf die Rettungsboje schlug.
„Ey, alles wird gut!“, schrie er die Person an. Es war ein junger Mann. Sein Typ war südländisch, vielleicht Afghane oder Syrer.
„Ey, put your Hand on this!“, Alex nun auf English.
Endlich reagierte der Mann. Er klammerte sich an das Brett. Gemeinsam wurden sie von der Strömung mitgerissen. Doch Alex steuerte leicht um Ufer, so wie er es mal gelernt hatte. So schwamm er in einer leichten Schräge zu der Strömung bis sie ein wenig nach ließ. Inzwischen hatte er jedoch schon gute 100 bis zweihundert Meter strecke gemacht. Dann kam ein Boot angerast mit Blaulicht. Alex hob seine rechte Hand senkrecht aus dem Wasser. Dies war das Zeichen dass der Retter selber Hilfe benötigte. Das Boot näherte sich schnell und fuhr zunächst in einem großen Bogen an denen vorbei. Der Mann bekam wieder Panik, doch Alex versuchte ihn mit seinen wenigen Englischkenntnissen zu
beruhigen. Da Boot wendete und kam langsam auf sie zu. Mit einem schnellen Griff klammerte sich Alex mit einer Hand an die Leiter, und hielt dennoch die Boje fest, doch der Mann fing an hektisch zu werden. Der strampelte so feste im Wasser dass er Alex mehrmals unbeabsichtig trat und Alex sich so erschrak dass er die Boje kur einen Moment locker ließ und sie ihm in den Fingern entglitt. Das Band straffte sich sofort und riss an seinem Oberkörper. Doch sofort sprang ein zweiter Rettungsschwimmer in die Fluten. Er selber war mit einem Band am Boot festgemacht. Er kraulte zu dem Mann der sich wild an der Boje festklammerte. Und nahm ihn in einen Rettungsgriff. Der Bootsgast zog dann an seiner Leine zum Boot. Alex war in der Zeit auch ins Boot gestiegen und übernahm den Mann. Als alle an Bord waren stellte sich heraus, dass der Mann plötzlich einen Krampf bekommen hatte. So schnell es ging fuhr das Boot zurück und dort wurden sofort alle von den Maltesern in Empfang genommen und versorgt.

Kommentare

  • Author Portrait

    Connor, das war Kapitel war spannend. Carmen

beta
Feenstaub

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