Dunkle Wolken ziehen auf, verfinstern alles unter ihrer Gewalt,
ein schwaches Glimmen von goldenem Licht,
ein letztes Leuchten durch die düstere Schicht
und die Welt ist schwarz und kalt. 

Die dunklen Schwaden türmen sich zu Kollossen aus Nebel und Wind, 
und brausen durch Täler und Wälder geschwind. 
Scheußliche Grimassen pfeifen und kreischen, 
wollen den Bäumen das letzte Laub entreißen. 

Ziehen an den Ästen der hölzernen Riesen, 
nun ist fort, was eben noch da gewesen.
Zerfetzte Blätter flattern im reißenden Sog, 
die Winde zerpeitschen die Beute grob. 

Schutzlos, nackt und emblöst ist der Wald, 
die Tiere legen sich zur Ruh
und der Herbst neigt sich dem Ende zu,
der Winter kommt schon bald...

Kommentare

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    Deine Gedichte sind wie deine Texte: Fesselend. Fängt man an sie zu lesen emblößen sie Qualität und Lesefreude. :D

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    Wunderschön! Habe dir schon vor einiger Zeit fünf Sterne dafür gegeben, aber ich dachte ich kommentiere auch noch. Sehr bildhaft eingefangen!

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    Klasse Gedicht! Es freut mich, dass ich hier die Geburtsstunde eines neuen Wortes miterleben darf :D

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    Sehr schön ;)

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    Wunderbar eingefangen, die letzten Herbsttage! "Emblöst" - ein neues Wort? ("ganz richtig" würde es ja heissen "entblösst") - aber mir gefällt deine Neuschöpfung auch! :-)

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    Foxy! :D wie schön wieder was von dir zu lesen. Tolles Gedicht, da kriegt man richtige Endherbststimmung! Eine Kleinigkeit: ich glaub im letzten Vers müsst's "entblöst" heißen. <3

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Feenstaub

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