Eine Nacht mit Draco und ihre Folgen

Eine Nacht mit Draco und ihre Folgen

So materialisierten sich Draco und ich unter dem großen alten Baum, in der kalten, frischen Dezemberluft, was mich in meinem hauchdünnen Abendkleid frieren ließ, daher drängte ich zur Eile.

„Komm!“, zog ich ihn fordernd zum Cottage, bedeutete ihm, eine Hand an die Tür zu legen und intonierte eine kleine Beschwörung, die ihn in den Schutz des Hauses aufnahm.

„Hübsch!“, verkündete er nach einem kurzen Rundumblick, nachdem er tatsächlich alles sehen konnte und ich winkte ihn rasch herein.

„Wann schmeißt du den Fidelius, denn nach gerade eben wäre ich für so schnell als möglich!“, meinte er gewichtig und geschäftig, wobei er an der silbernen Mantelschließe seines dunkelblauen Samtumhangs nestelte.

„Eigentlich wollte ich warten bis die Twins am 25ten da sind“, wandte ich irritiert ein.

„Nein, das ist zu spät, wir machen das morgen in der Früh!“, bestimmte er forsch, danach ging er selbstherrlich ins Wohnzimmer, wo er mit einem Wisch und lautlos das Feuer entzündete. Er schien sich heimisch zu fühlen, als das Feuer prasselnd im Kamin knisterte und schnell den Raum erwärmte.

Er legte währenddessen den schweren, samtenen Umhang, der, wie ich jetzt sah, auch ein silberfarbenes Seidenfutter hatte, ab und gleichgültig über einen Stuhl, wobei er erleichtert aufatmete. Das gute Stück schien einiges zu wiegen.

„Was passiert gerade, Draco?“, fragte ich unsicher und sah ihn intensiv an. Ich stand recht verloren in der Gegend.

„Viel, leider!“, sagte er mit einem nicht zu bestimmenden Timbre in der Stimme. Sehr aussagekräftig, Mr. Malfoy, dachte ich zynisch und stieß ein unzufriedenes Schnauben aus.

„Muss ich mir große Sorgen machen?“, fragte ich überlegt und dachte an das unbeschreibliche Gefühl, als sich Lucius‘ Zähne, wie in Zeitlupe, unnachgiebig in meine Haut gegraben hatten und schüttelte mich leicht vor Grauen.

„Zum Teufel, ja, denkst du er ist umsonst DeathEater?“, kam es aufgebracht von Draco, der nahe beim Kamin stand. „Er hat dich gebissen…“, flüsterte er so leise, dass ich ihn kaum verstand und schüttelte, als könne er es nicht glauben, den Kopf.

„Wann gehst du wieder?“, versuchte ich abzulenken, wie gesagt, passiert war passiert. Jetzt konnten wir uns nur noch überraschen lassen. Aus mir sprach Pragmatismus pur.

„Gar nicht, wir wollten uns ja eh morgen früh treffen. Jetzt bin ich halt schon hier!“, meinte er lapidar und fuhr sich unruhig durch seine blonden Haare.

„Ja, aber wird dein Vater nicht misstrauisch, dass du… seit dem Ball verschwunden bist? Nachdem du uns… ähm, also nachdem du uns unterbrochen hast! …Danke dafür!“, meinte ich immer leiser werdend, dabei schlang ich meine Arme um mich selbst, da ich plötzlich ganz schrecklich fror. Vom Schock oder da das Kleid so dünn war? Was auch immer, es war als würde ich mich von jetzt auf gleich sehr unsicher fühlen, aber ich rief mich zur Ordnung, als ich fragte: „Und was ist mit deinen Sachen?“

„Nein, ich schreib ihm gleich einen Brief, dass ich noch schnell ein Bedürfnis hatte… und danach gleich zu Blaise gehe, wo ich, wie vereinbart, das Weihnachtsfest und den Rest der Ferien verbringe! Hast du Tinte und Pergament?“, fragte er geschäftig und als er mich derart abwägend  ansah, trat ein besorgter Ausdruck auf sein Gesicht. „Ich werde Vater veranlassen, meine Sachen zu Blaise zu schicken, die hole ich dann morgen bei ihm ab!“, meinte er bestimmt.

„Ja natürlich… hier, bitte! Und die Idee mit Zabini ist gut!“, sprach ich ihm gut zu als ich ihm alles reichte und er schrieb eine kurze Nachricht, öffnete eines der kleinen Sprossenfenster und rief seine Eule mit einem Spruch selbst über diese Entfernung zu sich.

„Die kommt gleich, dann ist auch dies erledigt.“

In dieser Zeit hatte ich mir die hohen Schuhe von den Füßen gestreift und füllte für jeden von uns ein Glas mit Whiskey, die Muggelvariante, Lagavulin 16 Jahre „Classic Malt“, den ich extra für uns gekauft hatte, um Draco auch mal die nichtmagische Alternative anzubieten, damit er seinen Horizont erweiterte, aber auch weil ich nach dem Einbruch, der geglückt war und vor allem nach Lucius Malfoys Attacke einen Schluck ganz dringend nötig hatte.

„Ich muss Viktor auch informieren, da ich einfach so verschwunden bin“, meinte ich überlegt und reichte Draco nun den Drink.

