Empathie… Heute beschäftigt mich dieses Thema und irgendwie muss ich einfach niederschreiben, was mich bewegt, ohne einen Reim, einfach so. Denn da und dort begegnet man den verschiedensten Menschen und sieht, wie gering eigentlich die Empathie oft ist.

Ich bin traurig gerade, fühle mich gar nicht gut, die Melancholie dringt in mein Leben ein und ich kann mich gerade kaum dagegen wehren, darum schreibe ich es einfach mal auf. Es wäre so ein schöner Frühlingstag, mehr als genug Gründe glücklich und froh zu sein, doch gerade fällt es mir schwer. Ich streite mich schon seit dem Morgen, die ganze Zeit wegen diesen Themen herum. Fühle mich zu wenig geschätzt, zu wenig respektiert und verloren. Trotz des Sonnescheins, ist es in meinem Herzen seltsam dunkel.

Ich habe alles satt, auch all die Traurigkeit auf der Welt. Ärgere mich über die Menschen, welche sich so wenig in andere hineinversetzen können und ihre Gleichgültigkeit auch noch unter die Gemeinschaft tragen. Ärgere mich darüber, dass man oft nur ausgenutzt wird, wenn man sich um andere kümmert. Denn funktioniert man mal nicht so, wie die andern es von einem erwarten, dann ist auf einmal alles vergessen, was man sonst immer macht. Dazu kommen auch noch all die schlechten Nachrichten, worin die Gleichgültigkeit viel zu oft als Sieger hervorgeht und man fühlt sich ohnmächtig und machtlos, weil man einfach keine wirklichen Wandlungen herbeiführen kann.

Es wird immer unverbesserliche Egoisten geben, die sich nicht um andere kümmern, warum kümmere ich mich eigentlich? Das frage ich mich oft. Doch weiss ich auch, dass es nicht die Lösung sein kann nichts zu tun. Denn, wenn wir alle so gleichgültig werden, was wird dann aus der Welt? Was wird aus all den Menschen, welche doch so sehr unserer Empathie bedürfen?

Manchmal bedarf aber auch ich dieser Empathie, will einfach raus aus allem, dass mich dann so ärgert, das so an mir zerrt. Ich habe heute einen weiten Spaziergang gemacht, doch ganz zur Ruhe bin ich doch nicht gekommen. Wie kann ich die innere Ruhe wiederfinden, wie kann ich wieder Freude bekommen an allem was mir doch täglich geschenkt wird?

Ich will eigentlich auch endlich mal wieder was Gescheites schreiben, es geht aber auch dort nichts. Warum muss nur alles so abhängig sein von der eigenen Stimmung? Warum bringe ich keinen besseren Zustand zu Wege? Warum schreibe ich das hier, es zieht einem doch nur runter und doch, im Augenblick bringt es mir Erleichterung (vermutlich fehlt es mir auch an Empathie, dass ich euch das hier antue, es tut mir Leid!).

Ich will manchmal am liebsten nichts mehr hören, nichts mehr sehen, nichts mehr sagen. Wie die drei Affen die sich Ohren, Augen und Mund zuhalten. Denn dann würde ich vielleicht mehr Ruhe finden, wieder mehr Energie spüren. Ich finde, dass die Menschheit sich manchmal mit so banalen Sachen auseinandersetzt, mit so unbedeutenden, oberflächlichen Sachen. Sie errichten Mauern um Mauern und glauben so dem Leid zu entgehen, dass an jeder Ecke, ihnen zuwinkt. Sie werden selbst hart wie diese Mauern… Werde ich auch hart wie eine Mauer, eines Tages…? Wäre es vielleicht besser für mich? Fragen die ich mir immer mal wieder stelle. Denn wen kümmert es, ob ich hart wie eine Mauer bin? Wen kümmert es, wie es mir geht?

Es gibt sicher einige Menschen, die das kümmert, aber irgendwie fühle ich mich auch von ihnen getrennt in solchen Zeiten. Getrennt von allem, weil mein Herz verschlossen ist, wie eine Blüte, die ihre Blütenblätter einfach nicht recht öffnen will, trotz des wundervollen Sonnenscheins, der doch über und um uns alle leuchtet.

Nur sehe ich diese Sonne gerade nicht, sie ist verhangen mit Schatten und Nebel und kein Strahl dring zu mir vor. Ich sitze hier in diesem trostlosen Loch meiner Gedanken, meiner Wut, meiner Trauer, meines Schmerzes und finde keine Möglichkeit um wieder nach oben zu klettern. Warum? Denn eigentlich weiss ich doch, dass dort oben das Licht auf mich wartet. Doch es zeigt sich mir nicht, es hält sich vor mir verborgen. Warum sollte es sich auch um mich kümmern, da solche Dunkelheit in mir selbst ist? Wie kann ich das Licht sehen, wenn mein Herz so verschlossen ist, wenn seine Blütenblätter sich scheuen sich zu öffnen und der wundervolle, glitzernde Kern darin sich weigert hervorzukommen?

Warum beanspruche ich überhaupt diese Licht für mich, da es doch so viele gibt, die es wohl nötiger haben als ich und mehr zu leiden haben als ich.
Dennoch leide auch ich, warte auf eine Antwort auf all meine Fragen, warte darauf, dass sich mich offenbart, was ich eigentlich hier auf dieser Welt soll und warum ich überhaupt hier bin.

Auch wenn man eigentlich weiss, dass da oben wirklich das Licht ist, ist man nicht frei von der Angst, dass es sich einem eines Tages ganz entziehen wird.

So warte ich hier unten, warte ich in der Dunkelheit und hoffe irgendwann wieder die Kraft zu finden nach oben zu klettern, auch wenn es gerade so schwer und so hoffnungslos erscheinen mag. :-( 

   


Kommentare

  • Author Portrait

    empathie kann eine große last sein, aber eine noch größere gabe! manchmal ist es aber okay, auch zuzugeben wenn man sich hoffnungslos fühlt. du musst dich nicht immer dazu zwingen, alles positiv zu sehen. und bei dir bin ich mir sicher, dass das licht immer wieder zum vorschein kommt!

  • Author Portrait

    Polla hat das recht gut umrissen! Es ist wohl diese kleine Frühlingsdepression, die uns fast alle mal ein wenig runterzieht. Warum du Licht geben sollst, kann ich dir sagen! Weil deines, das dir innewohnt sonst ausgeht. Ich kenne das. Auch wenn man sich manchmal ausgenutzt fühlt, sobald man wieder jemandem hilft, fühlt man sich selbst wieder besser. Und das ist auch gut so! Das Licht Xandra, ist bald wieder bei dir... Die fünf Sterne sind dafür, dass du uns an deinen Gedanken teilhaben lässt. Auch an den weniger tollen. Was wär das Licht ohne Finsternis?

  • Author Portrait

    Meine liebe Alexandra... es tut mir leid dass du dich so fühlst, und auch ich kenne diesen Weltschmerz den man empfindet und ich weiß nicht ob meine Worte die helfen können, doch ich versichere dir, dass die Dunkelheit aus deinem Herzen weichen wird. Auch wenn es momentan vl nicht so aussieht, doch es wird besser. Sieh dir deine Freunde an, lache mit ihnen, ließ deine Texte, betrachte was du schon großartiges geschrieben hast und erinnere dich daran, dass es auch helle Zeiten gibt. Kann sein, dass es in der Welt Schlechtes gibt, doch auch viel, sehr viel Gutes. Betrachte die schönen Dinge, erinnere dich daran dass jede gute Tat die Welt ein klein bisschen heller macht. Du schaffst das!

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media