Gestern habe ich wieder einmal mit meinem Mann über eine interessante Thematik gesprochen. Es ging darin um die Funktion der Menschen in der Welt.

Wir fragten uns dabei, was eigentlich der Mensch wirklich für einen Nutzen für die Natur hat. In der Natur hat ja eigentlich jedes Wesen, egal ob Pflanze oder Tier, einen ganz speziellen Auftrag zu erfüllen. Sie haben ihren Platz in Gefüge der Natur und nichts ist vergebens oder unwichtig. Die Natur, so stellten wir fest, würde ganz gut ohne uns Menschen existieren können. Sie könnte sich sogar besser erhalten. Eigentlich braucht sie uns nicht, aber wir als Menschen brauchen die Natur, sie ist unsere Lebensgrundlage, ohne die wir nicht existieren könnten.

 

Weshalb also, sollte die Natur so ein Wesen wie uns hervorbringen, das keine Funktion erfüllt, dazu sogar noch eher dazu neigt, alles zu zerstören und sich manchmal zu so bösen Taten hinreissen lässt? Tiere und Pflanzen sind niemals böse (ausser wenn sie vielleicht eine Fehlfunktion haben), sie folgen einfach ihrem Instinkt. Bei ihnen gibt es keine Wertungen und auch die evolutionären Schritte, passierten eigentlich stets durch Anpassung gewisser Organismen an neue Lebensumstände. Warum also ein Wesen hervorbringen, dass so gar nichts nützt, augenscheinlich, dass sich auch kaum anpasst, sondern die Natur eher versucht sich untertan zu machen und immer darin eingreift, ohne Rücksicht auf die Folgen?

Eine Frage, welche wir uns wirklich mal stellen müssen, eine Frage die vom Atheist, über Wissenschaftler, zu hoch spirituellen Leuten, alle angeht. Denn in dieser Frage liegt eine sehr wichtige Antwort begründet.

So stellen wir uns als erstes folgende Fragen: Warum existieren wir? Warum sollte die Natur, die Welt uns hervorbringen wollen? Was erfüllen wir für einen Zweck, sind wir doch eigentlich eher ein Art Krebsgeschwür, dass der Welt anhaftet? Aber was ergäbe das für einen Sinn?

Als nächstes fragen wir uns: Kann es sein, dass wirklich so etwas Unnützes überhaupt je existieren würde? Das ist kaum zu glauben, denn eben, wozu? Warum sollte die Natur oder die Evolution einer ganz speziellen Affenart, plötzlich so weiterentwickeln? Weiterentwickeln zu einem Geschöpf das Polaritäten in sich hat? Das sich Gedanken macht, die sich ein Tier oder eine Pflanze niemals machen würden? Das ein Verständnis über Gut und Böse hat? Das der Sprache mächtig ist, dass alles auf so einzigartige Weise durchdenken kann?

Auch Tiere können gewisse Dinge sicher in gewisser Weise durchdenken, z.B. wie sie ans Futter kommen. Aber nie auf dieselbe Weise wie wir. Unser Denken ist viel komplexer und unsere Hirnfunktionen auch. Ebenso unsere körperlichen Attribute. Wir sind einzigartig in diesem ganzen Gefüge und doch… nutzen wir der Natur selbst wirklich etwas?    

Was uns zu der Frage führt: Was also sollen wir Menschen hier auf der Erde überhaupt? Was ist unser Sinn, was unser Zweck? Dass es keinen Zweck gibt ist schwer vorstellbar, denn was sollte das denn? Wäre doch eigentlich bescheuert.

All diese Fragen führen mich schliesslich zu dem Schluss, dass wir einen andersgearteten Auftrag haben müssen und es hier um eine andere Art der Evolution gehen muss, eine Evolution, welche dann eher in einem geistigen Aufstieg einer spirituellen Entwicklung mündet.

Was aber für eine Entwicklung und wie können wir diese Entwicklung, unsere Fähigkeit richtig einsetzen, so dass wir doch schliesslich zu einem gescheiten Mitglied der Welt werden?

Denn ich sehe es wahrlich als unseren Auftrag an, wieder unsere wahre Funktion zu erkennen und zu leben. Was aber ist diese Funktion? So fragten mein Mann und ich uns weiter und wir kamen zu folgender Schlussfolgerung:

Wir müssen unsere Fähigkeiten immer mehr zum Wohle des Grossen Ganzen einsetzen, eines grossen Ganzen, dass in der Natur sehr gut sichtbar wird. In der Natur hat alles seinen Sinn und Zweck, alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Damit alles so funktioniert, wie es sein soll, um Überleben, Vielfalt, Schönheit etc. zu sichern und zu erhalten.