„Nein, musst du nicht!“, meinte er sehr bestimmt, wobei seine Züge abweisend wirkten und nahm gleich gierig einen großen Schluck, während ich konsterniert war über seine rüde Art, als er mich  überrascht ansah. „Was ist das?“, dabei besah er sich den bernsteinfarbenen Inhalt und schnupperte daran.

Ich kicherte leicht auf. Schön, dass Draco es schaffte, mich trotz der Umstände zum Lachen zu bringen, so wie er seine aristokratische Nase kräuselte. „Das ist Muggel Whiskey, „Lagavulin“, 16 Jahre alt und wie findest du ihn?“, fragte ich kokett und setzte mich auf die Couch und blickte interessiert zu ihm hoch.

Er nahm nun einen kleineren, vorsichtigeren Schluck und trank überlegend. „Erstaunlich gut, hätte ich den Muggeln gar nicht zugetraut. Nicht so scharf wie der Feuerwhiskey von uns, mal was anderes!“, war sein gnädiges Urteil. „Kann man trinken.“ Oh, mehr würde ich nicht von ihm bekommen, aber ich hatte die starke Vermutung, dass es ihm besser schmeckte als er zeigen wollte, so genießend wie er den nächsten Schluck nahm.

„Du musst wissen, bei den Muggeln gibt es eine große Vielfalt. Es gibt zig verschiedene Varianten von dem Zeug aus Irland, Schottland, Amerika und, und, und“, erklärte ich ausführlich, die Ablenkung tat gut.

„Echt? Muggel sind komische Leute…“, meinte er überrascht, doch dann wurde er unterbrochen, weil seine Eule kam. „Ah, da bist du ja, Ianus, hier, bring den Vater, aber erst wenn dieser im Manor ist!“, befahl er gewohnt herrisch, währenddessen band er dem herrlichen braunweißen Tier den Brief um und schickte es auf Reisen.

„Wow, Draco, war das eine Bay Owl? Die sind ja so selten, aber passt zu einem Malfoy, der immer Masken trägt, oder ist es nur Zufall? “, rief ich verzückt, denn diese Maskeneulen waren wahrlich nicht oft zu sehen und in der Schule hatte er eine andere, so viel ich wusste, eine sehr unauffällige Eule.

„Du kennst also die Art. Er war ein Geschenk von Severus, ob er damit etwas andeuten wollte weiß ich nicht, aber ich denke, Severus ist alles zuzutrauen. Ich mag Ianus sehr. Er ist was ganz Besonderes und so klug“, schwärmte er bereitwillig. Ich konnte die Gefühle für seine Eule in seinem Gesicht ablesen und nun, nachdem ich wusste von wem Ianus kam, war ich mir sicher, dass es mit Sicherheit eine böse Anspielung auf das malfoyische Verhalten war, alle Gefühle hinter Masken zu verbergen. Die Kritik kam vom Richtigen.

Ich lehnte entspannt, mit meinem Drink in der Hand, in den Kissen, mein wunderschönes Kleid bauschte sich um mich und ich stellte die neue Gefahr, die Mr. Malfoy für mich bedeutete in meinen Gedanken hinten an, da ich eh nichts mehr daran würde ändern können. In dieser Hinsicht war ich gleichgültig. Ich würde mich dem Problem stellen, wenn es auf mich zukam, beschloss ich resignierend.

„So, das ist erledigt“, kam Draco schwungvoll auf das Sofa, setzte sich neben mich und prostete mir augenzwinkernd zu, stieß mit mir vertraut an.

„Das war doch mal ein Abend!“, fasste Draco wenig begeistert zusammen und hob einladend seinen Arm und ich kuschelte mich willig an seine Seite. Ich atmete zur Beruhigung seinen sinnlichen Duft ein. „Wir kriegen das alles hin, was auch immer passiert. Wenn wir zusammenhalten, wird alles mehr oder weniger glimpflich ablaufen und Severus haben wir ja auch noch“, erklärte Draco beruhigend. Ich musste laut auflachen, mein Körper bebte belustigt. Es war als würde Draco einen Schlachtplan entwerfen und sich selbst und nicht nur mich beruhigen.

Er blickte schockiert, aufgrund meines erheiterten Ausbruchs, auf mich nieder. „Entschuldigung, D… Draco, aber du redest so pathetisch, du musst mich nicht trösten. Ich weiß, dass wir daraus mal kein Drama machen sollten, sonst wird’s nur schlimmer! Wie so oft ist es nicht schön, aber nicht zu ändern und Wert darauf habe ich nicht gelegt, ehrlich und das ist das Einzige was mich wirklich und wahrhaftig beschäftigt: Was hab ich falsch gemacht, dass er auf mich so aufmerksam geworden ist?“, meinte ich ehrlich, offen und schaute nun inbrünstig in mein Glas, als wäre hier die Antwort verborgen. Es erinnerte mich gerade an die Glaskugel im Wahrsageunterricht, da hatte ich auch nie mehr als wabernden, nichtssagenden Rauch gesehen.

