Vorab noch ein paar Worte - meine Gedanken kreisten in letzter Zeit viel um dieses Thema, auch meine Notizbücher wurden von Sätzen dieser Art gefüllt und dann habe ich ein Lied gehört, 'Ewig allein' von TÜSN, das hat sich einfach so phantastisch wahr und richtig angefühlt [ein wundervolles Lied, kann ich nur empfehlen(;]. Aber ich schreibe das hier, weil ich einige Zeilen an Verse aus dem Lied angelehnt und auch den Titel übernommen habe. Nur damit ihr Bescheid wisst, der Text ist überspitzt aber ich hoffe ihr könnt mich dennoch ein wenig verstehen. Und nun wünsche ich viele Gedanken beim lesen! ;) [Welche ihr gerne auch mitteilen könnt, interessiert mich sehr was ihr dazu denkt ^_^]

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Gift.

Meine Finger schweigen. 

 

Stumpfes Gesicht
magst Du nicht lachen?
Traurige Augen
kann keine Freude euch machen?

Zieh Deine Hände auf in
diese kalte Luft.
Unendlichkeit hat längst schon
begonnen.

 

Also
Vorhang auf.
Lasst das Spektakel beginnen.

Ich präsentier mich blank
wie ich es bin.
Lieb eure Launen
kenn mich selbst nicht.

Sag euch was ich denke.
Wo bleibt der Rückhalt?

„Sag mir was Dich bewegt.“

Hast Du verlangt.

„Ich möchte Dich verstehen lernen. Mir kannst Du alles erzählen.“

Ich hab Dir geglaubt.

Lieb Deine Launen
Deine Worte
Alles Alles Alles Alles Alles
Was Du bist.

„Ich war sehr traurig.“

„Ich habe mir wehgetan.“

„Meine Tränen sind Musik geworden.“

Ich ich ich
Wie Du gewünscht.
Hab versucht mich zu erklären
Meine Vergangenheit
Meine Geschichte
für Dich zu offenbaren.

Zu früh

„Irgendwie ist das ein bisschen komisch. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.“

Zu früh

Oder die richtige Zeit kommt nie.

Meine Narben gehören mir
und zu mir.
Sieh es nicht als Belastung an
wenn ich sie Dir zeigen möchte.
Sieh es als Wertschätzung.

Ich würde Deine lieben

Kratze mein Gesicht bis Du es nicht mehr sehen kannst
Schließe mich in mir zurück
Denn besser
ist es so

Leben
ist eine Farce.

Nur wenn ich mir selbst begegne, ohne von anderen beobachtet
unverstanden
verkehrt zu werden

Kann ich mich selbst verstehen
Kann mein selbst erkunden und mein Innerstes bewegen.

In der Einsamkeit
liegt die Unendlichkeit versteckt.

Niemand hat mich je verstanden
Niemand wollte es je.

Alle wollen sie wissen wissen wissen

Doch dann ist es zu viel
zu dunkel
zu grell
zu persönlich

„Das geht mich nichts an, das ist zu persönlich.“

Ich will dass es Dich etwas angeht
sonst würde ich nichts davon sagen

Wenn Du es nicht hören willst
 dann frag nicht danach

aber denk auch nicht Du wüsstest über mich.

Du sagst Du kennst mich
Du sagst ich kenne Dich

Doch das tue ich nicht.

Niemanden kenne ich,
denn niemand ist zu mir so offen wie ich es wünsche.
Ich bat Dich mir von Dir zu erzählen
Du sagtest da gäbe es nichts.
Aber das ist nicht wahr!

In Deinem inneren muss doch viel viel viel viel viel mehr sein!

Und ich würde gerne davon erfahren
Dir zuhören
Dich verstehen
Das wünsche ich mir so sehr.

Ich wünschte
ich wäre Du

Um Deine Seele zu erfahren

Wärst Du ich
verstündest Du mich vielleicht.

Ich kenne niemanden

Und niemand kennt mich.

So wie ich bin,
denn jeder möchte wissen
doch niemand verstehen.

Ich liege am Boden
rederederederederederederederederederederederede
höre mir zu
ich bin allein
in angenehmer Zweisamkeit
mit mir selbst

Das Leben macht mich müde
diese Welt ist zu groß für mich

„Ich möchte dass Du Dich nie aufgibst. Du bist eine wundervolle und gute Freundin.“

Eine gute Freundin
obwohl mich zu kennen Dir zu persönlich ist?