Wenn wir jedoch, als polares Wesen, nur eine der Polaritäten überbetonen, um vielleicht irgendeine selbstsüchtiges, egoistisches Ziel zu verfolgen, dann dienen wir nicht dem grossen Ganzen, sondern schlussendlich vor allem uns selbst und unserem Ego. Und auch das ist dann eigentlich nur augenscheinlich. Denn ein Organismus der in Disharmonie lebt, wird sich früher oder später ebenso selbst zerstören. Leben wir unser Leben auf diese Art, dann ist das wie eine Krankheit, welche uns befällt und auch noch andere im Gefüge in den Abgrund reist.

Es ist wie mit den Zellen unseres Körpers. Sagen wir mal eine Zelle mutiert zu einer Krebszelle, dann zerstört sie schliesslich sich selbst und auch noch andere Zellen und am Ende wird der ganze Körper krank. Das ist dasselbe wie mit dem Gefüge, von dem wir alle Teil sind. Deshalb sollten wir uns unserer Verantwortung immer bewusster werden. Dazu habe ich gestern in Facebook, etwas geschrieben:

Ich könnte mir gut vorstellen, dass unser Erdendasein, tatsächlich ein Art Mittel zum Zweck ist. Wir müssen wieder lernen, einen wahren Beitrag zu allem was ist zu leisten, wieder ein sinnvolles Mitglied davon werden. Damit wir einen Aufstieg machen können, einen wahren Aufstieg, eine weitere Evolution im geistigen Sinne, so dass wir schlussendlich dorthin zurückkehren können, wo wir einst herkamen. Aber so lange wie uns wie irregeleitete Seefahrer stets wieder von verschiedenen Sirenen (Versuchungen) ablenken lassen, und egoistischem Trachten nachgehen, erfüllt das menschliche Geschlecht wirklich keinen sinnvollen Zweck für das Grosse Ganze

Wir haben nämlich aus einem guten Grund auch die Fähigkeit erhalten, uns ein anderes, ein neues Denken anzueignen, ein Denken, dass dann allem Lebendigen dienlich ist. Wenn wir das einsehen, dann können wir wichtige Schritte machen und schlussendlich auch die Welt völlig neu gestalten. Der Kapitalismus, Habgier, all das was gerade in der Welt läuft, zeigt wie grossen Einfluss unser Verhalten hat und es wird uns dazu führen uns eines Tages selbst zu zerstören, weil wir nicht nur unsere Lebensgrundlage, die Natur zerstören, sondern auch das so wichtige Gefüge aus dem Lot bringen und das eigentlich nur, weil wir selbst aus dem Lot geraten sind. Wieder ins Lot zu kommen, ist sicher ein sehr wichtiger, menschlicher Auftrag, denn dann werden wir irgendwann wieder Teil des Ganzen und keine Krebszellen mehr. Wir haben einen Art Gemeinschaftsauftrag. Weil wir diese Fähigkeiten alle bekamen, wurden wir befähigt selbst zu schöpfen, selbst unser Dasein zu gestalten. Die Naturgesetze zeigen uns, wie das am besten geht. Alles spiegelt sich in der Natur. Oder die Natur hält uns ebenso den Spiegel vor, wo wir immer und immer wieder versagen. Wir könnten diesem Versagen entgegenwirken, durch ein ganz neues Denken und dadurch kann eine weitere Entwicklung passieren, die uns in eine höhere Dimension führt. Je mehr Menschen anfangen dieses neue Denken zu pflegen, sich lernen als Teil des Ganzen, als Teil eines grossen Organismus zu sehen und ihren Platz darin einnehmen, umso stärker wird die Energie und wir ziehen alles mit uns, auch die Pflanzen und Tiere, wir transformieren unseren Planeten und noch viel mehr.

Wir haben die Verantwortung den Platz als sogenannten Krone der Schöpfung einzunehmen, indem wir alle Faktoren lernen einzubeziehen und uns selbst und die Welt zu heilen und zu entwickeln. Wir sind dazu geschaffen, eine Weiterentwicklung voran zu treiben. Dafür bekamen wir unseren menschlichen Körper, mit all seinen Eigenschaften und Begabungen.

Zu diesem neuen Denken sind eigentlich das Herz und die Liebe der Schlüssel. Wir müssen wieder mehr mit dem Herzen denken und wahre Liebe leben, worin alles seinen Platz hat. Fort von Ausgrenzung, Abgrenzung, einseitiger Polarisierung. Nur dann erfüllen wir unseren Nutzen. Diese Erkenntnis, ist doch eigentlich wundervoll und meiner Ansicht nach, absolut logisch.