Ich spürte, wie mich Draco fester in seine Arme zog, mich hielt und in meine ruinierte Frisur nuschelte: „Du weißt es wirklich nicht, Granger, oder? Du bist immer so schlau und bedenkst und planst immer so viel, aber dir selbst gegenüber bist du blind. Und nein, ich werde hier nicht deine Attribute aufzählen, aber wie ich dir schon mal gesagt habe, du bist was Besonderes und nicht vollständig blinde und dumme Menschen sehen das auf den ersten Blick und über dein Aussehen müssen wir nicht reden… Man fühlt und sieht die Macht, die Kraft und die Stärke deiner Magie, die dir innewohnt! Schau dir die Vollidioten an, die sich normalerweise Mudbloods schimpfen, Creevey, dieser Dachs im Löwenpelz und noch so andere Idioten, die mal gerade in der Lage sind ihren Stab zu halten“, kam es sehr eindringlich von ihm, da hob er mit der anderen Hand seinen Whiskey und nahm einen gierigen Schluck: „Mhmh, Ich denke, ich könnte das mögen!“

Wow, lag Draco richtig? War ich wirklich so extrem anders als die anderen Muggelgeborenen? Ja, war ich wohl, ich kannte nur die Wenigsten, bei denen so viele Zauber auf Anhieb klappten, wie bei mir, aber dass Draco mich so sah, war fast eine Erleuchtung und so dachte ich angestrengt über seine Worte nach.

Selbst bei den reinblütigen Kindern, siehe Ron oder Neville, klappte es meistens nicht sofort und das hatte nichts mit lernen zu tun! Und war es wirklich so, dass dies der Grund, oder einer der Gründe war, dass die snobistischen, eitlen Menschen, wie die Schlangen es waren, an mir so großes Interesse hatten und deshalb über den Makel meiner „niederen“ Geburt hinwegsehen konnten? Weil sie die in mir ruhende Magie und Macht erkannten, die augenscheinlich recht stark war?

Darüber würde ich mir zukünftig Gedanken machen und so saßen wir noch ein bisschen vor dem Kamin und redeten ein wenig. Er streichelte dabei sachte mein Haar, löste es immer mehr, bis es offen herabfiel und wir tranken noch das eine oder andere Glas, bis ich mich erhob, da ich mein Kleid loswerden wollte.

„Ich geh mich umziehen, komm, ich zeig dir den kleinen Rest des Hauses“, bot ich freundlich an, nahm ihn an der Hand und machte eine kleine Hausbegehung.

Ich trat als Letztes in mein Schlafzimmer. Zum ersten Mal fühlte ich so etwas wie eine aufsteigende Beklemmung. Wie würde der heutige Abend enden? Ich hatte bisher keinen Gedanken daran verschwendet.

Das Schlafzimmer war klein, aber gemütlich, viel Holz und blumige Vorhänge trugen dazu bei, einen Laura Ashley Chic entstehen zu lassen. Ein großes Bett und ein Schminktisch, ein bodenlanger Spiegel, sehr viel mehr bot es nicht.

„Granger, schau nicht so… du denkst doch nicht, dass du mir heute entkommst?“, hauchte er samtig an meinem Ohr und trat frech grinsend vor, dabei beherrschte er den kleinen Raum mit seiner vereinnahmenden Haltung, dass es mir die Sprache verschlug. Ich meine, ich durfte nie vergessen, Draco war der Sohn seines Vaters, im Guten aber auch im Schlechten.

Denn so schnell konnte ich gar nicht gucken, da lag ich schon an seiner Brust. Er hielt mich eng umschlungen und neigte seinen Kopf, um mir leidenschaftlich seine Lippen aufzudrücken und mich fordernd zu küssen. Nicht so sanft und langsam wie sonst, aber immer noch zärtlich, mit einer beginnenden Ungeduld und ich hieß seine Zunge willkommen, schlang meine Arme um seinen Nacken und stöhnte wohlig in seinen Mund.

Der Kuss war heiß und seine Hände begannen fahrig auf Wanderschaft zu gehen. Er strich fiebrig meine Seiten entlang. Auch ich hielt mich nicht auf, da er auf dem Sofa schon sein Jackett und seine Fliege verloren hatte, musste ich nur noch die silbernen Knöpfe seines Hemdes lösen, was ich mit geschickten Fingern rasch tat. Wir unterbrachen unsere wilden Zungenküsse nicht. Gerade zog er meine Unterlippe zwischen seine Zähne, was mir ein Quietschen entlocken und ihn kehlig lachen ließ.

So löste er sich dann doch von mir und öffnete in einer geschmeidigen und gekonnten Bewegung den Reißverschluss an meinem Rücken und strich mir die Träger lasziv, mit einem langen weißen Zeigefinger von den Schultern. Mein Kleid sank, sich um meine Füße aufbauschend, zu Boden.

Der Chiffon lag um mich ausgebreitet wie Blütenblätter und ich stand vor ihm, nur mit meinem grünen Seidenstring, der mit heller Spitze verziert war. Hey, ich meine, ich weiß auf was Schlangen stehen und so hatte ich mich auch gekleidet.

Er war noch ein bisschen zurückgetreten und betrachtete mich in dem hell hereinscheinenden Mondlicht und auch ich sah ihn an, wie seine Augen vor Begehren aufleuchteten und verheißungsvoll funkelten. Auch er bot in seinem halbgeöffneten Hemd einen vielversprechenden Anblick und wie er nun entschlossen auf mich zuschritt und mein Gesicht mit beiden Händen umfing und mich erneut begierig küsste, war es perfekt, wenn es nun passieren würde nach der ganzen Zeit, die wir uns gelassen hatten. Er drängte mich nun ungeduldig nach hinten zum Bett.

