Ein schöner Abend

Der Abend kam schnell näher. Ricarda überlegte, was sie denn anziehen solle. Peter bot ihr an, mit ihr zu einer Boutique zu fahren, aber das wollte sie auch nicht. "In dem Lokal war ich nur selten anders gekleidet als jetzt, mein Hase und du kannst sowieso alles tragen. Gerade diese Jeans. Du hast so einen süßen Arsch, hab ich dir das schon gesagt?" - "Peter! Aber was soll‘s, wenn du das sagst... Ich werd mir eine frische Bluse anziehen. Übrigens habe ich gesehen, dass ein paar Hemden zu bügeln wären. Soll ich das für dich machen?" - "Oja! das wär klasse! Waschen und bügeln sind meine meistgehassten Aufgaben. Aber es muss eben sein." - "Na dann lege ich gleich los, dann werde ich noch fertig bis wir ausgehen." Es gefiel Peter, dass sie sich selbstständig einbrachte. Gerade solche Haushaltsdinge waren nicht seine Stärke, obwohl man seinem Haushalt nicht unbedingt ansehen konnte, dass er alles selbst machte. Er war auch ein akzeptabler Koch, was er aber noch mit keiner Silbe erwähnt hatte. Es gefiel ihm, dass sie das Mittagessen zubereitet hatte und auch gleich für einen Einkauf sorgen wollte. Sie war eine tolle Frau, die mit beiden Beinen auf der Erde stand, ohne Piercings oder Tätowierungen, aber in keiner Weise altmodisch. Sie war stets eine gepflegte Erscheinung und dazu sehr attraktiv. Nicht, dass ihn dezenter Körperschmuck gestört hätte, dass muss jeder für sich entscheiden. Aber es gefiel ihm, wenn eine Frau nicht auf jeden Modezug aufsprang, sondern ihren eigenen Stil pflegte. Eigentlich ein kleines Wunder, dachte er sich. Er sah durch die offene Tür, wie sie geschickt und schnell die Arbeit erledigte, als sei es ein Spiel. Erst jetzt hatte er Gelegenheit, sie einmal unbemerkt genau zu betrachten. Wie schön sie war. Ein hübsches Gesicht, fast hüftlanges, üppiges, gewelltes, schwarzes Haar, große, rehbraune Augen und absolut perfekte Proportionen. Sie fühlte, dass er sie betrachtete und sah von ihrer Arbeit auf. "Und? Gefällt dir was du siehst?" - "Du bist wunderschön Ricarda! Ich kann mich gar nicht sattsehen an dir!" - "Schmeichler!" Er konnte sich nicht dagegen wehren. Er ging zu ihr, nahm ihr das Bügeleisen aus der Hand und küsste sie. "Ich möchte nie wieder Streit mit dir, mein Hase. Und schon gar nicht aus gekränkter Eitelkeit. Ich bin ganz verrückt nach dir, weißt du das!" - "Jetzt ja. Und ich hab mir das ganz fest gewünscht, was du mir grad gesagt hast. Aber ich hab nicht geglaubt, dass es eintrifft!" Sie küsste ihn nochmal und bat ihn, sie noch ein paar Minuten arbeiten zu lassen, dann sei sie ohnehin fertig.  Tatsächlich hatte sie im Nu alles fertig und zog sich noch schnell um. Sie schminkte sich nur sehr dezent und war entsprechend schnell fertig. "Bin fertig Schatz! Von mir aus können wir!" - "Was glaubst du wie ich heute noch beneidet werde, wenn ich mit dir auftauche!" Sie gingen in die Garage, stiegen in den Wagen und fuhren zum Restaurant. Ein schöner Abend wartete auf die Beiden.

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