Wenn wir das schaffen, dann brauchen wir auch immer weniger Institutionen (-ismen und -tums), die uns ein Geländer geben, immer weniger Zwänge oder Gesetze, sogar Grenzen bräuchte es weniger und auch keine Waffen mehr. Weil dann all die wichtigen Grundgesetze in unserem Innern verankert wären. Weil dann jeder seinen Platz in der Welt bekäme und es nicht nur mehr Könige, Bürger oder Bettler gäbe, einfach nur Menschen. Es ist sicher noch ein langer Weg dorthin, aber eigentlich wäre das- dieser Aufstieg, unser Zweck! Das Wort religiös bekäme so eine ganz andere, tiefere Bedeutung, welcher nicht mehr auf Institutionen basieren würde, sondern auf einem Ur-wissen, dass wir alle teilen und das wir wieder zu entdecken imstande wären.  Alle Menschen, die dieses Denken mehr und mehr pflegen, wären dann religiös, doch nicht im herkömmlichen Sinn, sondern weil sie die Grundgesetze welche uns auch die Natur sehr schön zeigt, kennen und befolgen.

Es sind unvorstellbare Kräfte, welche freigesetzt werden können, wenn man sich für diese Neue öffnet, dann wachsen die Möglichkeiten unglaublich. Wenn man sich ausrichtet auf all die Gesetzmässigkeiten unseres Daseins, dann würde man unglaublich reich beschenkt werden. Wenn man dann einen Wunsch ins Universum hinausschickt (vielleicht der Wunsch nach einer besseren Welt, nach einer besseren gesellschaftlichen, oder wirtschaftlichen Struktur etc.), kann dieser viel schneller «materialisieren» und zu seinem Absender zurückkehren, als wenn dieses Bewusstsein nicht vorhanden ist. Hat man das Bewusstsein, um die wichtigsten Gesetzmässigkeiten nicht, tröpfelt der Wunsch vielleicht nur langsam ins Universum hinaus und kann sich nicht so schnell manifestieren.

Wenn man sich jedoch öffnet, für eine andere Art des Denkens, dann kann auch mehr Wahrheit und Weisheit einfliessen und uns womöglich ganz neue Herangehensweisen aufzeigen. Und umso mehr Menschen, sich dieses Denken dann aneignen, umso stärker wird die Kraft und der Wille zur Veränderung. Schliesslich entsteht dann wie ein Sog, der alles in diese neue Richtung zieht. Das hat es auf Erden ja schon oft gegeben. Man denke nur mal an die Reformation, oder an die Schaffung der Menschenrechte etc. Nun gilt es unsere momentane Lebensweise immer mehr zu hinterfragen und zu transformieren. Das ist UNSER Gemeinschaftsauftrag, welchen wir heute anfangen sollten wahrzunehmen! Oder was denkt ihr?  


Kommentare

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    Ein tiefsinniger und klug gegliederter Text. Schön, wie du alles aufbaust, die Gedankenegänge sind klar und, was mich sehr beeindruckt, voller Herzenswärme! Danke dir dafür, liebe Xandra!

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    Sehr schöne und wahre Gedanken. Je mehr Menschen sich diesen Aufgaben bewusst werden und bewusst Leben, umso friedlicher wird die Welt. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass viele wirklich nur vom eigenen Ego getrieben werden und sich nie Zeit und Mühe nehmen würden, umzudenken :( Ich wünschte, die Welt würde aus solchen warmherzigen Menschen bestehen wie du es bist, liebe Xandra!

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    Sehr interessante Sichtweise unserer Aufgabe auf der Welt, die ich zu fast 100% mit euch teile. Durch den Aufbau deines Textes in Schlussfolgerungen auch sehr gut nachvollziehbar. Ob wir nun nur von der Evolution ausgespuckte Affen sind, oder Spielzeug Gottes, dessen geistige und herzliche Entwicklung er sich über die Jahrtausende ansieht, müssen wir wohl oder übel offen lassen. Obwohl ich die Auffassung teile, dass die Fertig-Entwicklung eines guten, edlen Charakters unserer Gemeinschaft und des einzelnen Menschen wirklich einer höheren Religion dient, deren Gott noch keinen Namen hat, weil er all die Religionen der Welt beinhaltet. 5/5 für diese gelungene Anregung, über den Sinn des Lebens mal nachzudenken...

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