Ich soll mich nicht aufgeben
obwohl mich niemand versteht?

So zärtliche Worte richtetest Du an mich in der Nacht
als ich Dir von mir erzählte

Am Morgen wusstest Du nicht
wie Du damit umgehen sollst.

Und jetzt

„Es liegt nicht an Dir.“

Nein. Gaaar nicht.

Wir redetenredetenredeten
über Belanglosigkeiten
Du fragtest nach mir

Ich redeteredeteredete
über mich.
So wie ich es immer tue

Andere scheinen mir nichts zu sagen zu wollen.

Denn wenn ich nach Dir frage
winkst Du ab.

Wer redet wenn nicht ich?
Niemand.

Es tut mir leid
dass ich Dich traurig mache
wenn ich über mich spreche

Es tut mir leid
dass Du dich leer fühlst
wenn wir über Leben und Glück sprechen

Und dass Du das nicht möchtest.

Aber ich kann mich nicht jemandem nahe fühlen
ohne ihn richtig zu kennen
und ohne
dass er mich versteht
so wie ich bin.

Ich kann mich nicht jemandem nahe fühlen
wenn ich mit ihm nur über Belangloses reden kann

das ist natürlich wichtig

sich zu verstehen, aufzuheitern, ungezwungen und entspannt
miteinander umzugehen doch

es ist auch wichtig über tieferes zu sprechen
sich dann immer noch zu verstehen, aufzuheitern.

 „Du bist schön intelligent und einfach wundervoll, vergiss das nie.“

Du wünschst dass ich Deinen Worten
Beachtung schenke.

Doch wozu?

Täte ich es nicht,
gäbe ich mich auf

Würdest Du nur meine Hülle vermissen
Nicht meine Seele

Ich vermisse Dich, weißt Du das?

Und ich bin genauso wie ihr alle,
misse was ich nicht kenne,
tue was ich verspotte
und verspotte meine Wahrheit.

Meine Mitte
ist so wichtig für meine Person wie alles andere an mir.
Ich sehe sie wenn ich allein bin
wenn ich lache
wenn ich weine
wenn ich rede
wenn ich schweige
wenn ich Deine Wange mit kalten Fingern berühre und Deine Töne küsse
wenn ich im Schnee liege und den Himmel frage ob er glücklich ist
wenn ich in der Straßenbahn meine Lieder singe
wenn ich auf der Wiese sitze und meine Wahrheiten ausspreche
wenn ich kalte Tränen schreie und Blut aus meinem Körper spucke
wenn ich grundlos einfach lache
wenn ich grundlos einfach weine
wenn ich grundlos Worte sage die mir viel bedeuten
wenn ich grundlos Deine Hände küsse
wenn ich grundlos meine Hände beiße

Es tut mir leid dass ich bin wie ich bin.

Es tut mir leid dass ich
gezeigt habe
was ich wirklich bin

Meine Augen fallen
denn sehen sie nicht die Farben
in deiner Ordnung

Meine Lunge stirbt
weil sie nicht Deinen Atmen
spüren kann

Ich schließe meine Seele
vor euch
und lasse sie geheim.

Mache mein Wesen
zu einem tiefen Grund
den nur ich erkunden kann.

Denn besser
ist es so

Leben funktioniert auf diese Weise.

„Ich möchte dass Du weißt, dass Du nicht allein bist.“

Nein.

Neinneinneinnein

Wir sind in uns gefangen
Ich in mir
Du in Dir
Wir in uns

Niemand möchte befreit werden
und niemand mich befreien

Wir sind alle allein

Und ich bin es auch

Ewig allein.










[Niemand hat es mit Feuer geschafft.]

Kommentare

  • Author Portrait

    Bedrückend und berürend, es kommt mir von mir selbst auch in gewisserweise bekannt vor. Von mir gibt es auch das Angebot jederzeit darüber zu reden. :)

  • Author Portrait

    Wunder schön und berürend geschrieben. Wenn du mal darüber reden willst, kannst du dich gerne melden. :) 5/5 + <3

  • Author Portrait

    Der Text ist wirklich trüb und melancholisch und darüber hinaus sehr gut geschrieben. Ich weiß nicht inwieweit das Gedicht mit dir selbst zu tun hat und falls es den Anschein erweckt, dass ich mich einmischen wollte, möchte ich mich vorab schon entschuldigen. Aber wenn du reden willst, dann darfst du gern auf mich zurück kommen :)

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