Schon konnte ich die Kante fühlen und sank, dank seiner Unnachgiebigkeit, auf das Bett. Er stand immer noch, sein Blick glitt forschend an mir auf und ab und er grinste mich nun lüstern an, was mich kurz schwer schlucken ließ.
Diesen, oder fast den gleichen Ausdruck hatte Lucius auch gehabt.

Ich wandte den Blick ab, sah aber wieder auf, als ich spürte, wie die Matratze unter seinem Gewicht nachgab. Er kniete an meiner Seite und betrachtete mich immer noch, als wäre ich, ich weiß nicht, wunderschön? Wirklich etwas Besonderes? Genau, träum weiter, versuchte ich mich selbst zu maßregeln, als er auch schon rau flüsterte:

„Du bist wunderschön, Hermione, so makellos!“, ich wusste, das konnte nicht der Wahrheit entsprechen, spätestens Boles Messer hatte eine breite Narbe hinterlassen, aber sein Blick strafte seine Worte keine Lügen. Er meinte es ernst, er sah mich als wirklich „makellos“ an, was mich ihn offen anlächeln ließ. Ich hob die Hände und griff sein Hemd und riss es nun ungeduldig auf, war mir doch egal, Malfoys hatten genug Geld, sollte er sich doch ein neues kaufen. Die letzten  abspringenden, silbernen Knöpfe kamen mit einem lauten „Ping“ auf dem Boden auf.

„So ungestüm, Mudblood?“, lachte er nun erheitert und streifte sich das weiße Hemd restlos ab.

Wow, ich sah zum ersten Mal seinen entblößten Oberkörper, der in einer absolut ebenmäßigen Alabasterhaut erstrahlte. Er hatte gut definierte Muskeln und war sehr durchtrainiert. Okay, er hatte den Traumkörper eines Mannes. Ich leckte mir unbewusst über meine vom Küssen geschwollenen Lippen, was ihn zum Handeln brachte und ich fühlte sein Gewicht auf mir, wie er mich unter sich begrub und seine samtig weichen Lippen, die sich verlangend auf die meinen legten.

Gott, konnte er gut küssen. Er schickte meinen Verstand buchstäblich auf den Mond, so hingebungsvoll kümmerte er sich um mich. Er streichelte meinen Busen, knetete ihn, streichelte als wäre es eine Passion und löste sich nach langer Zeit, sah heiß auf mich herab und seine blonden Haare umschmeichelte sein schön geschnittenes Gesicht. Als er auch schon tiefer rutschte und sein Mund sich mit der gleichen Hingabe meinen Knospen widmete und er sie mit seiner Zunge und den Zähnen verwöhnte, konnte ich das nur genießen. Er knabberte und biss leicht in meine Nippel, bis sie sich sehr hart aufrichteten. Ich wand mich erregt unter ihm und stöhnte leise auf, ab und an entwich mir auch ein Wimmern.

Ich hatte meine Hände in seinem weichen Haar vergraben und es glitt durch meine Finger.

In mir konnte ich das Glimmen einer Glut fühlen und als er seine Hand über meinen Bauch wandern ließ und kurz bei meinem Nabel verharrte, um mich auch hier zu necken, konnte ich spüren wie sich das Glimmen zu einer Flamme steigerte und meine Muskeln sich vor Vorfreude anspannten.

Er zögerte den Moment, an dem er mich an meiner intimsten Stelle berühren würde, hinaus, strich hauchzart nach und nach erst mal mit seinen Fingern über meine Schenkel und teilte sie spielerisch. Ich gab mich seiner sanften Forderung nur zu gern hin und öffnete mich ihm willig. Er schnipste lässig mit den Fingern und ich trug keinen störenden Stoff mehr, wie schön, dass wir Magier waren.

Ich konnte es kaum erwarten, mir war so heiß, in mir schrien die züngelnden Flammen nach einer schnellen Befriedigung. Ich konnte aber an Dracos Blick sehen, dass ihm anderes im Sinn stand.

So wie er mich gerade erwartungsfroh angrinste, war nichts Gutes von ihm zu erwarten und so zog er den Moment quälend langsam in die Länge, bis er sich endlich herabließ, sachte über meine Falten zu streichen, die dank meiner Erregung schon ganz samtig feucht waren.

In diesem Moment stöhnte ich selig auf, machte ein Hohlkreuz und reckte meine Brust in die Luft. Als er zeitgleich einen Finger in mich brachte.

„AHRRRRR… Draco!“, rief ich verzweifelt aus, da er die Spannung so steigerte. So passiv wie ich mich gerade unter Draco verhielt war ich noch nie gewesen.

„Ich mag es, wenn du dich selbst berührst“, hauchte er zu einer meiner Brüste und biss verspielt in meinen harten Nippel, was mich dazu brachte, meinen Kopf im Kissen hin und her zu wälzen.

Er bewegte seinen Finger in einem für mich unerträglich trägen Rhythmus und trieb mich damit sprichwörtlich in den Wahnsinn, da er nur neben meinem Körper lag und mich beobachtete, wie ich mir vor Frust in meine Lippe biss und mittlerweile meine Brüste mit meinen eigenen Händen bearbeitete.

Ich versuchte, das Tempo seiner mich bearbeitenden Finger zu erhöhen, indem ich meine Hüfte hob und ihm entgegen trieb. Das Feuer in mir wurde von Minute zu Minute heißer und ich wollte meine Befriedigung.

Sein träges Lächeln, das er mir schenkte, war wirklich fies. Ich hoffte für ihn, dass er platzte, denn er trug noch immer seine eng sitzende, schwarze Anzugshose während ich entblößt vor ihm lag.

