Eine Nacht mit einem Reinblüter

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 "Also. . ." , begann Nanyuk.

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"Ein Kleid für den Mondball! Ich verspreche euch es wird atemberaubend, nun sag Nanyuk: Brauchst du auch eines?", sagte Kataris fröhlich und lächelte uns warm an, "Um Gottes willen, nein. Ich spätestens vier Monaten werde ich in das Kleid nicht mehr rein passen.", lachte Nanyuk "Nun denn, dann beginnen wir mit den Maßen von dir Aislinn.", informierte mich Kataris und winkte mich zu ihr, ich folgte ihr bis vor einer kleinen Holzerhöhung. "Stell dich doch bitte auf dieses Holzpodest.", bittete Kataris mich freundlich und ich nickte stumm. Kataris verschwand wieder hinter einem Regal und kam dann wieder mit einem kleinen Körbchen heraus, in dem sich vielerlei Dinge befanden die man zum schneidern brauchte. "Halt ja still! Wir wollen ja das alles perfekt sitzt.", warnte sie mich und begann mit einem gelben Maßband meinen Körperumfang auszumessen, das bedeutete das sie meinen Brustumfang, Taillenumfang und meinen Hüftumfang. Ich stand stocksteif da, und fühlte mich wie eine Puppe die man an und aus kleiden konnte, das letzte Mal als man mir bei meiner Kleidung half war mehreren Jahren gewesen, meine Mutter hatte mir damals geholfen ein Frühlings Kleid zu schneidern, dafür hatte ich auch meine Maße gebraucht. "Fertig.", sagte Kataris, "Ach du lieber Gott, ich habe ganz vergessen euch etwas anzubieten. Wie wäre es mit Tee und etwas Gebäck?", fragend sah uns Kataris an. "Das ist nicht nötig meine Liebe, vielen Dank.", ich nickte bestätigend und gesellte mich wieder zu den Beiden. "Aislinn, dein Kleid wird pünktlich zum Ball fertig sein, das verspreche ich dir von Herzen.", sagte Kataris an mich gewand "Danke Kataris.", lächelte ich schwach und zog sie in eine kurze Umarmung. "Nichts zu danken Herzchen!", lachte sie "Wir werden uns wieder sehen, spätestens wenn wir das Kleid abholen.", so verabschiedeten wir uns von Kataris, und begaben uns auf den Weg. "Lass uns zum Bäcker gehen!", rief Nanyuk freudig und zog mich am Handgelenk hinter sich her, "Hey, hey nicht so schnell.", grinste ich belustigt und stolperte hinter ihr her. "Riechst du es denn schon? Der Geruch von frischem Brot!", ein gieriges Funkeln in ihren Augen vernahm man und ich lachte wieder leise auf, wie konnte sie nur so unbeschwert glücklich sein?

Wir blieben vor einem kleinen Haus stehen, einige Fenster waren geöffnet und der Geruch von frischem Gebäck drängte sich in meine Nase, es roch himmlisch, wie wohl das Gebäck schmeckt? Der Speichel lief mir förmlich aus dem Mund "Lass uns etwas Gebäck holen!", sagte Nanyuk bestimmt und stürmte mit mir in die Bäckerei "Einen wunderschönen Guten Morgen, meine Damen!", begrüßte uns der Mann lächelnd während er das Mehl an seiner Schürze abstrich. "Demitri! Schön dich hier anzutreffen.", lächelte Nanyuk "Hallo.", gab ich knapp von mir und sah mich in dem Raum um. Die Wände waren Beigefarben, und einige Gemälde schmückten die kahlen Wände. Ein großer Ofen schmückte einer der Ecken komplett aus, und ein großer, langer Holztisch stand davor und Brote befanden sich auf dem Tisch um abzukühlen. "Hallo Nanyuk, schön dich wieder zu sehen. Was möchtest du denn diesmal?", Demitri erwiderte Nanyuks Lächeln "Wie wäre es mit deinen köstlichen Nusshörnchen oder deine Minz und Zimt Brote?", schwärmte Nanyuk strahlend vor sich hin "Wie wäre es mit beidem?", schlug Demitri vor worauf Nanyuk hastig nickte. Demitri nahm sich einen kleinen Korb von einem der Eichenregalen und legte zwei Brote und vier Hörnchen hinein. "Und du backst das alles selbst?", fragte ich erstaunt "Ja, Tag ein und Tag aus.", lächelte Demitri und kam in Windeseile zu uns. Seine geschmeidigen Bewegungen, dennoch war er schnell, sehr schnell. Ein Reinblüter, keine Rasse sonst konnte er sein. Das makellose Gesicht diese reine Haut und diese zartrosa Lippen, einfach Perfekt. "Du brauchst keinen Schlaf oder?", fragte ich "Doch, irgendwann schon. Sagen wir so, ich kann längere Zeit nicht schlafen werde aber trotzdem irgendwann Müde.", erklärte er und ich nickte verständlich "Das ist interessant.", sagte ich leise, und nahm den Korb entgegen den er mir zustreckte. "Vielen Dank, hier sind deine Gulden.", sagte nun Nanyuk und streckte ihm einen kleinen Lederbeutel entgegen, der voll mit Gulden war. "Wir sehen uns!", Demitri lächelte uns breit an so das man seine Fangzähne sehen konnte, als ich mich umdrehen wollte zwinkerte er mir noch zu. "Komm schon! Aislinn, probiere doch jetzt mal das Minz und Zimt Brot!", versuchte mich Nanyuk umzustimmen aber ich schüttelte wieder meinen Kopf und verschrenkte meine Arme unter der Brust. "Du bist verdammt stur weißt du das? Nein heißt-", ich konnte meinen Satz nicht zu ende fuhren da Nanyuk mir ein Stück des Minz und Zimt Brot in meinen Mund stopfte, ich sah sie mit weit aufgerissenen Augen an und kaute langsam auf dem Brot, ich aß es obwohl ich Minze verabscheute sonst wäre es reine Verschwendung der Zutaten. "Brave Elfin.", lobte mich Nanyuk lächelnd, ich brummte und sah weiter auf das Meer das sich vor uns erstreckte. "Du kannst mich mal.", murmelte ich launisch "Aislinn! Hüte deinen Mund!", tadelte Nanyuk ernst "Du wirst eine gute Mutter.", sagte ich lächelnd "Wie kommt der Sinneswandel?", fragte sie mich überrascht "Du ermahnst mich immer noch obwohl ich schon sehr alt bin. Du bist vorbildlich.", erklärte ich ihr "Bei dir kann man ja nicht anders.", antwortete Nanyuk Augen verdrehend "So böse bin ich nun auch wieder nicht.", sagte ich empört "Sei still.", befahl sie und ich nickte einfach nur.

