Erinnerungen bleiben nicht für immer. (M)

Vorwarnung: Dieses Kapitel ist etwas unrealistisch und ich entschuldige mich, wenn es lächerlich rüber kommt.


Grace' Sicht:

Ich bin davon gelaufen. Ich konnte nicht mit ansehen, wie eine mir Unbekannte Thomas küsst. Das verkraftete ich einfach nicht. Sicher... ich hätte auch bleiben können und einen Mega- Aufstand machen können... habe ich aber nicht. Wir sind nicht einmal zusammen, was soll das.
Während ich langsamer wurde und durch die Straßen ging, versuchte ich mich zu beruhigen und das Geschehen RICHTIG zu betrachten. Tom hasste dieses Mädchen. Sie wiederum hasste mich und sie mochte Tom. Ergab Sinn. Wie hieß sie noch ein Mal? Ich lachte leise und wurde mit jedem Schritt langsamer bis zum Stillstand. Was habe ich getan, verdammt? Ich seufzte laut und drehte mich um.
Ich wollte letzendlich doch zu Thomas. Eilig ging ich wieder zurück. Vor dem Theater blieb ich stehen. Was er nun von mir dachte? "Grace!" Ich zuckte zusammen und sah in die Richtung, in der die Stimme kam. Erleichtert Tom zu sehen kam ich auf ihn zu. "Hey..." Etwas verschämt über den Vorfall von vorhin, sah ich ihn an. Er wirkte verägert. "Tut mir echt leid. Jane ist echt... einfach das Letzte. Ich hab' sie raus geschickt und ihr gesagt sie soll erst wieder kommen, wenn sie sich bei dir entschuldigt. Ich vermute, ich brauche eine neue Besetzung" Er grinste und nahm meine Hand. Ein angenehmes Kribbeln verbreitete sich in meinem Bauch. "Ist okay. Ich kann sie sowieso nicht leiden." Aus dem Theater kam Gemurmel und ich war erstaunt wie laut sie sein mussten, dass wie es bis hier her hörten. Tom verdrehte die Augen und wollte wieder hinein... er zögerte dann aber und blieb bei mir. Das berührte mich irgendwie zutiefst. "Hey, Tom. Geh ruhig. Irgendwann musst du ihnen ja sagen, dass sie jubeln können, dass Jane fort ist." Ich zwinkerte ihm zu und er ging hinein. Ich folgte ihm, ich sah einen Haufen von Menschen. Sie waren alle damit beschäftigt mit Nichts beschäftigt zu sein. Einige saßen auf den Stühlen, auf der Bühne oder manch einer machte es sich auf dem Boden gemütlich. Hinten in einer Ecke sah ich ein Mädchen und einen Jungen, herum knutschen. Ich sah schnell weg. Ich fand das so abartig, einfach vor mehr als 20 Menschen so etwas zu tun. Ich hatte da eben meine kleinen Komplexe, die ich zu pflegen wusste. "Leute! Leeeeuteeee!!" Thomas versuchte den Haufen in Ordnung zu bringen, was aber nicht klappte. "Okay... ihr könnt gehn. Wir sehn uns... nächste Woche! Bitte kommt alle! Ich wiederhole ALLE!"
Erschöpft stürmte er hinaus und zog mich hinter sich. "Das war ja mal leise da drinnen." Ich versuchte zu lächeln aber es gelang mir nicht ganz. "Ich... ich muss gehen. Mir geht's nicht gut, Tom" Mir wurde plötzlich schwindelig und alles um mich herum drehte sich im Kreis. Ich stützte mich an Thomas ab. "Hey, was hast du?" Ich sah bunte Farben. Alles wurde zu einem abstrakten Gebilde. Meine Kopf tat entsetzlich weh und ich konnte mir gerade noch einen Schrei verkneifen. "Thomas. Br... bring mich nach Hause. Bitte" Ohne ein Wort zu sagen, wurde ich hoch gehoben. Ich hörte wie ein leises 'piep' erklang und eine Türe aufgemacht wurde. Ich war mir sicher, dass es Thomas' Auto war aber erkennen konnte ich nichts als Muster und knallige Farben. Ich war wie blind und langsam aber sicher geriet ich in Panik. Was war hier los?! Vor Angst klammerte ich mich noch fester an Thomas und hätte am liebsten nie losgelassen. Ich spürte wie ich sank und auf die Rückbank gelegt wurde. Die Farben verblichen langsam und die Welt um mich herum wurde schwarz.


Ein spitzer Ton war hörbar. Fast war er unangenehm. Meine Augenlieder waren schwer und bei jedem Versuch sie zu öffenen, scheiterte ich. Ab und zu hörte ich Stimmen aber alles war so undeutlich. Worte wie 'Krank' oder 'Therapie' konnte ich wahrnehmen. Ich grübbelte, was das zu bedeuten hatte. Ich stellte fest, dass ich im Krankenhaus war. Erschrocken fuhr ich hoch. Meine Augen weit geöffnet, suchte ich nach etwas Bekanntem. Ich sah Tante Susane, neben ihr einen blonden, besorgten Jungen. Verwundert fragte ich Tante Susane,  wer er war.

Kommentare

beta
Feenstaub

Navigation

Sprachen

Social Media