„Draco… bitte…!“, bat ich ihn stockend.

„Willst du für mich kommen, mein Mudblood? Ich genieße es gerade, dich derart hilflos unter meinen Fingern zu haben, du bist selten so schwach“, hauchte er mir da verführerisch in mein Ohr, leckte mit seiner Zungenspitze reizend darüber und bescherte mir damit eine Gänsehaut, die sich über meinen ganzen Körper ausbreitete.
„Oder nein, ich lass dich lieber weiter leiden!“, meinte er nach kurzem Überlegen als er meine Reaktion auf seine Worte registrierte.

Er lachte tief, dunkel und kehlig auf, als er mich derart ausgeliefert sah und setzte nun endlich auch seinen Daumen ein, mit dem er mein Lustzentrum unbarmherzig knetete, Göttin sei Dank.

Dieser Mann war unmöglich, dachte ich verzagt. Ich lief inzwischen aus und er war von mir noch nicht einmal wirklich berührt worden und trug noch immer seine verdammte Stoffhose, wie ich an meinem Bein spüren konnte. Wenigstens ging es ihm ähnlich, so hart und begehrlich wie sich sein Ständer an mein Bein drückte. Geschah ihm nur recht, dachte ich böse und schrie wieder leise auf, als er einen besonders empfindlichen Punkt in meinem Inneren getroffen hatte, da er nun zwei Finger verwendete.

Er erhob sich wieder auf seine Knie, ließ aber seine Finger in mir und unterließ seine langsamen, rein und raus gehenden Bewegungen keineswegs. Er schnippte sich seine Hose auf magische Art von seinem Körper. Ich erhob mich auf meine Arme und blickte auf den vom Mondschein in sanftes Licht getauchten Draco, so wie Gott ihn geschaffen hatte.

Sein Glied stand herrlich stolz hoch aufgerichtet da und am liebsten hätte ich danach gegriffen, als ich spürte, wie er durch schneller, härter stoßende Finger meine Aufmerksamkeit forderte.

„Hermione, spreiz die Beine ganz weit, für mich!“, raunte er, dabei schaute er mich hypnotisierend an und ich konnte und wollte gar nicht anders, als seinem Wunsch zu entsprechen und legte mich wieder in die Kissen. Ich spreizte meine Beine weit für ihn, öffnete mich ihm ganz und gar.

„Weiter…“, kam es heiser von ihm und ich konnte fühlen, wie er nun aus mir herausglitt um dann seine Finger wieder stärker in mich zu treiben. Dann verließ er mich endgültig. Ich knurrte protestierend auf, aber da tat er das, was ich die ganze Zeit schon so sehnlichst herbei gesehnt hatte und glitt auf mich, positionierte sich vor meinem Eingang, der ihn mehr als erwartete.

Als er sich mit Vehemenz in mich zwängte und mich mit einem Stoß nahm, stöhnte ich wollüstig auf und reckte ihm wieder meinen Oberkörper begehrlich entgegen. Er verharrte genüsslich in mir und kostete meine um ihn zuckenden Muskeln aus. Das alles war so überwältigend für mich und ich zitterte noch immer, endlich… endlich spürte ich Draco.

Er nahm dann meinen Mund wieder mit seinem in Beschlag und küsste mich mit einer Inbrunst, die mich vollkommen von ihm erfüllt zurückließ und ich gab ihm alles, was ich geben konnte.

Er begann, sich bedächtig auf mir zu bewegen und brachte mich innerhalb kürzester Zeit mit diesen sinnlichen Bewegungen, diesem langsamen aus mir Gleiten um sich dann mit einer Heftigkeit in mich zu treiben, mir dabei die Luft zu nehmen und mir seinen harten, dicken Schaft bis zum Muttermund hineinzutreiben an den Rand des Wahnsinns, dabei entfachte er damit einen Waldbrand in mir, brachte mich dazu, in einem Sinnesrausch unterzugehen und meine Verzückung laut heraus zu schreien!

„Arhhhh…“ Viele unzusammenhängende Töne entlockte er mir.

Mittlerweile keuchte ich nur noch und er hatte die alleinige Führung über unsere Vereinigung, wie noch nie ein Mann zuvor bei mir, da ich ihm vollkommen vertraute. Ich war bei allen anderen aktiver und führender gewesen als hier gerade eben.
Aber Draco beherrschte das Geschehen im Bett vollständig und ich konnte, wenn ich mal kurzzeitig klar in Gedanken war, sein Gesicht sehen, das er vor Konzentration verzogen hatte und in seinen Augen leuchtete eine entfesselte Leidenschaft, die sich auch immer mehr in seinen bestimmten, harten Bewegungen ausdrückte und mich immer weiter trieb.

Ich spürte ihn so tief, so ausfüllend, so hart und dick in mir, ich war so erregt, dass ich jetzt Sternchen hinter meinen geschlossenen Liedern sah.

Nun ging auch seine Selbstbeherrschung immer mehr flöten, wodurch jetzt auch er stöhnte und keuchte, was er sich bisher versagt hatte, bis er plötzlich langsamer wurde.

„Vertraust du mir, Hermione?“, erklang auf einmal seine durch Lust verhangene Stimme sehr ernst.

