Familie
Eine Perle glitzerte am Strand. Eine junge Meerjungfrau fand sie wunderschön, doch war diese für sie nicht erreichbar, da diese Perle an den Strand gespült worden war. Doch wollte sie diese unbedingt haben. So schwamm die kleine Meerjungfrau zu sich nach Hause. Sie wohnte mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder in einer Wasserblase, welche aber nur von innen unsichtbar war. Da schwamm sie jetzt hin. Eine Wasserblase öffnete sich und ließ sie hinein. Sie schwamm durch eine Blasentür in die Stube und dort saß ihr großer Bruder auf einer Muschel, welche als Couch diente und las in einem Buch. Erst als sie vor ihm stehen blieb, da sah er zu ihr auf.
„Schon fertig, Lizzy? Ich dachte, du wolltest noch draußen bleiben, bis unsere Eltern dich abholen?“, fragte dieser stutzig und sein Blick war neugierig auf ihren gerichtet.

„Yukario, ich wollte dich was fragen. Du bist ja schon erwachsen und so darfst du schon an Land gehen.“, sagte sie.
„Was willst du mir damit sagen?“, fragte der Ältere.
Sie sah ihn mit großen, braunen Augen an.
„Am Strand liegt eine wunderschöne, blaue Perle und diese möchte ich gerne haben. Deswegen wollte ich dich fragen, ob du sie mir holen kannst.“, sagte sie ihn jetzt auch noch lächelnd.
„Was willst du mit einer Perle? Du bist noch ein Kind.“, sagte er jetzt streng und nahm sich wieder sein Buch zur Hand.

Das konnte Lizzy jetzt nicht glauben. Ihr Bruder ignorierte sie, obwohl sie ihn so höflich gefragt hatte? Das gab es ja wohl nicht! Wut kochte in ihr hoch und loderte wie ein Vulkan. Wütend schwamm sie näher zu ihrem Bruder und riss ihm das Buch aus den Händen.
„So nicht, Schwesterchen.“, sagte er drohend und baute sich vor ihr auf. „Du kannst nicht einfach bestimmen was ich tue. Ich muss noch für die Prüfungen lernen. Sonst kann ich meine Ausbildung zum Seepferdchen-Reiter vergessen.“
„Du bist doof! Ich dachte, du hast mich lieb!“, rief sie dann mit Zornestränen in den Augen und schwamm schnell in ihr Zimmer. Lautlos legte er das Buch weg.
„Pff … Lizzy!“, rief er ihr genervt nach und schwamm ihr hinterher.
Doch hatte sie sich in ihr Zimmer eingeschlossen und er hörte genau heraus das sie weinte.

War ich zu hart gewesen? Fragte er sich reumütig.
„Lizzy, es tut mir leid! Ich wollte nicht, dass du weinst. Ich hab dich doch lieb, aber ich muss doch auch lernen! Morgen ist doch meine Prüfung und danach kann ich dir die Perle holen. Wäre das nicht ein Angebot?“, fragte er zuversichtlich.
Das Schluchzen wurde leiser, aber es verstummte nicht. Als das Schluchzen dann verstummte wurde die Tür geöffnet und seine Schwester stand vor ihm. Ihr Gesicht war gerötet vom Weinen und einzelne Tränen liefen ihre Wangen entlang.
„Wirklich?“, fragte sie hoffnungsvoll und noch etwas verschnupft.
„Ja, ich will nicht das du weinst.“, sagte er und nahm sie in den Arm.
               

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