Eisige Spuren im eisigen Schnee, eisiger Wind weht um die Häuser, ich kaum aus meinen Augen seh.

Der Winter ist da, hereingebrochen mit seiner eisigen Macht, hat weisse Felder uns gebracht.

Eisige Pfade in schimmerndem Glanz, zu kalt ist es für den Flockentanz.

Eisige Wangen, eisige Hände, kahle Bäume kahle Wände.

Eisig der Bach, sein Fliessen es stockt, einsam ein Reiher an seinem Ufer hockt.


Eisige Blicke, eisige Herzen, fehlendes Mitgefühl, für der anderen Schmerzen.

Eisige Bise bläht auf die Zelte, die Fabrikhalle schützt sie kaum vor der Kälte.

Zu Eis erstarrt das letzte Lachen, nicht jeder wird am nächsten Morgen aufwachen.


Eisige Spuren, die immer gleichen Pfade, die ich schon oft beschritten habe.

Pfade die führen mich wieder nach Haus, in ein warmes, geborgenes Haus.


Eisblumen blühend an den Fabrikhallen Fenstern stehn, eisiger Atem vor dem Mund kann man sehn.

Eisige Spuren sie bleiben noch lang, die Kälte in den Gliedern, lässt mich fühlen ganz bang.

Und ich seh mich auf einmal in dieser Fabrikhalle stehn, nirgendwo Wärme, keine Hoffnung zu sehn

Eisige Spuren, graben sich in die Seele ein, werden dort für immer versteinert sein…

Kommentare

  • Author Portrait

    Man friert förmlich wenn man es liest, so ergreifend ist dein Gedicht. :)

  • Author Portrait

    Menschen brauchen Schutz vor der äußeren und inneren Kälte! Sehr Aussagekräftig, passt in der heutigen Zeit...LG Carmen

  • Author Portrait

    Sehr schön und ergreifend über dieses Thema geschrieben!

  • Author Portrait

    Wirklich sehr berührend, liebe Xandra!

  • Author Portrait

    Die Kälte kriecht mir beim Lesen gleichermassen unter die Haut... wie gut hast du sie beschrieben, diese eisige Kälte! Von Herzen wünsche ich dir viel Wärme in deinem Haus und bald bald Frühlingswärme! 5/5

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media