Als wir gerade in den Weg einbogen der zum Schloss führte, blieb ich stehen, Nanjuk sah mich verwirrt an "Ich würde nachher hinterher kommen, ich brauchte etwas Zeit für mich.", erklärte ich ihr "Okay, komm aber ja nicht zu spät! Hier tummeln sich sehr viele grausame Menschen herum.", forderte sie "Ich verspreche es dir.", grinse ich belustigt und sah Nanyuk noch hinterher. Als sie aus der Reichweite war seufzte ich und lief zum Marktplatz, Nanyuk hatte eine ziemliche Ähnlichkeit mit meiner Mutter, vielleicht war es das was mich dazu brachte ihr sofort zu vertrauen und das sie mir so wichtig geworden ist. Es war schade das wir uns so wenig sahen, man fühlt sich einsam. "So sieht man sich also wieder.", riss mich die Stimme von Demitri aus den Gedanken "Ach entschuldige, ich war in Gedanken.", und lächelte ihn schwach an "Wollen wir ein Stück gehen?", fragte er mich und erwiderte mein lächeln das ich ihm zu warf. Ich nickte zustimmend und lief neben ihm mit. "Wie heißt du?", fragte er mich irgendwann "Aislinn.", antwortete ich ihm. "Ein sehr interessanter Name, hat er eine Bedeutung?", fragte er mich interessiert weiter "Nein.", log ich und Demitri nickte stumm, er zeigte zu viel Neugier ich sollte ihm nicht alles sagen, er könnte es vielleicht gegen mich benutzen. Auch wenn ich nicht wusste was er vielleicht mit der Bedeutung machen könnte werde ich ihm es nicht sagen. "Erzähle mir etwas über dich Demitri.", wechselte ich das Thema "Meine Eltern sind tot nur noch mein Bruder und Ich leben.", erzählte er und ich hörte ihm aufmerksam zu "Meine Familie stammt aus dem Volk der Bestien, ich habe aber schon vor sehr langer Zeit das Volk verlassen und es hat mich dann hier her verschlagen. Das war mein Leben grob zusammen gefasst.", er lächelte mich an und ich erwiderte sein Lächeln "Das. . mit meinen Eltern tut mir leid.", bemitleidete ich ihn.

Wir blieben vor einem großen Baum stehen und standen uns gegenüber "Was ist das hier?", fragte ich ihn neugierig "Der Baum steht hier schon über tausenden von Jahren, man sagt das der Gründer der Wildlinge ihn gepflanzt hat.", schilderte er, ich sah ihn einfach nur grinsend an und nickte abwesend während ich auf seine Lippen starrte die sich bewegten, ich merkte gar nicht das er mir näher kam dabei wechselte er seine Blicke zwischen meinen Augen und Lippen immer wieder mal, ich nickte kurz und dann befanden sich seine Lippen auf meinen. Seine Hände ruhten auf meiner Taille und strichen sanft auf und ab während ich meine Arme um seinen Hals schlang, Demitri löste sich von mir und nahm meine Hand um mich im nächsten Moment hinter sich her zu ziehen. "Nicht so schnell.", lachte ich leise und stolperte hinter ihm her.

Er blieb vor einem kleinen Holzhaus stehen, er lächelte mich kurz an und zog mich mit in das Haus hinein. Er legte wieder seine zarten Lippen nach Aprikose schmeckenden Lippen auf meine und küsste mich stürmisch während er mich langsam rückwärts führte. Ich zog ihm sein Hemd über den Kopf und betrachte kurz seinen bleichen Oberkörper, ich grinste und küsste ihn wieder. Ich stolperte über sein Bett und sah ihm in seine violetten Augen die mich wie ein Raubtier gierig fixierten. Er umfasste den Saum meines Kleides und streifte es mir über die Beine, nun lag ich nur noch in Nachthemd unter ihm. "Wunderschön.", hauchte er ich erwiderte nichts darauf sondern zog ihm seine Hose aus, er drückte mich wieder zurück auf das Stroh gestopfte Bett um mich weiter auszuziehen. Und auch jetzt verflog die Zeit wie im Flug, eine Zeit die ich seit langem nicht mehr hatte. Etwas was sich endlich wieder toll angefühlt hat.

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