Ich riss die Augen abrupt auf und blickte ihn über mir überrascht an und musste mal erst den Inhalt seiner Worte langsam in mein Hirn sickern lassen. Als ich sie verstand, nickte ich knapp.

„Ja, Draco, ja!“, meinte ich zu ihm und was dann folgte war… war unbeschreiblich, überraschend, unerwartet!

Aufgrund dieser Aussage nahm er mich nun in einem schnellen, animalischen Rhythmus und ich verging restlos vor purer Lust und er raubte mir schier den Atem, aber da passierte es, dass er sich ruckartig aus mir zurückzog und eine verstörende Leere in mir zurückließ, weil er sich zurück auf seine Knie zog.

Ich riss die Augen. WAS, Warum…?

„Wasss…?“, meinte ich perplex und hob meinen Kopf, dabei konnte ich ausmachen, dass er plötzlich seinen Zauberstab in der Hand hatte, damit zwischen meinen weit gespreizten Schenkeln saß und auf mich mit einem unleserlichen Blick nieder sah. Auf einmal zielte er auf seine Hand und schnitt sich mit einem ungesagten Schneidefluch in die Hand, übergangslos legte er diese dann auf meinen Bauch und benetzte ihn mit seinem Blut. Ich war sprachlos und starrte auf das Ergebnis, meinen weißen Bauch beschmiert mit seinem roten Blut. Dass was sich hier vor mir abspielte verfolgte ich mit weit offenem Mund. Ich war völlig überrascht und gelähmt in meiner Reaktion, da ich nichts damit anfangen konnte was Draco hier vorhatte.

Dann legte er ohne zu zögern die Spitze des Stabes an meine linke Seite, etwas unterhalb des Nabels und ich erstarrte völlig überrumpelt über das Geschehen, da ich immer noch nach Luft schnappte und nicht in der Lage war dies alles zu verstehen oder zu erfassen. Dabei hingen mir meine wirren Locken im verschwitzten Antlitz.

„Ahhh, Draco, was…?“, rief ich gerade noch aus, als sich ein schleichender Schmerz beständig in mir ausbreitete und dafür sorgte, dass ich mir verzweifelt die Lippe zerbiss, um nicht zu laut zu Kreischen. Ich versuchte, von ihm wegzukommen, aufzuspringen, aber Draco ließ es nicht zu, ließ mich nicht entkommen. Er drückte fest mit seiner Hand auf meinen Brustkorb und mich dabei recht grob in die Matratze. Ich konnte über den immer schlimmer brennenden Schmerz keinen klaren Gedanken fassen, weil es wie Feuer an meiner Haut loderte, wie sich die stechende Qual ausbreitete und wie Lava durch meine Adern rauschte. Ich wusste nicht, was Draco dort tat und versuchte nur mehr schlecht als recht sein Handgelenk zu packen, es von meiner Brust zu ziehen, aber er wankte nicht, sondern hielt mich nur noch fester unter sich gefangen.

„Schsch…, ganz ruhig, ist gleich vorbei… schsch“, sprach er beruhigend auf mich ein, als mir einige Tränen entschlüpften und meine Wangen hinabliefen und ich inzwischen so fest in meine Lippe gebissen hatte, dass mir das Blut im Mundwinkel herabfloss.

Dann endlich, nach einer mir unendlich lang vorkommenden Zeit spürte, nein fühlte ich, wie endlich das spitze Holz, das in mein Fleisch gebohrt worden war, von meiner Haut genommen wurde und seine Finger auf einmal etwas sanft entlangstrichen, was sich wie eine schmerzhafte Verbrennung anfühlte und mich zischend Luft holen ließ.

Als der stechende Schmerz langsam verebbte und in mir ein beständiges Pochen zurückließ, wurde ich wieder langsam des Denkens fähig. Ich wollte ihn gerade scharf anfahren, was das sollte, doch soweit kam ich nicht, denn er zog mich wieder in Position und drang Millimeter für Millimeter langsam in mich, was mich empört zischen ließ. Ich war immer noch total perplex was er hier mit mir veranstaltete.

„Draco…!“, fauchte ich wütend und konnte den metallischen Geschmack meines Blutes schmecken. Ich versuchte, ihm auszuweichen, presste meine Hände gegen seine Brust, aber er begrub mich unter sich und nahm mich mit seinem Körper regelrecht gefangen.

„Schsch“, kam es nur begütend von ihm und er küsste meine Tränen und leckte mir das Blut vom Mund und seine Bewegungen wurden, als auch meine Erregung langsam zurückkehrte, immer bestimmter und schneller.

Ich musste zu meiner Schande gestehen, ich war immer noch geil und erregt, trotz oder wegen der Schmerzen? Wer wusste das schon? Dass ich schon lange nicht mehr als normal zu bezeichnen war, schoss mir wenig schön wie ein Blitz durch den Kopf. Was auch immer er mit mir angestellt hatte, ich verging trotz allem unter ihm vor Lust und gab mich ihm wieder hin, bis sich mein Unterleib verkrampfte und wir beide gleichzeitig mit einem laut ausgestoßenen, ekstatischen Schrei kamen, ich mich um ihn zusammenzog und er sich in mir heiß ergoss.

Er begrub mich vollständig unter sich. Ich spürte immer noch, wie mich die Wellen des Orgasmus überliefen und versuchte schwer, wieder meinen Geist die Oberhand gewinnen zu lassen und mir die letzten Minuten vor Augen zu führen.

