Gewitter

Als sie sich umschaute sah sie oben auf der Mauerkrone ein kleines schwaches rotes Licht. Es war die Anzeige von einer Kamera. Die Person schlich weiter. Nun fing es an leicht zu regnen. Doch das störte die Person nicht. Der Regen hatte zugenommen und den Boden leicht aufgeweicht. Hier und da waren schon kleine Pfützen. Es war dunkel. Der Regen durchnässte ihre Kleidung und der Wind zerzauste ihre Haare. Nun stand sie vor einer großen Tür aus massiven Holtz. In das Holz waren Figuren und andere schöne Muster eingeritzt. Dem Schloss nach zu Uhrteilen war die Tür schon sehr alt, genauso wie das Gebäude mit ein Meter dicken Wänden und Vergitterten Fenstern. Normalerweise konnte man nicht so einfach in das Gebäude eindringen doch die Alarmanlage war schon veraltet und man konnte sie spielend überlisten. Sie nahm nun einen Schraubendreher und einen Hammer. Ein Blitz zuckte über den Himmel und der Donner grollte. Keiner wollte jetzt noch unnötig draußen sein, denn ein Gewitter braute sich zusammen. Leise schob sie den Schraubendreher ins Schloss. Dann prokelte sie mit ihm im Schloss herum, bis es klickte. Leise öffnete sie die Tür. Aus einem Älteren Fall wusste sie, dass dieses Gebäude nicht mehr genutzt wurde. Die Person durchquerte den Eingangsbereich. Als sie die Taschenlampe anmachte leuchtete sie auf mehrere verstaubte Möbel aus dunklen Holz. Die Skulpturen an der Wand warfen gruselige Schatten. Dann stand sie im Innenhof. Auch diesen durchquerte sie. Um nicht unnötig nass zu werden benutzte sie den Säulengang. Ein Blitz erhellte für einen Bruchteil einer Sekunde den Innengarten. Große Pflanzen mit grünen, ledrigen Blättern wuchsen dort quer Beet. Viele waren abgestorben oder verwelkt. Dazwischen standen alte zum Teil verfallene oder bemooste Statuen. Einige hielten steinerne Fackeln in der Hand, andere Schwerter. Ein Weiterer Blitz zuckte über den Himmel und schlug in eine der Figuren ein. Das Gestein brach und die Steine flogen in alle Richtungen. Die Person duckte sich hinter einer alten Säule. Doch diese wurde von mehreren größeren Steinen getroffen und wurde so stark beschädigt. Der Donner war gewaltig und kaum war dieser verklungen zuckte ein weiterer Blitz über den Himmel und schlug ein eine Andere Figur ein. Auch hier spritzte das Gestein zu allen Seiten und zertrümmerten die Säulen mehr oder weniger. Eine Säule, die neben der angeschlagen Säule, wo sich die Person hinter geduckte hatte, wurde komplett zerstört. Das Dach des Säulengangs knarrte und ächzte. Doch das war sehr leise im gegen Satz zum Donner. Ein weiterer Blitz zuckte über den Himmel. Doch diesmal schlug er nicht in eine Statur ein sondern traf das Dach. Dieses jedoch fing nicht sofort Feuer, sondern qualmte nur. Dann ächzten die Balken wieder und neigten sich auf einer Seite nach unten. Die Person rannte panisch den Gang entlang zu der gegenüberliegenden Tür. Diese wollte sie aufstoßen doch die Tür ließ sich nicht bewegen. Die Person rüttelte an der Tür, doch diese bewegte sich keinen Millimeter. Dann nahm die Person Anlauf und trat kräftig gegen die Tür. Das Holz ächzte und dann hörte man wie das verrostete Metall splitterte. Die Tür kippte langsam nach vorne und schlug auf den Steinboden. Schon wieder knackte das Dach des Säulenganges und nun sah man schon die ersten Flammen. Dann kippte das Dach weiter nach vorne. Es knirschte. Hart schlug der Säulen Kopf auf die Säule auf. Das Gestein knirschte und die Säule wurde langsam aber sicher zermalmt. Das Gewicht, welches nun auf die anderen Säulen wirkte hielten diese nun nicht mehr aus. Mehrere beschädigte Säulen brachen und die Steine flogen wieder in alle Richtungen. Dann kippte das Dach des Säulenganges auf der einen Seite ganz nach unten. In einem lauten geknackte und Gesplitterte sengte es sich Richtung Boden. Plötzlich war alles still. Das Dach wurde nun von zwei Statuen gehalten. Das Holz hatte sich in die Steinernen Schwerter gerammt. Weitere Flammen schlugen nun aus dem Dach. Dann hörte man, Stein knirschen und die Staturen zerbrachen wie das Holz. Die brennenden Holzteile fielen in den Teich und gingen zischend aus. Holzsplitter flogen überall herum.

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