Draco hatte…, er hatte… irgendwas getan, ich würde ihn umbringen!

Ich versuchte ihn von mir zu schieben, was nicht leicht war, da er so viel schwerer und größer als ich war. Er hatte nun seine Hände in meinem offenen Haar vergraben und flüsterte rau: „Es musste sein…, versteh…“, ich verstand gerade sehr wenig. Ich musste sehen, was er getan hatte.

„Draco! Lass mich aufstehen!“, forderte ich nun brüsk und gab es auf, ihn von mir schubsen zu wollen.

Er tat sofort wie von mir gefordert und rollte von mir, auf die Seite. Ich holte erst mal tief Luft, als ich wieder so frei, regelrecht befreit atmen konnte.

Ich versuchte, ihn zu ignorieren und stand auf, erhob mich schwer und schritt, nackt wie ich war, zu dem großen Spiegel. Ich stellte mich davor und besah mir, was Draco mir angetan hatte.

Bei dem was ich sah, quollen meine Augen fast aus ihren Höhlen, Schock wäre untertrieben. Ich war bestürzt, betroffen, empört, alles auf einmal. Meine Knie zitterten als meine Hand vorsichtig zu dem blutverschmierten Mal auf meiner Haut wanderte und ich die Konturen des Zeichens, deren feuerrote Linien langsam ins schwarze gingen, behutsam mit meinem Zeigefinger nachfuhr und dabei mein Spiegelbild sprachlos beobachtete.

Draco hatte mich tätowiert, mit dem verdammten Scheiß Zeichen, das er auch auf seinem verfluchten Mantel auf dem Rücken trug. Er hatte mir das filigrane, detailverliebte Wappen der Malfoys, das große verschnörkelte „M“, mit den Drachen und ihrem Familienspruch eingebrannt. Ich war kurz vor einem hysterischen Anfall oder ich verfiel gleich in Raserei. In mir brodelte es grade gefährlich. Er hatte meine Haut, meinen Bauch mit einem „M“ verunstaltet, mich auf ewig gezeichnet.

Auf einmal spürte ich, wie sich sein nackter Körper von hinten an mich drückte, er legte sein Kinn auf meine Schulter und sah mit seinen sturmgrauen Augen im Spiegel in meine vor aufkommendem, stetig wachsendem Ärger fast schwarzen Augen. Ich konnte sehen, wie sein linker Finger vor zu dem Mal fuhr und er es beinah liebevoll nachzeichnete.

„Es musste sein, deshalb werde ich nicht sagen, dass es mir leidtut….“, flüsterte er leise hauchend an meinem Ohr.

Ich schluckte schwer, aber ich wollte es wissen. „Warum? Warum hast du das getan?“, wisperte ich stockend. So standen wir noch immer da und sahen unsere nackten, im Schein des Mondes beleuchteten Spiegelbilder an.

„Du hast die Bücher gelesen, du weißt warum. Es war die einzige Möglichkeit, dich zu schützen, soweit mir möglich und das habe ich hiermit getan!“, kam es sehr ernst und bedeutsam von ihm, dabei bedeckte er nun mit seiner ganzen Hand das Stigma.

Ich riss mich grob von ihm los und zog mir den Morgenmantel, der auf dem Stuhl lag, über.

„Ach, und du denkst, dass du mich nicht fragen brauchst, wenn du so eine weitreichende Entscheidung triffst und mich… mich“, ich verschluckte mich fast an meiner Wut. Und fuhr mit einer verzweifelten Geste durch mein wirres Haar.

Er beobachtete mich mit einem fast unglücklichen Ausdruck und setzte sich nackt, wieder aufs Bett, unglaublich diese Selbstsicherheit! Er schien darauf zu warten, dass ich mich beruhigte, aber da können Sie lange warten, Mr. Malfoy, dachte ich bissig.

„Auch wenn du dich gerade in gerechtem Zorn gegen mich suhlst, wenn du darüber nachdenkst, weißt du, dass ich richtig gehandelt habe“, sagte er überzeugt. Oh, diese Arroganz.

„Oh, danke, du Mistkerl, dass du mir ein Stigma aufgedrückt hast, … dass, dass du mich verschandelt hast! Danke und ich vergaß, es geht ja so einfach wieder wegzumachen!“, schrie ich nun empört, dass die Trommelfelle klingelten.

Draco sah mich kühl an. „Sei froh, dass es nicht mehr weggeht. Es bietet dir Schutz. Kein Mann wird mehr wagen sich dir zu nähern, sobald er das Mal sieht, es bietet dir vor Fremden vollumfänglichen Schutz, sollten sie sich nicht mit unserer Familie anlegen wollen. Du bist jetzt ein Mitglied der Familie, freu dich, es wird dir helfen, auch bis zu einem gewissen Grad vor Lucius. Das steht doch alles in dem Buch. Warum regst du dich so auf, Hermione?“, kam es indigniert von ihm und ich stampfte nun in dem kleinen Zimmer zornig auf und ab.

„Draco, ich hoffe, dir nicht alles erklären zu müssen, aber… wie zum Teufel, soll es mich vor deinem VATER schützen…? Er ist das Oberhaupt der Familie!“, zischte ich gefährlich leise. „Und ich bin kein Besitz deiner Familie!“

Er verdrehte theatralisch die Augen, legte sich in die Kissen, verschränkte seine Arme hinter seinem Kopf und überschlug die Beine. Er wirkte sehr lässig, sehr souverän und absolut nicht eingeschüchtert von meinem Wutanfall.

„Hermione, ja, er ist das Oberhaupt, aber das was ich tue hat auch Gewicht, ich bin der Erbe, nur er oder ich können jemanden durch dieses Ritual aufnehmen und es schützt dich insoweit vor Lucius, dass, was immer er dir vielleicht mal antuen sollte, wenn er denn deiner habhaft werden sollte, dass er dich nicht umbringen, schwer-oder lebensgefährlich verletzen kann und wird. Das kann er nicht, wegen dem da….“, deutete er nun großspurig auf mich und hatte einen unglaublich zufriedenen Ausdruck im Gesicht. Ich seufzte entnervt auf. Warum war immer alles so kompliziert. „Außerdem hat das Zeichen wirklich wichtige Auswirkungen, du bist wie ein Mitglied, eine Tochter, Schwester, Nichte, Cousine, zwar nicht Blutsverwandt aber, ach… suchs dir aus, aber kein Besitz!“, ich hörte seiner Aufzählung zu und schloss gepeinigt die Augen, als mir die dramatische Tragweite seiner Tat ins Bewusstsein drang.

„Na gut, okay, aber warum hast du so unüberlegt gehandelt? Es verändert alles, so viel. Du hast mich tatsächlich zu einem Mitglied einer der ältesten, reinsten und reichsten Familien dieser Gesellschaft gemacht! Mich, ein Mudblood, das kann nicht gut enden!“, wisperte ich fast furchtsam.  Ich sah ihn geschockt an, dann schoss mir ein schrecklicher Gedanke durch den Kopf. „Was ist mit dem Dark Lord, wenn er das erfährt, bist du geliefert!“, hauchte ich da nur noch und fasste mir wie in Trance an den Bauch, der durch den Stoff des Morgenrocks bedeckt war, dabei fühlte ich mich sehr unwohl.

Er lag immer noch entspannt da und sah mich mitleidig an. Ich mochte diesen Blick nicht und presste meine wunden Lippen fest aufeinander, was mich gleich daran erinnerte, dass ich die Bissstellen heilen sollte.

„Hermione, Vater ist nicht umsonst die Rechte Hand und wie ich dir gesagt habe, Ausnahmen bestätigen die Regel, glaube mir, der Lord ist erst mal unser kleinstes Problem. Ich gehe die Schwierigkeiten immer nach ihrer Dringlichkeit an und glaub mir, Vater auszubremsen war am wichtigsten“, erklärte er schrecklich belehrend und ruhig.

„Ach, erzähl mir doch nichts, ich kenne dich! Was steckt noch dahinter, du musst mit dem Gedanken spielen, seit du mir die Bücher gegeben hast, sonst hättest du auch nicht so viel Wert auf diese beschissenen Anstandsregeln gelegt“, spuckte ich ihm verächtlich entgegen, denn ich war weder dumm noch blöd und ich mochte es nicht wenn er mich so darstellte, als könnte ich ihn nicht durchschauen.

„Wie immer erstaunlich… Hermione, du bist erschreckend weitsichtig! Ja, ich gebs zu, ich spiele schon länger mit dem Gedanken, ich wollte dich nicht mehr gehen lassen, zuerst hatte ich anderes vor… aber dann wurdest du immer interessanter für mich. Du gehörst nun zu mir und meiner Familie! Ich bin ein Malfoy, was ich besitze gebe ich nicht mehr her, dafür bist du mir zu wichtig!“, legte er seine Gedankengänge dar und ich war kurz davor, über seine vermessene Art zu lachen. Er hatte recht, Malfoy musste man sein, unermessliche Ignoranz aber auch Arroganz zu zeigen und das in jeder Lebenslage.

„Und jetzt komm her, ich will dich halten. Und ich hab dir gesagt, es wird alles gut. Bitte, ich brauche dich und das mit Vater meine ich todernst… so wie er sich verhalten hat, möchte ich wirklich nicht wissen, was sich sein krankes Hirn ausgedacht hätte… Komm, Liebling…“, schnurrte er nun samtig und streckte mir seinen Arm auffordernd entgegen.

Ich erhob mich, ließ den Mantel zu Boden fallen und stieg unter die Bettdecke, da ich müde war und wusste, das was hier passiert war, überstieg gerade mein Fassungsvermögen, damit würde ich mich morgen beschäftigen.

„Nur damit du es weißt, das hier ist noch nicht vorbei, ich bin immer noch sauer und ich werde nie dein Besitz sein!“, erklärte ich hochmütig. Er antwortete nicht, er zog mich nur fester in seine Arme, umschlang mich, was ich widerstrebend zuließ.

Ich war sauer, ich würde es ihm nicht so schnell vergeben, aber ich war auch konsequent und Umstände, an denen ich absolut, aber so was von nichts ändern konnte, ich schluckte schwer, musste ich so nehmen wie sie kamen. Wenn einmal pragmatisch, dann schon immer!

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    Wo ich dieses Kapitel mal wieder lese ... wusstest, du, dass der Vater meines Freundes (der leider vor einem Jahr verstorben ist) mich in die fantastische Welt schottischer und irischer Whiskys eingeführt hat? Ich persönlich bevorzuge schottischen wegen des herberen Geschmacks, während er eher irischen getrunken hat - und mein Freund findet alle Sorten widerlich :D

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